25. März 2015
von mecki
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Ostereier DIY oder die große Blogger-Infektion

Es ist ja eine lustige Sache mit dem Bloggen. Während ich früher (also vor dem Bloggen) jahrelang mit den schönen Wachstechnik-Ostereiern, die zwei meiner Neffen gebastelt hatten (mittlerweile sind die beiden schon viel zu cool für Ostereier, außerdem heißt Basteln nicht mehr Basteln sondern DIY) zufrieden war, lass ich mich dieses Jahr anstecken von all den vielen Bloggern, die bereits ihre wunderschönen Ostereier im Netz präsentieren. Also wurden im Hause fein & raum die letzten Tage fleißig Eier ausgeblasen – dass wir uns dazu weitestgehend von Pfannkuchen, selbstgemachten Nudeln, Ravioli und ähnlichen Dingen ernähren mussten, störte mich, nebenbei gesagt, mal so gar nicht.

Ostereier DIY Acrylfarbe

Ihr kennt mich mittlerweile – DIY-Projekte müssen bei mir einfach umzusetzen sein, sonst haben sie von vornherein keine Chance. Wenn Ihr also, wie ich, wenig Geduld habt und auf der Suche nach simplen Lösungen seit, seit Ihr hier richtig. Ich habe erst alle Eier mit Acryllack angemalt. Das ging erstaunlich gut – mit Hilfe eines weichen Pinsels und eines Holzspießes, der später dann auch dazu dient, die Eier zum Trocknen über ein Glas zu legen. Kommen Euch die Farben bekannt vor? Ja, richtig, es sind die gleichen wie bei meinen Kerzenständern. Zum einen hab ich davon so viel auf Vorrat, dass ich wohl noch eine mittlere 4-stellige Zahl an Kerzenständern produzieren kann und zum anderen kann ich so an Ostern Kerzen und Eier gemeinsam dekorieren – ich freu mich schon drauf!

Während die Eier trockneten (das dauert ungefähr eine Stunde) habe ich dann die Muster gefertigt. Mir waren dieser Tage beim frühjährlichen Aufräumen ein paar Bogen selbstklebende Drucker-Etiketten vor die Füße gefallen – wunderbar um daraus Muster zum Aufkleben zu fertigen. Mit Bleistift und Geodreieick vorgezeichnet und dann mit dem Cutter geschnitten – achtet dabei darauf, dass Ihr mit dem Cutter nur die Papierschicht und nicht die untere Folie durchtrennt, dann lässt sich das Ganze später deutlich einfacher von der Folie ziehen. Ich hab ein paar Versuche gebraucht, um das zu merken. Die Punkte hab ich übrigens einfach mit dem Locher gestanzt, geht prima, nur das Abziehen war dann ein wenig fummelig, der Cutter hat dabei aber ganz gut geholfen. Das Aufkleben auf die Eier ist anschließend ganz einfach, vor allem wenn man, wie ich, nicht zu hohe Ansprüche an die Genauigkeit stellt – mir gefällt das etwas Unregelmäßige ganz gut, kann so bleiben.

Ostereier mit Acrylfarbe bemalen

Die fertigen Eier sind jetzt übrigens erst mal wieder in den Eierkarton gewandert, denn was die Deko betrifft, bin ich ein bisschen eigen: Osterdeko gibt’s bei mir erst an Ostern und nicht schon vorher (Wobei…, gerade werde ich selbst ein wenig schwach, mal gucken, wie lange ich durchhalte, sind ja immerhin noch 10 Tage bis Ostern)

Und Ihr, habt Ihr schon gebastelt (ääähm, sorry, ich meine Euer Oster-DIY-Projekt gestartet) oder gar schon fertig dekoriert? Sucht Ihr noch Inspirationen oder habt gar selbst gute Tipps für eine wunderhübsche Osterdeko?

16. März 2015
von mecki
14 Kommentare

Super einfach einen eigenen Font erstellen

Das hier stand schon länger auf meiner To-do-Liste. Dieser Blogartikel katapultierte mich schlagartig ins Architekturstudium – 1. Semester zurück. Wochenlang durften wir Texte in Druckbuchstaben verfassen und dabei unsere Handschrift schulen. Grundbedingung für eine erfolgreiche Tätigkeit als Architekt/-in scheint eine gute Handschrift und dies immer und ausschließlich in Druckbuchstaben und Großschreibung  zu sein. Führt dazu, dass alle Architektenschriften ziemlich gleich aussehen, geklont sozusagen, achtet mal drauf :-)

eigenen font aus handschrift erstellen

Die Idee aus der eigenen Schrift einen Computer-Font zu machen, gefiel mir ausgesprochen gut und so wanderte sie auf meine Liste der Dinge, die ich irgendwann mal ausprobieren möchte. Und heute hab ich mir endlich die Zeit genommen. Hätte ich mal vorher geahnt, wie leicht das ist und wie schnell das geht, dann wäre sicher schon viel früher was draus geworden. Habt Ihr auch Lust? Ich hab Euch eine kurze Anleitung geschrieben, selbstverständlich in meinem neuen Font :-). Hier geht’s lang, wenn Ihr direkt loslegen möchtet.

 

4. März 2015
von mecki
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Wie aus einem einfachen Lampenschirm ein echter Hingucker wird

Wenn Ihr hier schon länger mitlest, wisst Ihr ja, dass ich zwar leidenschaftlich gerne Dinge entwerfe, die handwerkliche Umsetzung aber aus gutem Grunde dem Herrn fein & raum überlasse – ich nenne 2 linke Hände mein eigen, war schon immer so, wird sich wohl auch nicht mehr ändern. Um so mehr freue ich mich, dass ich Euch heute hier ein kleines DIY-Projekt zeigen kann, dass ich doch tatsächlich von A bis Z selbst und ganz alleine durchgezogen habe :-). War aber auch wirklich ganz einfach, Ihr werdet sehen: die Umsetzung ist kinderleicht.

Lampenschirm DIY einfach

Die Stehlampe von Habitat ziert unser Wohnzimmer schon länger. Ich mag sie unheimlich gerne mit ihrem schlichten Eichenholz-Ständer – wer, wie ich, in den 70-er und 80-er Jahren Kind war, kennt wahrscheinlich noch diese grausigen Stehlampen mit geschnörkeltem Eiche-Rustikal-Ständer und einem Lampenschirm in beige mit einem Musterstreifen in Brauntönen – kennt Ihr, oder? Grausig! Diese Neuinterpretation der guten alten Stehlampe gefällt mir dafür um so besser. Da aber hin und wieder ein wenig Veränderung gut tut und ich, wie Ihr wisst, ja nicht so gerne Neues kaufe, hab ich mir ein einfaches DIY zum Lampenschirm-Pimpen ausgedacht. Und das ganze ist auch noch reversibel, das heißt ab sofort gibts hier nun statt Jahreszeitendeko, Jahreszeitentischen, Jahreszeitenkränzen oder was man sonst noch so alles jahreszeitlich schmücken kann, Jahreszeitenlampenschirme :-)

So jetzt aber, Ihr wollt das DIY?

Lampenschirm DIY Material

Ihr braucht: einen einfachen Lampenschirm (meiner ist von Droom, schöne und günstige gibts aber zum Beispiel auch bei Ikea), Goldpapier, einen Cutter oder eine Schere und den richtigen Kleber (dazu unten noch mehr).

Ich habe mir dann erst mal in Illustrator verschiedene Muster gezeichnet – wobei bei dem sehr einfachen Muster das ich letztendlich gewählt habe, wäre sicherlich kein Illustrator nötig gewesen – so habe ich jetzt aber schon mal einen Vorrat an Muster, auf die ich zurückgreifen kann. Mein Streifenmuster habe ich dann einfach direkt auf das Goldpapier aufgezeichnet und die Streifen mit dem Cutter ausgeschnitten – bis hierhin war alles super einfach. Wer ein komplizierteres Muster verwendet: Vorlage ausdrucken, auf Goldpapier aufkleben und ausschneiden.

Lampenschirm DIY Muster

Da ich ja wie gesagt öfter mal Muster-switchen will, hab ich mir einen non-permanent Kleber gekauft. Stolperstein Nummer 1: Ich hab gefühlt 100 Schreibwarenläden abgeklappert, bis ich diese praktischen Kleberoller in non-permanent gefunden hatte. Meiner war von Tesa. So konnte ich also endlich loslegen und Streifen kleben – ging auch ganz wunderbar, bis ich 2 Stunden später mit der Kamera anrückte um mein Wunderwerk zu fotografieren. Uuuups (Stolperstein Nummer 2…), die Hälfte der güldenen Streifen hatte sich bereits wieder abgelöst. Na prima! Also wieder los, anderen Kleber besorgen. Mit den Pritt-Kleberollern hatte ich bereits vorher die Erfahrung gemacht, dass die auch in non-permanent bestens halten, also musste diesmal so einer her – Tesa kann ich für die Kombi Lampenschirm-Goldpapier nicht empfehlen, von Uhu gibt’s auch was Ähnliches, da weiß ich nicht, ob’s funktioniert. Nun bin ich ja nicht die geduldigste und Arbeiten zweimal machen gehört ganz sicher nicht zu meinen Stärken… Ich hab mich aber durchgebissen, wenngleich Variante 2 nicht mehr ganz so penibel genau ausgerichtet und geklebt ist, wie das noch beim ersten Mal der Fall war. Seht Ihr mir nach, oder? Jetzt nach 5 Tagen zeigt übrigens auch der Prittkleber erste kleine Ausfallerscheinungen – wer sich also für EIN Muster entscheiden kann und nicht die super-flexible-alle-Jahreszeiten Lösung sucht, dem empfehle ich dringen, die permanent-Variante des Klebers zu nehmen!

Lampenschirm DIY einfach Lampenschirm DIY einfach

Das Ergebnis

Kann sich sehen lassen, finde ich :-). Im Hellen ahnt man nur ein ganz zartes Muster, tanzende Streifen, weiß auf hellweißem Hintergrund. Brennt die Lampe dann, zeichnet sich das Muster ganz deutlich und in hohem Kontrast ab und von innen gibts einen warmen güldenen Schein. Meine Leuchte ist bis jetzt noch mit einer Glühbirne bestückt (ich schmeiß nix weg, was noch funktioniert…), aber wenn denn irgendwann mal eine LED reinkommt, deren Lichtfarben ich nach wie vor nicht so richtig gelungen finde, verspreche ich mir von dem reflektierenden Gold auch ein wenig wärmeres Licht.

Lampenschirm DIY einfach Lampenschirm DIY einfach

Das Fazit meiner (endlich einmal) gelungenen DIY-Aktion: Super einfach, kriegt jeder hin und aus einem einfachen schlichten weißen Lampenschirm wird ruckzuck ein echter Hingucker.

 

2. März 2015
von mecki
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Blau – das Internet ist ein seltsames Ding

Ich bin ja so ein kleiner Zahlen- und Statistik-Junkie und daher ist Google-Analytics eines meiner Lieblingsspielzeuge im Bloggerleben :-). Als ich am Freitag Nachmittag kurz dort vorbei surfte um einen Blick auf meine tägliche Statistik zu werfen, staunte ich nicht schlecht: Meine Nutzerzahlen waren im Vergleich zu einem normalen Tag um mehr als 300% gestiegen. Mein erster Gedanke: da isser nun also endlich, der große Durchbruch für meinen Blog, Job kann ich kündigen (ööh, bin ja eh Freiberufler) und künftig vom Bloggen leben, klar, oder? Naja, in Wirklichkeit gehöre ich eher zur Spezies Realist und war daher vielmehr ein wenig irritiert ob dieses sprunghaften Anstiegs meiner Leserzahlen (nicht, dass ich mich nicht gefreut hätte :-). Aber bei Google-Analytics sehe ich ja nicht nur, wie viele Menschen meine Website besuchen sondern auch über welchen Link sie zu mir kommen und welche meiner Seiten sie besuchen. Und siehe da, über 70% kamen über die Google Bildersuche und lasen den Artikel Blau und die Lösung für einen Raum.

Die Farbe Blau

Aha, seltsam, da hat mich also, von jetzt auf gleich, Google zur Fachfrau in Sachen Blau erkoren oder wie jetzt? Oder ist heute Tag des Blau – gibt ja alles vom Tag der Katze bis zum Tag der Blockflöte, warum nicht auch ein Tag des Blau? Ich also mal kurz selbst gegoogelt: „blau“. Und was spuckt mir die geliebte Suchmaschine aus? … #dressgate. Aaaargh, dieses Bildchen, überbelichtet und mit miesem Weißabgleich von einem durchschnittlichen Kleidchen war bereits früher am Tag fast unbeachtet durch meine Facebook-Timeline gerauscht und ich hatte nur kurz gedacht: Äääh, schon interessant, über was die Welt so diskutiert….

Aber nicht nur diskutiert wurde in den Weiten des Netzes heiß darüber – Nein, das Thema war anscheinend so spannend, dass eine nicht kleine Anzahl von Menschen sich auf die Suche nach weitergehenden Informationen zur Farbe Blau machte – und von Google ohne Umweg in mein blaues Schlafzimmer geschickt wurde. Und am Samstag war der Spuk dann wieder vorbei – meine Besucherzahlen pendelten sich auf Normalmaß ein, ich hatte meine Jobs (Aufträge) zum Glück noch nicht gekündigt und den Traum vom großem Durchstarten als Millionär-Blogger habe ich erst mal wieder begraben ;-))).

Aber ist das nicht kurios? Da googelt plötzlich die halbe Netzwelt nach Blautönen (so wohl das keyword) weil irgendein schlecht fotografiertes Bildchen die Runde macht und alle landen sie bei mir im Schlafzimmer? Ich glaube, das Thema SEO sollte ich mir mal ganz dringend vornehmen :-)

Habt Ihr Euch auch den Kopf zerbrochen über das Kleid und seine Farbe? Oder bloggt Ihr ebenfalls und habt schon mal lustige Googletreffer für Euern Blog bekommen?

26. Februar 2015
von mecki
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Die 6 besten Tipps zum Thema Material

Du möchtest gerade ein neues Möbelstück kaufen, Dein Wohnzimmer braucht eine Frischzellenkur, Du ziehst um und renovierst Deine neue Wohnung oder hast Du gar kürzlich einen Kaufvertrage unterschrieben und demnächst wird gebaut? Bei all diesen Dingen gibt es Entscheidungen zum Material zu treffen. Um Dir diese Entscheidungen ein bisschen zu vereinfachen, habe ich heute meine 6 besten Tipps zum Thema Material zusammengestellt. Vielleicht kann ich Dich ein bisschen inspirieren.

1. Wähle Materialien, die in Würde altern

Holz ist zum Beispiel so ein Klassiker: es wird im Laufe der Jahre tatsächlich schöner. Macken erzählen Geschichten vom Gebrauch, Lichteinfall sorgt dafür, dass das Holz über die Jahre etwas nachdunkelt und so sehr warm und natürlich aussieht. Ein Boden aus Holz – Dielen oder Parkett, ist echt eine Anschaffung für’s Leben (und damit oftmals auf lange Sicht günstiger als ein vermeintlich billiges Material). Aber auch ein „kaltes“ Material, wie zum Beispiel Edelstahl als Küchenarbeitsplatte, verträgt durchaus ein paar Schrammen und hält mit ein bisschen Pflege viele viele Jahre. Wohingegen eine Küchenarbeitsplatte aus Pressspahn mit Beschichtung schnell unansehnlich wird – sind erst einmal die ersten Macken drin, kann Wasser eindringen und die Platte quillt auf.

Zusammengefasst kann man sagen: je natürlicher und weniger verarbeitet ein Material ist, desto besser die Chancen, dass es in Würde altert. Bevor Du eine Entscheidung triffst, guck Dir ein Material an, wenn es schon mal jahrelang in Gebrauch war.

Material in würde altern

2. Wähle „ehrliche“ Materialien

Plastik, das so tut als wäre es Holz? Irgendwie blöd, oder? Eine Küche oder ein Möbelstück, dass aus Pressspan mit einer Plastikauflage gefertigt wird, ist ja an sich nicht per se etwas Negatives. Aber warum muss es etwas vorspiegeln, was so gar nicht ist und uns mit aufwendiger Fototechnik ein Material vorgaukeln, aus dem es gar nicht besteht? Keine gute Idee! Man spürt immer (mindestens unbewusst), dass hier irgendwas nicht stimmt – nicht nur die Optik ist irgendwie nicht „echt“, auch die Haptik (wie fühlt sich ein Material an?) oder sogar der Geruch (ein echter Linoleumboden hat zum Beispiel einen ganz feinen Geruch nach Leinöl, wie gut Holz riecht, wisst Ihr sicher auch) und der Klang (beim Darüber laufen zum Beispiel) machen einen Unterschied. Dass man mit Plastik auch ganz selbstbewusst umgehen kann, haben Ray und Charles Eames mit Ihrem Plastic-Side-Chair schon vor über 60 Jahren gezeigt –  ein toller Stuhl, der dazu steht, dass die Sitzfläche aus Plastik ist.

Fazit: wenn Du Plastik möchtest, nehme Plastik! Wenn Du Holz möchtest, nehme Holz! Wenn Du Stein möchtest, nehme Stein! An Materialien, die „ehrlich“ sind, wirst Du Dich nicht satt sehen und jahrelang daran Freude haben

3. Spiele mit Materialkontrasten

Du kannst die Wirkung von Materialien noch steigern, in dem Du Ihnen einen Kontrast entgegen setzt. Holz ist warm und ein bisschen edel – noch besser kommt es im Zusammenspiel mit einem kalten und rauhen Material zur Geltung: Stell Dir zum Beispiel ein Holzmöbel oder einen Holzboden vor einer Sichtbetonwand vor, schön! Oder Holz mit Metall. Oder Hochglanzlack mit Beton. Oder weicher Stoff mit Stein. Oder….., Du hast bestimmt noch eigene Ideen.

Materialkontraste Holz Beton

4. Finde Deine eigenen Vorlieben

Als wir vor ein paar Jahren umzogen und eine neue Küche her musste, wimmelte es in jedem Küchenstudio und Möbelhaus nur so von den Farben Magnolie, Vanille und Crème (alle 3 eigentlich das Gleiche) – mal abgesehen davon, dass mir die Farbe ohnehin nicht so besonders gut gefiel, beschlich mich das Gefühl, dass noch 20 Jahre später jeder meine Küche genau auf das Jahr 2010 zurückdatieren könnte – einfach weil anscheinend 95% der Küchen 2010 in genau diesem Farbton verkauft wurden, so was macht mich immer ein bisschen misstrauisch. Denn lasse ich mich bei der Material- (oder Farb-) wahl davon leiten, was gerade angesagt ist, ist die Gefahr natürlich groß, dass ich es 5 Jahre später, wenn der Trend plötzlich eine Kehrtwendung macht, einfach nicht mehr sehen kann. Gelingt es mir aber, meine eigenen Vorlieben zu finden und einen wirklich eigenen Stil zu entwickeln, werde ich meine Einrichtung, meinen Boden, meine Wände wahrscheinlich auch in vielen Jahren noch mögen. (Unsere Küche ist damals übrigens Mausgrau geworden :-)

Versuche also, unabhängig vom jeweiligen Trend, rauszufinden, was Dir wirklich gefällt, was zu Dir persönlich passt! Das ist natürlich nicht immer ganz einfach, lohnt sich aber auf jeden Fall.

5. Achte auf die Funktion

Dazu gehört auch, zunächst einmal zu überlegen, ob ein Material überhaupt eine Funktion hat. Eine Tapete, mit einem hübschen grafischen oder verspieltem Muster hat zum Beispiel die Funktion, Deine Wand zu verschönern, diese Funktion erfüllt sie bestens. Und eine Rauhfasertapete? Mmmmh, fällt Dir eine Funktion ein? Mir ehrlich gesagt nicht. Rauhfaser ist so ein Material, das eigentlich gar keine Funktion hat – also kann ich es auch weglassen (und dann feststellen, dass die verputzte Wand um ein vielfaches schöner ist). Ich hab übrigens schon diverse Vermieter davon überzeugen können, dass Rauhfaser mal so gar nicht nötig ist und bekam daraufhin jedesmal die offizielle Genehmigung, sie mühsam von der Wand abzukratzen :-). Hat sich aber gelohnt! Hat ein Material eine Funktion, ist es wichtig, darauf zu achten, dass es diese Funktion auch erfüllt. Du willst zum Beispiel Vorhänge im Schlafzimmer? Überlege Dir, welche Funktion sie erfüllen sollen? Sollen sie lediglich einen Sichtschutz bieten und die Morgensonne trotzdem durchscheinen lassen? Oder sollen Sie das Schlafzimmer so abdunkeln, dass Dir die Sonne Morgens nicht ins Gesicht knallt und Du in Ruhe ausschlafen kannst?  Was ist Dir bei Deinem Esstisch wichtig? Soll er unempfindlich für die verschiedensten Aktivitäten herhalten? Dann nimm zum Beispiel Holz, das hält einiges aus und wird dabei immer schöner (siehe Punkt 1). Oder soll er filigran daherkommen und möglichst luftig wirken und alles andere ist nicht so wichtig? Dann ist vielleicht ein Glastisch das richtige für Dich.

Funktion ist sehr vom jeweiligen Nutzer abhängig, überlege Dir daher vorher, was Deine persönlichen Ansprüche an ein Möbel usw. sind.

Material Funktion Vorhang Teppich Tapete

6. Lass Dich inspirieren

Inspiration ist toll, vor allem wenn es darum geht, eingefahrene Denkmuster zu durchbrechen und ganz eigene Ideen zu entwickeln. Du kannst natürlich auf Blogs, auf Instagramm oder Pinterest viele viele Inspirationen finden. Ich persönlich liebe es, mich in Baumärkten inspirieren zu lassen. Von Materialien und Bauteilen, die ich dann in ganz andere Zusammenhänge setze. So kann zum Beispiel ein einfaches Sperrholz, versehen mit einer feinen Weißlasur aus verdünntem Acryllack zu einem tollen Möbelmaterial werden. Oder die OSB-Platte wird, statt irgendwo unsichtbar im Wandaufbau zu verschwinden, zum Bodenbelag.

Gehe einfach mit offenen Augen durch die Welt (die virtuelle und die reale) und Du wirst viele Ideen finden und entwickeln, wie Du Materialien, vielleicht auch ganz unkonventionell, einsetzen kannst.

28. Januar 2015
von mecki
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Hilfe – ich bin geklont!

Zugegeben, die Überschrift ist ein wenig boulevard-journalistisch. Denn eigentlich bin es nicht ich, die geklont wurde, sondern mein Blog und außerdem wäre mittlerweile eher (glücklicherweise) die Vergangenheitsform angebracht.

Aber von vorne: Als im letzten Herbst immer wieder Artikel auf Blogs erschienen, die vor Blogklau, geklonten und gespiegelten Blogs warnten, wurde auch ich hellhörig. Damals betraf das viele deutsche Blogs, die mit exakt gleichem Namen aber anderer TL-Domain also zum Beispiel .com oder .net im Internet auftauchten und deren Inhalt, bis auf das leicht geänderte Impressum, exakt mit dem eigentlichen Blog übereinstimmten. Also ein klarer Fall von Betrug, der Inhalt wird „einfach“ gespiegelt, das dahintersteckende Geschäftsmodell ist vermutlich Geld mit Werbung, zum Beispiel Affiliate-Links zu verdienen.

geklonter Blog Betrug

Als ich damals überall davon las, kontrollierte ich natürlich auch sofort, ob es fein & raum mit einer weiteren Endung gibt, war zum Glück Fehlanzeige. Allerdings sah ich damals bei der Domain-Abfrage, dass die Adresse feinundraum.com bei godaddy (wo auch alle anderen Fakeblogs registriert waren) bereits reserviert war – kein gutes Zeichen! So testete ich seit dem immer mal wieder diese Adresse und stellte erfreut fest, das mein Blog bislang wohl verschont blieb.

Klon-Alarm und die Lösung

Und dann googelte ich letzte Woche nach irgendetwas ganz anderem und stieß völlig zufällig auf die Adresse feinundraum.aaptholidays.com – mir schwante nichts Gutes. Ja, und tatsächlich verbarg sich hinter dieser ominösen Adresse ein 1:1 Klon (bis auf Impressum und Sidebar-Links) meines Blogs. Puuuh, was tun? Ich googelte mir zunächst jede Menge Informationen zusammen (ich verlinke Euch die, der besseren Übersicht halber am Ende des Artikels) und stellte dabei unter anderem fest, dass unter der Domain aaptholidays.com wohl noch weitere Subdomains mit vermutlich geklonten Blogs existieren, unter anderem stolperte ich über den Blog einer Bloggerfreundin, die ich direkt anmailte (geteiltes Leid ist halbes Leid :-). Mit den ergoogelten Informationen setzt ich mich dann Abends mit dem Herrn fein & raum zusammen, der kann nämlich nicht nur Möbel bauen, sondern zähmt im wahren Leben bits und bytes. Und ganz ehrlich: Ich mach an meinem Blog gerne alles selbst und scheue mich auch nicht, mal in (un-)gesundem Halbwissen in meinem CSS oder HTML-Code rumzuwerkeln, wenn es aber um php und .htaccess und ähnliches geht, lass ich eher lieber die Finger davon – zumal das natürlich sehr verlockend ist, wenn man den Fachmann neben sich hat. Nach der untenstehenden Anleitung schaffte der Herr fein & raum es jedenfalls binnen 10 Minuten, die IP-Adresse des Klons auszusperren, sehr gut!

Warum schreibe ich diesen Artikel? Viele von Euch werden seit der Klonwelle im letzten Jahr sicher regelmäßig kontrollieren, ob der eigene Blog unter .com oder .net geklont ist, das geht ja schnell und einfach. Da die neueste Masche dieser Kriminellen aber das Verwenden von Subdomains – ob nur unter aaptholidays.com oder ob es weitere gibt, weiß ich nicht – ist, ist es derzeit sicher angeraten, auch in der Richtung die Augen offen zuhalten und entsprechend Google zu bemühen.

Ich bin super froh, dass das Problem bei mir erst einmal schnell und erfolgreich gelöst ist. Dennoch finde ich es aber sehr traurig, dass es überhaupt Menschen gibt, die so was machen – aber ändern lässt sich das wohl nicht. Ich drücke Euch die Daumen, das Ihr nicht betroffen seid und falls doch, gibt es hier ein paar Links:

Checkdomain: Hintergrundinfos, whois-Abfrage und Domaincheck

seiten-wechsel.org: noch mehr Hintergrundinfos und workaround zur Problemlösung

niedblog.de: Anleitung zur Problemlösung, nach der wir vorgegangen sind

22. Januar 2015
von mecki
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Ein erster kleiner Frühlingsbote

Heute zeige ich Euch ein kleines -mehr oder weniger – Zufallsprodukt. Ja, der Zufall ließ mich einerseits über den kleinen Ikea-Ribba-Bilderrahmen stolpern – der lag hier noch in irgendeiner Ecke, gekauft für ein dann nie umgesetztes DIY-Projekt, von dem ich ehrlich gesagt schon gar nicht mehr weiß, was es war. Andererseits brachte der Zufall mir eine Rolle Goldpapier, die für ein weiteres DIY-Projekt angeschafft wurde, auf das sich selbst total gespannt bin -dieses wartet noch auf seine Umsetzung, die aber sicher kommt und dann hier präsentiert wird. Mehr verrate ich dazu noch nicht, lasst Euch überraschen.

Tulpen Collage DIY

Und dann war da noch die Sache mit dem Frühling und den Tulpen. Ersteren erwarte ich sehnsüchtig, letztere sehe ich grade quer durch alle Blogs rauschen. Ich liebe Tulpen, aber irgendwie ist es mir gerade noch ein wenig zu früh, welche zu kaufen, da geht’s mir genauso wie mit Erdbeeren, Spargel, Tomaten usw..

Jetzt habe ich mir, um das Warten auf den Frühling ein wenig zu verkürzen, einfach ein paar Tulpen selbst gebastelt – das geht definitiv zu jeder Jahreszeit –  und damit endlich den kleinen Bilderrahmen weiterverwertet. Die Tulpen hab ich dazu erst in Ilustrator gezeichnet, ausgedruckt und auf das Goldpapier aufgeklebt und dann ausgeschnitten und wiederum auf eine weiße Pappe geklebt – wenn Ihr ein bisschen geschickter mit der Schere seit als ich, geht es aber sicher auch ganz ohne ausgedruckte Vorlage.

Und jetzt darf die Sonne sich gerne mal ein wenig blicken lassen, um die Vorfrühlingsgefühle perfekt zu machen.

19. Januar 2015
von mecki
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Ein kleiner aber feiner Schreibtisch

Heute gibt’s endlich mal wieder was aus der Ecke „Möbelentwürfe aus dem Hause fein & raum„. Der kleine Schreibtisch, den ich Euch nun zeige ist zwar nicht neu, aber er hat’s dennoch verdient, hier einen Auftritt zu bekommen.

Schreibtisch aus Birke Multiplex selbstgebaut

Der Entwurf

Entstanden ist der Entwurf als wir in unsere letzte Wohnung eingezogen waren. Die war noch nicht so wahnsinnig groß und so sollte (oder musste) der Schreibtisch des Herrn fein & raum im Wohnzimmer Platz finden. Das heißt er musste unbedingt 2 Bedingungen erfüllen: Besonders hübsch aussehen (schließlich guckt man auf so einen Wohnzimmer-Schreibtisch ständig, was nicht heißt, dass ein Arbeitszimmer-Schreibtisch hässlich sein soll…) und klein sein (denn der Wohnraum war auch ohne Schreibtisch nicht wirklich riesig).

Und so ist dann dieser kleine Tisch entstanden. Sehr zurückhaltend ist er – dadurch, dass er fast aus einem einzigen Material (Birke-Multiplex, logo) besteht und sich Tischplatte und Korpus ganz natürlich auseinander entwickeln. Seine Leichtigkeit aber auch Dreidimensionalität bezieht er aus der freistehenden Ecke am linken Rand, die finde ich nach wie vor richtig gelungen. Er misst übrigens wirklich nur 60*120 cm, also nix um riesige Bücherberge anzuhäufen, dafür wirkt er aber auch in kleinen Räumen schön filigran.

Schreibtisch aus Birke Multiplex selbstgebaut

Die Ausführung

Tja, damals gab’s hier noch keine Werkstatt und so habe ich den Tisch vom Schreiner bauen lassen, was dieser mit absoluter Perfektion gemacht hat. Das Material ist wie gesagt Birke Multiplex und zwar ein sehr hochwertiges – da gibt’s große Unterschiede und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es gerade bei Birke nicht immer ganz leicht ist ein wirklich gutes zu bekommen (falls Ihr mal danach sucht, ein kleiner Tipp: fragt nach Birkoplex, daraus sind meine Kerzenständer gemacht, das Zeug ist wirklich richtig gut). Die Oberfläche ist geölt – für mich immer wieder die schönste Möglichkeit, Holz zu behandeln und ihm seine Natürlichkeit und seinen feinen Glanz zu lassen.

Schreibtisch aus Birke Multiplex selbstgebaut

Und nun?

Nun musser raus, der Schreibtisch. Bei unseren Umzugsaktionen, erst von Wohnung in Haus und dann auch noch innerhalb des Hauses war er leider irgendwann überflüssig. Aber er ist natürlich viel viele zu schade, um einfach in einer Ecke zu verkommen. Und so kommt mir die Tauschbörse auf So leb ich (die nicht nur zum Tauschen sondern auch zum Verkaufen da ist) gerade recht und ich hoffe, dort einen Käufer zu finden, der gutes Design zu schätzen weiß und sich noch viele Jahre an meinem kleinen feinen Schreibtisch erfreuen kann. Jedenfalls hab ich ihn heute aus seiner Ecke befreit und vor der blauen Schlafzimmerwand nochmal ins rechte Licht gerückt. Und vielleicht liest ja auch hier jemand mit, der Interesse hat, ich freue mich über jede Anfrage.