14. Februar 2016
von mecki
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Ein kleiner Hauch von Frühling und ein bisschen Veränderung

Die ersten Tulpen – fast ersetzen sie die fehlende Sonne, lassen den Frühling erahnen, bringen Licht ins dunkle kalte Grau dieser Tage. Da konnte ich nicht widerstehen und musste direkt zwei mal zuschlagen: einmal in weiß – mein immer währender Favorit – und einmal in blassrosa.

Tulpen - Frühlingsboten

Und zeitgleich mit dem ersten Frühlingshauch setzt die Lust auf Veränderung ein. Sideboard und Bauhaus-Memory, von Anfang an symmetrisch aneinander ausgerichtet, wagen die Trennung und ergänzen sich künftig in asymmetrischer Spannung. Auf dem Foto nur zu erahnen – mehr gaben Licht und Drumherum nicht her. Noch ungewohnt, entsteht schon eine neue Leichtigkeit, weg von der starren, engen Symmetrie, hin zu einem spielerischen Miteinander der einzelnen Komponenten.

Sideboard mit Tulpen und Bauhausmemory

Und so freue ich mich nun, über ein bisschen Neues im Esszimmer – ganz ohne Neuanschaffungen, denn die fallen mir, beim ohnehin vorhandenen Überfluss, immer schwerer. Und der Frühling, der kommt bestimmt auch noch!

tulpen_mit Bauhausmemorie

4. Mai 2015
von mecki
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Aus der Mitte

Über Symmetrie und meine Gedanken dazu habe ich ja hier schon einmal ausführlich berichtet. Seit Anton bei uns eingezogen ist, stand er fein und brav symmetrisch unter dem Bild am Treppenaufgang. Dass er nun seinen Platz in der Mitte verlassen hat, ist einem Zufall zu verdanken  (der Herr fein & raum verschob ihn beim Staubsaugen und anders als ich neigt er nicht dazu, direkt alles wieder aufzuräumen :-). Ein glücklicher Zufall, wie ich finde. Denn das Ausscheren aus der statischen Symmetrie bringt Spannung mit sich, das gefällt mir. Und ganz nebenbei, ohne Aufwand, ohne Neuanschaffung, ohne große Überlegungen, gibt es eine neu gestaltete Ecke im Zuhause, an der das Auge hängen bleibt, sich erfreuen kann.

Asymmetrie bringt spannung

29. März 2015
von mecki
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Weiß oder unverhoffte Putzorgien

Gestern hab ich hier die Überhausfrau gegeben und da das nur alle Jubeljahre einmal vorkommt (gibt es wirklich Menschen, die GERNE putzen?) muss ich Euch jetzt einfach kurz unser strahlend weißes, frühlingsfrisches Schlafzimmer zeigen. Ihr glaubt ja gar nicht, wie grau Gardinen einfach nur so vom Rumhängen werden können, aber jetzt nicht mehr, jetzt sind sie weiß und duften und machen einen auf Frühling. Und alles andere ist auch geputzt, geschrubbt und glänzt ganz frühlingsfrisch. Und neue weiße Bettwäsche hab ich auch – die alte von Ikea verabschiedete sich neulich mit einem fetten Riss, immerhin hatte sie 7 Jahre durchgehalten, gar nicht mal so schlecht. Diesmal hab ich mir feinste Bio-Baumwolle gegönnt – so von wegen ökologisches Gewissen …., beim Auspacken stellte ich aber fest, dass die Bezüge echt dünn sind, werden wohl keine 7 Jahre halten – was ist denn dann eigentlich nachhaltiger: Bettwäsche die lange hält aber konventionell gefertigt ist oder Bio-Bettwäsche, die ich nach 3 Jahren vermutlich entsorgen muss? Ich finde solche Fragen ja immer ganz spannend, weiß aber auch keine wirkliche Antwort. Aber eigentlich wollte ich Euch ja nur kurz einen Frühlingsblick ins Schlafzimmer zeigen und ein bisschen mit meinen Überhausfrauputzorgien angeben – die wollen schließlich gewürdigt werden, bis zum nächsten Schub wird’s vermutlich mindestens 7 Jahre dauern.

strahlend weißes Schlafzimmer

26. Februar 2015
von mecki
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Die 6 besten Tipps zum Thema Material

Du möchtest gerade ein neues Möbelstück kaufen, Dein Wohnzimmer braucht eine Frischzellenkur, Du ziehst um und renovierst Deine neue Wohnung oder hast Du gar kürzlich einen Kaufvertrage unterschrieben und demnächst wird gebaut? Bei all diesen Dingen gibt es Entscheidungen zum Material zu treffen. Um Dir diese Entscheidungen ein bisschen zu vereinfachen, habe ich heute meine 6 besten Tipps zum Thema Material zusammengestellt. Vielleicht kann ich Dich ein bisschen inspirieren.

1. Wähle Materialien, die in Würde altern

Holz ist zum Beispiel so ein Klassiker: es wird im Laufe der Jahre tatsächlich schöner. Macken erzählen Geschichten vom Gebrauch, Lichteinfall sorgt dafür, dass das Holz über die Jahre etwas nachdunkelt und so sehr warm und natürlich aussieht. Ein Boden aus Holz – Dielen oder Parkett, ist echt eine Anschaffung für’s Leben (und damit oftmals auf lange Sicht günstiger als ein vermeintlich billiges Material). Aber auch ein „kaltes“ Material, wie zum Beispiel Edelstahl als Küchenarbeitsplatte, verträgt durchaus ein paar Schrammen und hält mit ein bisschen Pflege viele viele Jahre. Wohingegen eine Küchenarbeitsplatte aus Pressspahn mit Beschichtung schnell unansehnlich wird – sind erst einmal die ersten Macken drin, kann Wasser eindringen und die Platte quillt auf.

Zusammengefasst kann man sagen: je natürlicher und weniger verarbeitet ein Material ist, desto besser die Chancen, dass es in Würde altert. Bevor Du eine Entscheidung triffst, guck Dir ein Material an, wenn es schon mal jahrelang in Gebrauch war.

Material in würde altern

2. Wähle „ehrliche“ Materialien

Plastik, das so tut als wäre es Holz? Irgendwie blöd, oder? Eine Küche oder ein Möbelstück, dass aus Pressspan mit einer Plastikauflage gefertigt wird, ist ja an sich nicht per se etwas Negatives. Aber warum muss es etwas vorspiegeln, was so gar nicht ist und uns mit aufwendiger Fototechnik ein Material vorgaukeln, aus dem es gar nicht besteht? Keine gute Idee! Man spürt immer (mindestens unbewusst), dass hier irgendwas nicht stimmt – nicht nur die Optik ist irgendwie nicht „echt“, auch die Haptik (wie fühlt sich ein Material an?) oder sogar der Geruch (ein echter Linoleumboden hat zum Beispiel einen ganz feinen Geruch nach Leinöl, wie gut Holz riecht, wisst Ihr sicher auch) und der Klang (beim Darüber laufen zum Beispiel) machen einen Unterschied. Dass man mit Plastik auch ganz selbstbewusst umgehen kann, haben Ray und Charles Eames mit Ihrem Plastic-Side-Chair schon vor über 60 Jahren gezeigt –  ein toller Stuhl, der dazu steht, dass die Sitzfläche aus Plastik ist.

Fazit: wenn Du Plastik möchtest, nehme Plastik! Wenn Du Holz möchtest, nehme Holz! Wenn Du Stein möchtest, nehme Stein! An Materialien, die „ehrlich“ sind, wirst Du Dich nicht satt sehen und jahrelang daran Freude haben

3. Spiele mit Materialkontrasten

Du kannst die Wirkung von Materialien noch steigern, in dem Du Ihnen einen Kontrast entgegen setzt. Holz ist warm und ein bisschen edel – noch besser kommt es im Zusammenspiel mit einem kalten und rauhen Material zur Geltung: Stell Dir zum Beispiel ein Holzmöbel oder einen Holzboden vor einer Sichtbetonwand vor, schön! Oder Holz mit Metall. Oder Hochglanzlack mit Beton. Oder weicher Stoff mit Stein. Oder….., Du hast bestimmt noch eigene Ideen.

Materialkontraste Holz Beton

4. Finde Deine eigenen Vorlieben

Als wir vor ein paar Jahren umzogen und eine neue Küche her musste, wimmelte es in jedem Küchenstudio und Möbelhaus nur so von den Farben Magnolie, Vanille und Crème (alle 3 eigentlich das Gleiche) – mal abgesehen davon, dass mir die Farbe ohnehin nicht so besonders gut gefiel, beschlich mich das Gefühl, dass noch 20 Jahre später jeder meine Küche genau auf das Jahr 2010 zurückdatieren könnte – einfach weil anscheinend 95% der Küchen 2010 in genau diesem Farbton verkauft wurden, so was macht mich immer ein bisschen misstrauisch. Denn lasse ich mich bei der Material- (oder Farb-) wahl davon leiten, was gerade angesagt ist, ist die Gefahr natürlich groß, dass ich es 5 Jahre später, wenn der Trend plötzlich eine Kehrtwendung macht, einfach nicht mehr sehen kann. Gelingt es mir aber, meine eigenen Vorlieben zu finden und einen wirklich eigenen Stil zu entwickeln, werde ich meine Einrichtung, meinen Boden, meine Wände wahrscheinlich auch in vielen Jahren noch mögen. (Unsere Küche ist damals übrigens Mausgrau geworden :-)

Versuche also, unabhängig vom jeweiligen Trend, rauszufinden, was Dir wirklich gefällt, was zu Dir persönlich passt! Das ist natürlich nicht immer ganz einfach, lohnt sich aber auf jeden Fall.

5. Achte auf die Funktion

Dazu gehört auch, zunächst einmal zu überlegen, ob ein Material überhaupt eine Funktion hat. Eine Tapete, mit einem hübschen grafischen oder verspieltem Muster hat zum Beispiel die Funktion, Deine Wand zu verschönern, diese Funktion erfüllt sie bestens. Und eine Rauhfasertapete? Mmmmh, fällt Dir eine Funktion ein? Mir ehrlich gesagt nicht. Rauhfaser ist so ein Material, das eigentlich gar keine Funktion hat – also kann ich es auch weglassen (und dann feststellen, dass die verputzte Wand um ein vielfaches schöner ist). Ich hab übrigens schon diverse Vermieter davon überzeugen können, dass Rauhfaser mal so gar nicht nötig ist und bekam daraufhin jedesmal die offizielle Genehmigung, sie mühsam von der Wand abzukratzen :-). Hat sich aber gelohnt! Hat ein Material eine Funktion, ist es wichtig, darauf zu achten, dass es diese Funktion auch erfüllt. Du willst zum Beispiel Vorhänge im Schlafzimmer? Überlege Dir, welche Funktion sie erfüllen sollen? Sollen sie lediglich einen Sichtschutz bieten und die Morgensonne trotzdem durchscheinen lassen? Oder sollen Sie das Schlafzimmer so abdunkeln, dass Dir die Sonne Morgens nicht ins Gesicht knallt und Du in Ruhe ausschlafen kannst?  Was ist Dir bei Deinem Esstisch wichtig? Soll er unempfindlich für die verschiedensten Aktivitäten herhalten? Dann nimm zum Beispiel Holz, das hält einiges aus und wird dabei immer schöner (siehe Punkt 1). Oder soll er filigran daherkommen und möglichst luftig wirken und alles andere ist nicht so wichtig? Dann ist vielleicht ein Glastisch das richtige für Dich.

Funktion ist sehr vom jeweiligen Nutzer abhängig, überlege Dir daher vorher, was Deine persönlichen Ansprüche an ein Möbel usw. sind.

Material Funktion Vorhang Teppich Tapete

6. Lass Dich inspirieren

Inspiration ist toll, vor allem wenn es darum geht, eingefahrene Denkmuster zu durchbrechen und ganz eigene Ideen zu entwickeln. Du kannst natürlich auf Blogs, auf Instagramm oder Pinterest viele viele Inspirationen finden. Ich persönlich liebe es, mich in Baumärkten inspirieren zu lassen. Von Materialien und Bauteilen, die ich dann in ganz andere Zusammenhänge setze. So kann zum Beispiel ein einfaches Sperrholz, versehen mit einer feinen Weißlasur aus verdünntem Acryllack zu einem tollen Möbelmaterial werden. Oder die OSB-Platte wird, statt irgendwo unsichtbar im Wandaufbau zu verschwinden, zum Bodenbelag.

Gehe einfach mit offenen Augen durch die Welt (die virtuelle und die reale) und Du wirst viele Ideen finden und entwickeln, wie Du Materialien, vielleicht auch ganz unkonventionell, einsetzen kannst.

29. Oktober 2014
von mecki
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Ein Plädoyer für Gemütlichkeit in der Küche

Als ich vor nicht allzu langer Zeit diesen Artikel auf einem holländischen Wohnblog las, war mir klar: Ich muss unbedingt einen eigenen Blogartikel dazu schreiben. In besagtem Artikel geht es darum, wie man seine Küche am besten einrichtet um weniger zu essen. Mal abgesehen davon, dass ich ohnehin ganz fürchterlich gerne esse und daher mein Interesse an Tipps, wie ich weniger esse nicht so allzu groß ist (dem ein oder anderen geht es da vielleicht anders, insofern möchte ich den Tipps gar nicht ihre Nützlichkeit absprechen) wurde im Artikel dann aber unter anderem dazu geraten, alle bequemen Sitzmöglichkeiten aus der Küche zu verbannen, damit es nicht so gemütlich wird, dass man sich gerne in der Küche aufhält. Und darum halte ich heute ein Plädoyer für Gemütlichkeit in der Küche, jawohl!

Küchensessel

Die Küche – ein zentraler Wohlfühlort

Als wir seinerzeit über die Raumaufteilung in unserem Häuschen nachdachten war eines gesetzt: Die Küche ist für uns beide ein zentraler Ort, an dem wir gerne unsere Zeit verbringen. Der Klassiker, ein schöner großer Esstisch in der Küche, wollte aber nicht so recht funktionieren: zum einen ließ unsere Küchenplanung nicht mehr wirklich riesig viel Platz für einen großen Tisch, zum anderen wollte ich den Esstisch unbedingt am Kamin platzieren, um möglichst viel von unserem gemütlichen allabendlichen Feuerchen zu haben. Was tun? Irgendwie spukte ziemlich schnell die Vorstellung vom Küchensessel durch meinen Kopf. Ja, Ihr habt schon richtig gehört: Küchensessel. Ich weiß, ist irgendwie ungewöhnlich und vielleicht auch nicht das Erste, das einem zu Küche einfällt, aber warum eigentlich nicht?

Passende Küchensessel müssen her

Der Herr fein & raum war ziemlich schnell von der Idee zu begeistern und so haben wir uns auf die Suche nach passenden Sesseln gemacht. Das dauerte dann, im Gegensatz zur Idee, deutlich länger. Es ist super leicht, einen Sessel zu finden, der einem gefällt – also ich meine EINEM, nicht beiden :-) Und so klapperten wir von Ikea über irgendwelche lokalen Möbelläden bis zu allen erdenklichen Internetshops alles ab – was gab es da für schöne Sachen! Nutzt aber nix, wenn sie immer nur genau einer Hälfte der künftigen Nutzer gefallen…. Aber irgendwann wurden wir dann tatsächlich bei Habitat fündig, kündigten kurzerhand den Besuch bei einer Freundin in Düsseldorf an und nutzten die Gelegenheit, mal noch eben im Vorbeifahren 2 Sessel zu erstehen (OK, eher bestellen, bis zur Lieferung sollte es noch eine Weile dauern)

Küchensessel

Lieblingsplatz für fast Alles

Und so sind sie dann eingezogen, unsere beiden Küchensessel. Und was soll ich sagen? Sie haben sich echt umgehend zum Lieblingsplatz gemausert. Egal ob für uns oder für Besuch. Abends nach der Arbeit: Jacke und Schuhe aus, ab in den Sessel, erst mal einen gemütlichen Kaffee trinken und bisschen vom Tag erzählen. Telefon klingelt: ab in den Sessel und gemütlich quatschen. Der eine kocht, der andere möchte noch bisschen surfen aber trotzdem irgendwie dabei sein: ab in den Sessel. Kochbuch lesen und inspirieren lassen für anschließendes Kochen, geht am besten im Sessel. Und wenn wir Besuch haben? Sitzt im Sessel und guckt uns beim Kochen zu, immer, garantiert! Wenn wir eine kurze Kochverschnaufpause brauchen und uns mit einem leckeren Getränk zum Besuch setzten wollen, werden übrigens kurzerhand die Hocker leergeräumt, kann man auch drauf sitzen, nur nicht so bequem wie auf den Sesseln. Selbst Kids jeglichen Alters okkupieren, wenn sie bei uns sind, als erstes ohne Ausnahme die Sessel, finde ich klasse.

Um noch mal auf den Ausgangspunkt zurückzukommen: Ein gemütlicher Platz zum Sitzen in der Küche ist Gold wert, finde ich. Dass kann, wenn er passt, ein Esstisch sein, muss aber nicht. Sessel sind eine tolle Alternative, übrigens auch ein Küchensofa kann ich mir ganz wunderbar vorstellen. In Schweden gibt es sogar den Begriff Köksoffa, ist zwar eher eine Küchenbank als ein Sofa, aber wohnlich einrichten können sie ja bekanntlich, die Schweden, auch ihre Küchen. Traut Euch, nach ungewöhnlichen Lösungen zu suchen, das kann ganz neue und tolle Einrichtungsideen ergeben. Ich liebäugele übrigens immer mal wieder mit einem Kuhfell für den Boden unter unseren Sesseln. Was meint ihr – machen oder nicht?

Und den Rest der Küche gibt’s dann ganz bestimmt ein anderes Mal zu sehen.

6. Oktober 2014
von mecki
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Vom Heizen mit Holz oder meinem Lieblingsplatz

Unser Esstisch gehört schon deshalb zu meinen Lieblingsplätzen, weil ich einfach zu gerne koche und esse. Aber in der kalten Jahreshälfte wird das ganze noch dadurch gesteigert, dass direkt neben dem Esstisch beinahe allabendlich ein fröhliches Feuer im Kamin prasselt.

Das Kaminholz ist gestapelt (steht übrigens immer noch ;-) und ich warte schon fast darauf, dass die Temperaturen nach unten gehen, so dass endlich angeheizt werden kann. Heute möchte ich Euch aber zunächst ein bisschen was rund um die Planung des Kaminofens erzählen.

Kaminofen Stuv in Trockenbauwand

Das einzige was von Anfang an fest stand war die Lage des Ofenrohres und damit auch des Kamins innerhalb des Raums. Lange haben wir mit einem freistehenden Modell geliebäugelt – doch irgendwie war immer klar “das ist es noch nicht”. Ich weiß nicht mehr, wie viele Meter Skizzenpapier für den Kamin drauf gingen, es waren in jedem Fall einige. Und “plötzlich” war dann diese ganz und gar einfache und schlichte Lösung – und damit das Gefühl “so und nicht anders” da: Ein Kamin, eingebaut in eine Trockenbauwand, die ihn in den Raum einbindet, ihm Halt gibt und auch dem ewig langen Ofenrohr die richtige Proportion verleiht. Zudem entsteht mit der, als Regal ausgebildeten Trockenbauwand, viel nützlicher Raum für Dinge wie Zeitungskorb, Weinregal, Bücher und sonstiges, was man in der Nähe des Esstisches gut brauchen kann.

Kaminofen Stuv in Trockenbauwand

Nachdem ich dann den Kamin mit umgebender Trockenbauwand entworfen hatte, kam der Herr fein & raum auf die Idee, den Kamin über ein Leerrohr in der Trockenbaukonstruktion mit der Außenluft zu verbinden – dies ist gerade in einem ziemlich luftdichten Neubau wirklich genial, da das Feuer so immer ausreichend Luft und damit ein deutlich besseres Abbrennverhalten hat (ich kenne Neubauten, da kann man den Kamin im Prinzip nur bei offenem Fenster betreiben, ist irgendwie blöd im Winter). Es war übrigens nicht ganz einfach, einen Kamin zu finden, der bezüglichen Maßen, Optik, Technik etc. passte – fündig geworden sind wir dann letztlich hier

Ist Euch aufgefallen, dass der Esstisch in der Skizze „verkehrt herum“ steht? Das liegt daran, dass die Skizze in der Entwurfsphase entstanden ist und ich mich später noch um entschieden habe, kann schon mal passieren.

Kaminofen Stuv in Trockenbauwand

Die Idylle rund um den Ofen wird dann noch komplettiert durch unsere Ofenbank. Eine ganze Weile habe ich versucht, dafür ein richtig uraltes Eichenbrett mit Geschichte und so aufzutreiben, bin aber letztendlich nicht fündig geworden. Nun ist es halt eine neue Ofenbank – die Sitzfläche aus Eichenholz haben wir vom Schreiner, die Unterkonstruktion aus weiß-lackierten MDF-Platten hat der Herr fein & raum gebaut. Obendrauf kann man es sich gemütlich machen, unten drunter finden Brennholz, Anzünder und Ascheeimer Platz

Was mich übrigens wirklich freut: der Kaminofen ist nicht nur so ein Wohlfühl-ich mach’s mir kuschelig-Ding sondern bei uns wird richtig geheizt damit. Tagsüber hält die Gasheizung das Häuschen auf konstanten 17°C (wenn ich zuhause arbeite, zieh ich mir halt einen Pullover über) und abends wird der Ofen angeheizt und es ist ruckzuck kuschelig warm in der ganzen Bude – Gasverbrauch und Heizkosten sind spürbar niedriger.

 

24. September 2014
von mecki
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Blau und die Lösung für einen Raum

Heute wird es hier bunt: Ich möchte Euch über die tolle Farbe Blau berichten, erzähle etwas zu Raumwirkung, Symmetrie und Einrichtung, Le Corbusier kommt auch noch vor und Ihr lernt eine Manufaktur, die tolle Farben herstellt, kennen.

Die Farbe Blau

Also auf geht’s: Mit unserem Schlafzimmer hatte ich ein Problem – es war zu groß. Ja ich weiß, ist ein echtes Luxusproblem und ich höre schon die berechtigten die Rufe „Dein Problem möchte ich haben“… Aber was hilft’s, ich fühlte mich in dem großen Raum einfach nicht wohl. Das lag nun aber nicht nur und ausschließlich an der Größe sondern auch daran, dass das Bett so „wunderbar“ symmetrisch vor der großen Wand stand. Ich hab mal zur besseren Vorstellung eine kleine Skizze gemacht. Hat was von einem Thron, oder? (Symmetrie kommt halt schnell sehr majestätisch daher, hier habe ich schon mal ausführlicher darüber berichtet) Und das ist nun nicht unbedingt die Assoziation, die ich mit einem gemütlichen Schlafplatz verbinde. Eine Lösung musste her – das Bett aus der Mitte schieben bricht die Symmetrie, gibt dem Bett aber keinen Halt im Raum und dem Raum immer noch nicht die richtige Proportion. Und hier kommt nun die blaue Wand in’s Spiel, die den Raum gliedert, zwei Zonen bildet – eine für’s Bett, das nun nicht mehr so verloren im Raum steht und eine für unsere Wäschebank. Auch die Veränderung habe ich mal in einer kleinen Skizze festgehalten, um es ein bisschen klarer zu machen. Erstaunlich, wie sehr sich die Raumwirkung mit ein bisschen Farbe ändern kann, oder?

Blaue Wand Skizze

Wenn ich einen Raum so massiv verändere, mache ich übrigens immer auch vorher eine Skizze – um die Raumwirkung zu prüfen ist das sehr hilfreich. Welche Farbe würdet Ihr für ein Schlafzimmer aussuchen? Ich finde Blau, mit seiner ruhigen Wirkung, einfach perfekt. Daher stand die Entscheidung für Blau schnell fest. Aber welches Blau? Ich liebe tiefe, dunkle, kräftige Blautöne. Fündig geworden bin ich dann bei der kleinen Schweizer Farbmanufaktur kt.COLOR. Die stellen viele viele verschiedene Farben aus echten Pigmenten her.

Blautöne kt.COLOR

Quelle/Copyright kt.COLOR

Besonders spannend finde ich, dass man dort Farben aus der Farbpalette von Le Corbusier bekommt. Ja – wird der ein oder andere nun denken – Le Corbusier ist das nicht der mit den weißen Häusern. Stimmt schon, viele seiner Gebäude sind von außen schlicht weiß, aber im Innenraum war Le Corbusier ein großer Farbfreund und hat viel mit Farben experimentiert – entstanden ist so die Polychromie Le corbusier. Und aus eben dieser Palette habe ich mir ein Blau ausgesucht, es ist die Farbe Bleu foncé. An der Wand hat die Farbe eine unheimliche Tiefe, das mag ich. Auch das Zusammenspiel von Blau, Weiß und dem natürlichen Holzton gefällt mir. Und aus dem Sorgenkind Schlafzimmer ist so doch noch ein Wohlfühlraum geworden.

Blaue Wand Le Corbusier Blaue Wand Le Corbusier

Wenn Ihr nun Lust auf ein wenig Farbe in Euern eigenen 4-Wänden bekommen habt und unsicher seit, welche Farben denn wohl wie zusammenwirken, finde ich die Farbvorschläge, die kt.Color auf der Website präsentiert ganz hilfreich. Hier könnt Ihr Euch Vorschläge zum Zusammenstellen der Farben ansehen und so eigene Ideen für Euer Zuhause entwickeln.

Farbkombinationen kt.COLOR

Quelle/Copyright kt.COLOR

Farbkombinationen kt.COLOR

Quelle/Copyright kt.COLOR

Viel Spaß dabei!

11. September 2014
von mecki
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Es werde Licht

Mit der Kamera habe ich mich ein wenig in unserem Bad umgesehen. Wir haben dort ein breites Fensterband im Dach und daher gibt es von einem immer genug: Licht. Der Rest ist schlicht: ein großer Spiegel mit schmalem Rahmen aus Eichenholz, ein paar Teelichthalter in blau und grün Tönen und ein Strandbild in 5 Teilen von der holländischen Nordsee. Ich mag es, wenn das Bad Ruhe ausstrahlt.

bad

Hier habe ich übrigens schon mal gezeigt, wie ich versuche Ordnung im Bad zu halten.