Vom Kaminholz Stapeln und wie man es besser NICHT macht

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Mein Plan war ursprünglich, Euch heute so einen richtig kuscheligen und harmonischen Artikel über die Freuden eines Kaminofens zu schreiben. Der kommt noch, versprochen, aber aus gegebenen Anlass MUSS ich heute erst noch einen nicht ganz so kuscheligen Artikel zum gleichen Thema schreiben :-). Frei nach dem Motto: Warum nur passieren immer mir solche Dinge und ist der Mensch nicht eigentlich ein lernfähiges Wesen? Aber von vorne: Gestern Morgen wurde, wie jedes Jahr im September unser Wintervorrat Kaminholz geliefert. Dass sind meist 2 Schüttraumeter Buchenholz – in Kilo ausgedrückt also 800 Kg. Nun wohnen wir ja in einem netten kleinen Reihenmittelhaus, soweit so gut – dumm wird das ganze nur, wenn irgendetwas im Garten Platz finden soll. Kaufe ich irgendein Pflänzlein, was in’s Hochbeet gepflanzt wird, ist das natürlich eher unkritisch. Aber bei 800 Kg Kaminholz hört der Spaß dann auf. Wobei – Reihenmittelhaus alleine wäre ja noch gar nicht sooo dramatisch, aber nein: wir haben auch noch ein Split-Level-Haus. Räumlich ganz wunderbar hübsch, für den Holztransport heißt das aber: erst 3 Stufen hoch, durch den Flur, 8 Stufen runter, duch’s Esszimmer und erst dann bin ich im Garten. Und da ich ja bekanntermaßen ein wenig pingelig bin und Straßenschuhe im Haus gar nicht mag, ist jeder Gang noch mit 2* Schuhe An- und Ausziehen verbunden. Selber schuld, irgendwie ;-). Nun gut, jedenfalls kam pünktlich um 11 Uhr der Lkw mit dem Holz und schüttete mir das ganze wie geplant vor die Tür.

Heizen mit Holz Ich werde ja nicht müde, zu erwähnen, dass ich eher zwei linke Hände habe und in gewissen Dingen von größter Ungeschicklichkeit bin. Insofern habe ich durchaus Verständnis dafür, dass der Herr fein & raum jedes Jahr darauf besteht, dass ER das Holz im Garten stapelt, aber ein bisschen blöd fand ich diese Aufgabenteilung (ich schleppe, er stapelt) dennoch. Dieses Jahr hatte ich am Tag der Holzlieferung einen arbeitsfreien Tag – ha, ich sah meine Chance gekommen: der Herr fein & raum ist außer Haus und derweil kann ich endlich einmal Holz stapeln und ihn abends mit dem fertigen Wunderwerk erfreuen. Schade nur, dass das Schleppen so auch an mir hängen bleibt. Aber was soll’s – manchmal finde ich so ein bisschen körperliche Arbeit als Ausgleich zur sonstigen Kopfarbeit eigentlich ganz nett, vor allem hinterher fühlt sich das gut an :-) Auf geht’s also und ich trage 800 Kg Holz treppauf und treppab – Ikeatüten eignen sich dafür übrigens ganz hervorragend und halten der Belastung tatsächlich über Jahre stand – wenn doch nur alle Ikeaprodukte so langlebig wären ;-). Irgendwann (genauer: nach 3 Stunden Schlepperei) ist dann alles Holz im Garten auf 2 großen Stapeln verteilt. Bloggerreflex: erst mal die Kamera schnappen und den fertigen Stapel fotografieren , man weiß ja nie, ob nicht doch irgendwann mal ein Blogbeitrag draus wird – im nachhinein betrachtet muss dieses reflexhafte und sofortige Fotografieren so was wie ein 7.Sinn gewesen sein. Foto ist also gemacht und ich nehme mir noch eben die Abdeckplane, um mein Wunderwerk vor Nässe zu schützen. Während ich noch so guter Dinge die Plane liebevoll am wunderschönen Holzstapel festzurre: KRABUMM, POLTER, SCHEPPER – liegt die halbe Herrlichkeit am Boden – guckt Euch das Foto vom ganzen Stapel an: hat sich irgendwie angedeutet, oder? Tja, warum gleich noch bestand der Herr fein & raum immer darauf, selbst das Holz zu stapeln?

Heizen mit Holz Aber so leicht lass ich mich ja nicht unterkriegen. Nach einer klitzekleinen Frustphase und der kurzfristigen Überzeugung, den ganzen Mist genauso liegen zu lassen und meine Liebsten mit den Worten „siehste, hattest Recht“ abends an die Arbeit zu schicken, hab ich dann doch die Ärmel hochgekrempelt und in der doppelten Zeit, die ich vorher zum Bauen benötigte (bei mir müssen Dinge normalerweise SCHNELL gehen) und mit eingeschaltetem Hirn einen wunderhübschen Stapel gebaut, der bis heute noch immer steht. Aber eins ist klar: sollte sich das Ding nochmal trauen, umzukpippen, bin ICH fertig damit – woführ hat man den schließlich einen Mann im Haus ;-). Und demnächst gibt es dann den versprochenen kuscheligen Beitrag zum Thema gemütliche Stunden vor dem Kamin :-)

2 Kommentare

  1. Ich finde Deine Stapelgeschichte total gut. Ich sehe das Szenario vor mir, Du mit den blauen Tüten, eifrig am Aufschichten und dann, …
    Ein Kaminofen würde ich auch gerne haben, ein kleines Träumchen von mir!
    Liebe Grüße
    Cora

  2. Noch Träume zu haben ist ja auch was Schönes :-), aber stimmt schon, so ein Kaminofen ist toll und ich würde ihn nicht wieder hergeben.
    LG zu Dir, Mecki

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