Fotografisches mit dem iPad – erste Versuche

| 6 Kommentare

Neulich bin ich bei Leah über diesen tollen Artikel über des Fotografieren mit dem iPhone gestolpert. Nun liebe ich ja gemeinhin meine große alte Spiegelreflexkamera heiß und innig, mache gerne ausgedehnte Fotosessions bei denen alles fein arrangiert wird, das beste Licht abgewartet wird, die RAW-Dateien nachträglich entwickelt werden und so weiter und sofort. Dennoch, oder gerade deswegen, zog mich der Artikel in seinen Bann – mit ganz wenig Technik gute Fotos machen: Das heißt auch irgendwie, dem Motiv (noch) mehr Beachtung schenken, sich reduzieren, den Augenblick nehmen wie er kommt. Ein reizvoller Gedanke. Und da die dicke Spiegelreflex im Alltag sowieso kaum je mit darf, werde ich künftig öfter mal mein iPad * zücken und die Möglichkeiten der minimalistischen Fotografie ausloten. Für den Anfang gibts eine kleine Impression meines Arbeitsweges – wenn ich in Offenbach unterrichte führt mich mein Weg mit dem Fahrrad quer durch Frankfurt und anschließend am südlichen Mainufer entlang Richtung Osten. Eine Strecke auf der es viel zu entdecken gibt. Unteranderem begleitet einen der Blick auf das neue EZB-Gebäude mit der im selben Zug entstandenen Osthafenbrücke lange Zeit.

Bewusst habe ich diesmal – außer dem Beschnitt – nichts bearbeitet am Foto, Reduktion eben. Unnd ich habe in Kauf genommen, dass das Licht um 13 Uhr mittags alles andere als optimal ist zum Fotografieren – flau, wenig Tiefe, die große Kamera hätte ich um diese Uhrzeit wohl gar nicht erst aus der Tasche geholt. Ich bin gespannt, was mir künftig noch so vor die iPad-Linse springt und gleichzeitig bin ich sicher, dass es nie nie nicht meine dicke alte DSLR ersetzen wird und freue mich auf ein spannendes Nebeneinander.

minimalistische ipad fotografie

Und Ihr, was nehmt Ihr zum Fotografieren? Minimalistisch mit Smartphone oder fette Spiegelreflex ?

* Das iPad ist ein wenig sperrig – ein Smartphone wäre wohl die besser Wahl. Ich besitze aber keins. Manchmal entziehe ich mich an der ein oder anderen Stelle ganz gerne mal dem allgemeinen Konsummuster und da mein vorhandenes Uralthandy seit Jahren nicht kaputt gehen möchte, gibts eben kein Smartphone und es lässt sich ganz prima damit leben :-).

6 Kommentare

  1. Ich freue mich sehr zu lesen, dass mein Artikel dich inspirieren könnte, etwas Neues auszuprobieren. Es sind solche Erlebnisse, die mich daran erinnern, wieso ich blogge. Mit ein bisschen Nachbearbeitung die Bilder zu verschönern, finde ich übrigens auch bei IPhone/IPad-Fotos völlig legitim. Am Ende will man ja das beste aus der Aufnahme herausholen.

    • Ja, ich glaube, andere Menschen inspirieren ist auch für mich ein ganz wichtiges Ding beim Bloggen.
      Nachbearbeitung legitim? Auf jeden Fall, aber mir gings halt grade mal um den Reiz, den Moment mit wenig Technik usw. festzuhalten – so ganz im Gegensatz zu dem was ich sonst mit der DSLR mache.
      LG, Mecki

  2. hallo mecki,

    ich mag dich wirklich gerne… deinen blog finde ich großartig… zum thema fotos und vor allem fotobearbeitung kann ich mit sicherheit viel von dir lernen.

    und experimentieren finde ich auch super…. aber bitte, bitte nicht mit dem ipad.

    ich werde wahnsinnig, wenn sich leute einen a4 block.. äh ipad, vor die stirn halten um ein foto zu schießen. am besten noch bei einem konzert nach oben gestreckt so dass am ende niemand mehr etwas sieht…. ich versteh bis heute nicht, warum das ding eine foto-funktion haben muss.

    sorry, aber das musste raus.

    ich werde mir deine bilder sicher trotzdem anschauen… (versuche dabei zu verdrängen wie sie aufgenommen wurden :-/) und das experiment weiter verfolgen… aber so richtig komme ich noch nicht drüber hinweg….

    mal so von ästhet zu ästhet… ;-)

    ganz liebe grüße
    julia

    • Hallo Julia,
      hihi, ich befürchte, ich kann künftig nie mehr mit dem iPad fotografieren, ohne an Deine deutlichen Worte zu denken – und werde mir dann einfach total doof vorkommen, mit dem dina4 Block in der Hand :-). Irgendwie hast Du ja recht und ich war bei meinem ersten Versuch ganz froh am Mainufer zwischen FFM und OF zu stehen, wo mich eh keiner kennt…. Ach mal sehen, was daraus wird, ich verspreche Dir jedenfalls, sollten wir uns je bei einem Konzert begegnen, werde ich ganz sicher mein iPad stecken lassen :-)
      LG, Mecki

  3. Also ich spare ja immernoh fleißig auf eine eigene Kamera.. eine systemkamera solls werden. Aber mein geldbeutel sagt nein… Und jetzt sagt er auch noch doppelt nein, weil das smartphone so langsam nicht mehr mag.. is doch schei….
    naja… auf jeden Fall bin ich gezwungen meine Bilde rmit demTelefon zu machen. Sind irgendwie platt*seufz*
    aber ich hab auch schon viele schöne Bilder gemacht, vor allem mit Vosco cam bearbeitet sind die ganz nett.. solange ich nohch keine systemkamera mein eigen nennen kann ;)

    Ganz viele liebe Grüße

    Franzy

    • Liebe Franzi,
      ja, das ist shon übel wieviel Geld man in Kameras so stecken kann :-). Ich hab meine super günstig gebraucht gekauft, würde ich jeder Zeit wieder machen – gibt halt einfach viele Leute, die immer das neueste Modell wollen, daher ist der Gebrauchtmarkt echt riesig. Und wenn man zum Beispiel mit Pentax fotografiert, bekommt man auch noch tolle manuelle, lichtstarke Objektive für fast umsonst – vielleicht ja auch eine Option für Deinen geschundenen Geldbeutel :-)
      Vosco cam kenn ich gar nicht, muss ich mir glatt mal angucken.
      Und dann ist es ja auch irgendwie so, dass man mit einem guten Auge selbst mit Handy tolle Fotos machen kann (ich würde mich selbst da jetzt aber nicht zu zählen…)
      LG, Mecki

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.