Ideenskizzen – 1.0 versus 2.0

Ich bin so gar nicht der Shopping-Junkie. Im Gegenteil: meist finde ich, dass unsere Bleibe ohnehin eher schon zu voll ist, ausmisten und verkaufen macht mir mehr Spaß als einkaufen und am liebsten hätte ich, dass all mein Hab und Gut in zwei Umzugskisten passt (denn umziehen tu ich nun mal leidenschaftlich gerne…). Daher finden sich auf meinem Blog auch kaum Beiträge mit Shopping-Tipps.  Heute gibt’s aber eine Ausnahme, denn ich bin letzte Woche selbst zum Opfer geworden und konnte nicht widerstehen, mir ein kleines Paket voll mit hübschen Dingen zu bestellen. Und das kam so:

Evernote – Notizen 2.0

Der Herr fein & raum war einkaufen und kam mit seinem neuesten Fang, einem schlichten schwarzen Notizbuch zurück, gedacht um darin Skizzen, Ideen und ähnliches aufzuzeichnen. Ich kam ein wenig ins Grübeln über meine Art und Weise, Gedanken festzuhalten, Listen zu führen und Ideen zu skizzieren. Gerade wenn man bloggt, begegnet einem ständig was, was man sich merken möchte, als Inspiration für später aufheben möchte oder was man uuuunbedingt noch erledigen muss, um den Blog zu optimieren – nur eben gerade nicht jetzt. ich mag es gerne einfach, klar und übersichtlich, daher finde ich Evernote wirklich prima. Hier kann ich mir von jedem Rechner dieser Welt mal schnell eine Notiz schreiben, kann im Netzt gefundenes pinnen, so dass ich es immer zur Verfügung habe, kann Notizen verschlagworten, das hilft ungemein beim wieder finden und kann darüber hinaus auch noch jedes andere Dateiformat an eine Notizanhängen, also auch Ergebnisse aus anderen Programmen mit nutzen. Wenn ich mit mehreren Menschen zusammenarbeite kann ich auch Notizen für andere freigeben. Für den heimischen Pc gibt’s eine etwas komfortablere und umfangreichere Programmoberfläche, von unterwegs logge ich mich einfach auf der Evernote-Website ein und kann so auch Arbeitspausen im Job nutzen, um mal schnell was für meinen Blog zu tun, weil ich immer und überall alles zur Verfügung habe. Soweit also zu den Vorteilen von 2.0.

Bindewerk Notizbuch

 Bindewerk – Notizen 1.0

Dennoch war ich ein wenig angefixt, als der Herr fein & raum (der normalerweise noch um einiges Computer affiner ist als ich) nun plötzlich ganz analog mit einem schlichten Notizbuch daher kam. Ich bekam Lust, doch wieder mal zum Stift zu greifen und meine Gedanken und Ideen wortwörtlich zu Papier zu bringen. Also schnell mal im Web geguckt (man kann es mit analog und 1.0 ja auch übertreiben) und über diesen Blog gestolpert, wooow ein ganzer Blog nur über Notizbücher. Hier bin ich dann recht bald auf Bindewerk gestoßen und was soll ich sagen? Stundenlang (naja, vielleicht nicht ganz) hab ich gestöbert, mich von wunderschönem Muster zu wunderschönem Muster geklickt und ewig gebraucht, um mich zu entscheiden. Um mir letzteres ein wenig einfacher zu machen, habe ich neben dem wirklich wunderhübschen Notizbuch, das Ihr auf den Fotos seht, noch so einiges weiteres bestellt: Hefte, Geschenkpapiersampler und Sticker – zeige ich alles ein anderes mal. Das Notizbuch ist der Hammer: super gut verarbeitet, Leineneinband kombiniert mit einem wunderschönen bedrucktem Buntpapier und das Innenleben macht, obwohl nur 90 gr Papier, auch einen sehr wertigen Eindruck. Zudem werden die Bücher, wie der Website zu entnehmen, von Hand in Deutschland gefertigt – das gute Gefühl beim Shoppen wird also gleich mitgeliefert ;-)

bindewerk_2

Tja und jetzt sitze ich hier mit meinem Notizbuch. Es liegt auf meinem Schreibtisch seit fast einer Woche und ich fand es so schön neu und perfekt, dass ich mich fast nicht getraut habe, die ersten Worte reinzuschreiben – für die Fotos musste ich aber dann! Aber ich kann Euch sagen, es hat mich echt Überwindung gekostet. Ich bin gespannt, wie sich mein Experiment Ideenskizzen 1.0 entwickelt. Ich werde sicher Evernote weiternutzen, die Möglichkeiten sind einfach gut, aber ich freue mich auch, öfter wieder einen Bleistift (oder Tintenroller, die mag ich zum skizzieren auch sehr gern) in die Hand zu nehmen und ganz analog  auf Ideensuche zu gehen. Wie dann beides zusammenkommt und nicht für zusätzliche Verwirrung sorgt, wird sich zeigen.

Wie haltet Ihr es mit Euern Ideen, Listen und Sammlungen? 1.0, 2.0 oder eine Kombination aus beidem?

6 Kommentare

  1. sehr schön, ich bin ja der absolute papiertiger, obwohl ich auch zu viel vor dem computer sitze…

  2. noch die antwort auf deine frage: beides

  3. Das Notizheft hast Du aber fein ausgesucht. Hey, so ein Buch lässt sich nicht mal eben schnell binden, da ist ein Kauf doch absolut gerechtfertigt. Ich denke auch darüber nach, wie ich meine Ideen für den Blog sammeln soll. Ich habe eine wilde Zettelwirschaft, die geordnet werden will. Selbst in meinem angefangenen Ideenbuch finde ich die Aufzeichnungen nicht schnell genug wieder. Es braucht Kategorien, auf die ich zielgerichtet zugreifen kann.
    Ganz herzliche Grüße, Cora

    • Ja, das Aussuchen war auch ein hartes Stück Arbeit ;-) Bindewerk hat einfach eine riesige und hübsche Auswahl an Mustern. Ich finde, früher war man irgendwie viel fähiger, sich auch in einer Zettelwirtschaft zurechtzufinden. Digital ist man halt mit Durchsuchen-Funktionen sehr verwöhnt, so geht es jedenfalls mir.
      LG, Mecki