Ein paar Urlaubsgedanken und meine 5 must dos im Hollandurlaub

Kebo ruft mit ihrem monatlichen Blogevent „Typisch für…“ diesmal zum Bloggen über den typischen Urlaub auf. Da kommt es mir doch gerade recht, dass ich just nun 5 Tage in Holland war.

Zunächst einmal: DEN typischen Urlaub gibt es bei mir eigentlich gar nicht, dazu mag ich nämlich viel zu viel verschiedene Arten von Urlaub viel zu gerne. Gleichzeitig gibt es aber so ein paar Dinge, die ich im Urlaub ganz besonders liebe und die, wenn immer möglich, einmal pro Jahr sein müssen. Und dazu gehört definitiv, es für ein paar Tage in den Bergen – bevorzugt Alpen – auf dem Mountainbike so richtig krachen zu lassen aber genauso definitiv auch ein paar total entspannte Tage an der Nordsee, bevorzugt in Holland, meinem absoluten Lieblingsland.

Strand in Domburg Zeeland

Und so war es auch dieses Jahr Anfang Juni wieder soweit und wir starteten für 5 Tage nach Domburg, auf Walcheren, in Zeeland. Und jetzt würde ich Euch gerne Fotos zeigen, ganz viele, ganz tolle, denn die südlichste Provinz der Niederlande (Zeeland) und speziell die Halbinsel Walcheren, mit ihren weiten Landschaften, ihren beschaulichen Dörfern und ihren weißen Stränden ist absolut sehenswert. Aber was soll ich sagen? Die Kamera war zwar dabei aber blieb fast immer stecken. Kennt Ihr das, dass Ihr im Urlaub so  sehr das Bedürfnis habt, einfach total runter zu kommen, Null Verbindlichkeiten zu haben und völlig entspannt in den Tag hineinzuleben, dass Euch selbst das Fotografieren für den Blog irgendwie zu viel Verpflichtung ist? So ging es mir dieses Jahr – dabei war die Kamera immer so ein wenig mein schlechtes Gewissen, das mich daran erinnerte, wie sinnvoll man doch eigentlich seine Zeit nutzen könnte. Ich hab das schlechte Gewissen aber geflissentlich überhört und die Zeit einfach so genossen, was nun dazu führt, dass ich Euch leider, außer ein paar Strandstimmungsbildchen, keine Fotos zeigen kann.

Übrigens noch so ein Störenfried im Urlaub: Ich hatte diesmal zum ersten Mal mein iPad mit (ääh, ein Smartphone besitze ich noch immer nicht…) und was soll ich sagen? Ich glaube, künftig lasse ich es lieber zuhause. Denn auch wenn es ganz nett ist, schnell mal was nachzugucken, zum Frühstück ausgiebig Zeitung zu lesen oder kurz ein aktuelles Bildchen auf Facebook zu posten, so ist das Internet doch irgendwie auch immer ein dicker fetter Anker zum Alltag – und den möchte ich im Urlaub nun so gar nicht im Kopf haben. Daher für mich künftig ohne iPad. Wie geht es Euch mit Internet und Urlaub?

Wasserturm Domburg

So und da ich schon keine Fotos für Euch im Gepäck habe, gibts nun noch meine 5 absoluten must dos für einen gelungenen Hollandurlaub:

1. Essen:

Während ich mich im „normalen“ Leben ja eher gesund und gemüselastig ernähre, darf es im Hollandurlaub gerne mal die ganze Palette an fett, ungesund UND lecker sein. Friet speciaal (das sind Pommes mit Ketchup, Mayo und fein geschnittenen rohen Zwiebeln, unfassbar lecker), Vla, am liebsten dubbele Vla (also Pudding Schoko und Vanille), keiner bekommt den so gut hin wie die Holländer, Kibbeling (fritierter Fisch), Pindakaas und Chocoladehaagel zum Frühstück  usw.usw. – alles nicht wirklich gesund aber herrlich für eine Wooche.

2. Fietsen:

Heißt Fahrrad fahren und ist nirgendwo so ein Genuss wie in Holland. Du hast irgendwie immer Vorfahrt, die Autofahrer (selbst die Deutschen im Urlaub) sind unglaublich rücksichtsvoll und an jeder Kreuzung stehen die netten kleinen grün beschrifteten Schilder, die Dir den Weg weisen, eine Karte ist damit fast überflüssig.

3. Strandspaziergänge:

Und das am liebsten bei Sturm und vielen Wolken, denn bei schönem Wetter kann ja jeder :-)

Strand in Domburg bei Sturm

4. Holländische Städte und Dörfer:

Immer wieder die gaaaanz große Liebe für mich: Holländische Städte und Dörfer haben so einen unglaublichen Charme, dass sich ein Ausflug garantiert lohnt. Meine Favoriten auf Walcheren: Veere, Middelburg und Biggekerke (Achtung: winzig!)

5. Ein paar holländische Wörter üben:

Ich habe Glück – da ich nach dem Abi für ein paar Monate in Holland gelebt habe, bin ich der Sprache so leidlich mächtig. Das braucht es aber ganz sicher nicht für einen gelungenen Hollandurlaub. Was ich aber schon ein wenig befremdlich finde, ist, wenn Urlauber, die seit 20 Jahren und mehr nach Holland kommen, es nicht schaffen, ein einfaches  Danke (dank u wel) Bitte (alstublieft) auf Wiedersehen (tot ziens) oder ähnliches  über die Lippen zu bringen. Bitte, bitte, liebe Hollandurlauber: es ist soviel netter, die Menschen in einem fremden Land in ihrer Landessprache zu begrüßen und gar nicht mal schwer und macht dazu noch Spaß (Nein, dass man davon Halsschmerzen bekommt, ist nur ein übles Gerücht :-). Also immer brav üben. Auf diesem feinen Blog findet Ihr übrigens viele nützliche Tipps rund um die holländische Sprache

Strand in Domburg

Und wer nun Lust auf einen Urlaub im wunderschönen Zeeland bekommen hat, findet in meinem letztjährigen Bericht jede Menge Bilder und Tipps, schaut also gerne mal vorbei.

11 Kommentare

  1. Moin! Ich glaube, ich muss dringend mal nach Zeeland. Du hast soooo schön geschwärmt…

    Urlaub ohne Internet gibt es bei uns eigentlich schon immer. Irgendwie brauche ich diese Auszeit. Dieses Jahr wollen wir es vielleicht doch einmal versuchen, aber nur für die Ausleihe von E-Books. Ansonsten ist mir das viel zu viel Alltag!
    Grüßle
    Ursel

    • Ja, Zeeland ist toll!!!
      Wenn es denn bei mir dann bei E-Books bliebe, fänd ich das mit dem Tablet ja völlig ok, so konsequent bin ich aber nie nicht…
      LG, Mecki

  2. Zeeland… wie schön, da waren wir vor upps, mittlerweile schon sieben Jahren und es war herrlich (bis auf die Tatsache, dass mein Mann fast täglich Muscheln gegessen hat und ich durfte nicht, weil schwanger, und hätte so gern). Da kommen viele schöne Erinnerungen hoch, danke für den Beitrag.
    Liebe Grüße,
    Kebo

  3. Oja, Holland ist ein Traum und immer wieder eine Neuentdeckung! Das muss unbedingt mal wieder auf den Plan, da hast du recht! Viel zu unterschätzt!
    LG. Susanne

    • Ja ne, wenn man Holland einmal verfallen ist, ich könnt auch schon wieder, jetzt, sofort :-)
      LG, Mecki

  4. Vielen Dank für diesen tollen Artikel. Ich habe richtig Lust bekommen mal nach Holland zu reisen :-)

    Ich hatte beim lesen immer ein kleines Grinsen im Gesicht, da ich mich so oft selbst erkannt habe.
    Gerade das mit dem Fotografieren oder eben nicht Fotografieren kenne ich zu gut. Bei meiner damaligen Bornholmreise habe ich in 5 Tagen an die 1600 Bilder gemacht (wo von es nur 72 auf meine Webseite geschafft haben) und diese wunderschöne Insel eigentlich nur durch meinen Sucher gesehen. Aber dies habe ich mir, auch durch mein einstig in die analoge Fotografie, etwas abgewöhnt und genieße auch einfach einige Augenblicke und Motive einfach ohne gleich die Kamera zu nehmen.

    Durch den Besitz eines Smartphones ist ein internetfreier Urlaub schwierig, da man ja doch immer etwas in Versuchung ist mal kurz bei Facebook zu gucken oder etwas zu Instagram(en) aber es wird auf ein Minimum reduziert :-)

    Herzliche Grüße von der Ostsee

    • Oh stimmt, analog fotografieren ist da echt ein probates Mittel – ich liebäugle ja auch immer mal wieder mit analoger Fotografie.
      Schöne Grüße zu Dir an die Ostsee, die ja auch wunderschön ist!
      Mecki

  5. In Holland ist selbst der Regen charmant. Und ein bisschen Holländisch kann ich auch. Ein paar Brocken schnappt man tatsächlich im Urlaub auf!
    Liebe Grüße
    Cora

    • Hihi, genau, charmanter Regen :-). Als Kind fand ich es irgendwie immer schon total spannend, im Urlaub ein paar Brocken Holländisch aufzuschnappen und mehr schlecht als recht anzuwenden – aber um Perfektion gehts ja auch gar nicht, der Versuch zählt….
      LG, Mecki

  6. hallo mecki,

    ich war noch nie in holland, und jetzt wo ich deine bilder sehe, bedauere ich das sehr. ;-)
    meist zieht es uns in den süden und bislang hab ich es immer geschafft internetfrei zu bleiben…

    liebe grüße
    rebecca