12. Oktober 2015
von mecki
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Herbstglück – Esskastanien und was Ihr damit machen könnt

esskastanien aus Kronberg

Ich bin ja so ein halbes Pfälzer Kind – aufgewachsen zwischen Weinbergen und dem Pfälzerwald, der im Herbst überquillt von Esskastanien, die in der Pfalz Keschde genannt werden. Später habe ich viele Jahre in Regionen Deutschlands gelebt, wo man Esskastanien nur vom Stand auf dem Weihnachtsmarkt kennt. Schade eigentlich, denn man kann soviel mehr mit ihnen machen, als sich auf dem Weihnachtsmarkt die Finger beim Aufpulen zu verbrennen – wenngleich auch das einen gewissen Charme hat. Um so mehr habe ich mich gefreut, dass hier in Kronberg, wo ich seit ein paar Jahren lebe, die Prinzessin Victoria – Kaiserin Friedrich, wie sie sich nach dem Tod ihres Mannes in ihrem Alterswohnsitz in eben jenem Kronberg, nannte, dafür sorgte, dass in den Wäldern rundum Esskastanien gepflanzt wurden. Diese Wälder gibt es nach mehr als 100 Jahren immer noch und dieses Jahr bersten sie gerade zu vor großen perfekten Esskastanien.

geschälte Esskastanien

 

Was machen mit den Esskastanien?

Zeit also diese Woche, die jährliche Ernte einzufahren (ich bin und bleibe ein Eichhörnchen). Doch was macht man nun mit einer großen Tasche voll der glänzenden braunen Früchte? Nutzen kann man sie unglaublich vielfältig: zum Beispiel für Süßspeisen und Kuchen. Ich selbst liebe sie aber herzhaft kombiniert – als Topping auf Linsensalat oder einem Kürbisrisotto, als Suppe oder als Pastasößchen, gemeinsam mit Birnen und wenn man mag noch knusprigem Speck. Für das Topping oder auch die Pasta brät man die vorgekochten Kastanien in Butter knusprig an, ich kann Euch sagen: köstlich!

geschälte Esskastanien

 

Wie verarbeitet man Esskastanien?

Wollt Ihr von den Esskastanien das ganze Jahr über etwas haben, könnt Ihr sie einfrieren. Dazu kocht Ihr sie vor und schält sie anschließend. Klingt einfach ist in Wahrheit aber eine ganz schöne Geduldsarbeit (ich frag mich jedesmal, warum ich nicht einfach die praktischen eingeschweißten Dinger im Supermarkt kaufe. Aber wie war das noch mit dem Eichhörnchen?). Es gibt aber ein paar Tricks, in jahrelanger Erfahrung erprobt :-), die Euch die Arbeit echt erleichtern kann. So geht Ihr vor:

  • alle Kastanien möglichst großzügig kreuzförmig einritzen, je größer der Schnitt, desto leichter der Rest
  • in einem Kochtopf soviel Wasser zum Kochen bringen, dass Ihr ungefähr 10 Kastanien gleichzeitig kochen könnt
  • nun kocht Ihr diese 10 Kastanien je nach Größe 6-8 Minuten gebt Sie anschließend auf einen tiefen Teller in den Ihr vorher noch ein bisschen Wasser tut (je nasser die Kastanien, desto leichter der nächste Arbeitsschritt
  • die gekochten Kastanien könnt Ihr nun schälen (während die nächste Portion kocht). Dabei beeilt Ihr Euch am besten, den wenn Sie noch heiß sind gehts am besten. Beim Schälen werdet Ihr feststellen, dass die kleinen Biester 2 Schalen haben und während die Äußere meistens recht einfach abgeht ist bei der Inneren ein wenig Geduld gefragt. Wenn Ihr aber den Schnitt groß genug gemacht habt, die Kastanien schön nass und heiß sind, geht auch das eigentlich ganz gut.
  • die fertigen Kastanien friere ich dann zu jeweils ungefähr 150 Gramm ein und hab damit einen schönen Jahresvorrat an leckeren Toppings für alles mögliche.

geschälte Esskastanien

Ich muss mich beim Sammeln übrigens regelmäßig bremsen. Sonst komme ich mit einem Berg nachhause, der mich für ganze Tage in der Küche stehen lässt :-). Meine Erfahrung: Für 500 gr fertige Kastanien (dürften so ca. 700-800 gr ungeschälte Früchte sein) braucht man ungefähr 1 Stunde und länger als 2 Stunden habe ich bis jetzt noch nie durchgehalten – und nein, ich rechne jetzt lieber nicht den Stundensatz aus im verglich zu den fertig gekauften :-)

17. August 2015
von mecki
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Selbst gebackenes Brot – sooo einfach!

Kebo ruft wie jeden Monat zum Bloggerevent „Typisch für…“ und diesmal geht’s um Frühstück. Typisch für mein Frühstück also… Nun gibt es bei mir aber gar nicht DAS typische Frühstück, nein, meine Woche ist frühstückstechnisch sozusagen zwei-geteilt. Wochenende: gerne viel und lang und gemütlich. Während der Woche: ich gestehe, ich bin ein echter Morgenmuffel, vor 8 Uhr allerfrühestens spricht man mich am besten nicht an. Da das Frühstück aber bei uns um 7 Uhr statt findet, darf es gerne kurz, schweigsam und so wenig wie möglich sein :-).

Und was ich ja immer mag, Morgenmuffel hin oder her, ist unser selbstgebackenes Sauerteigbrot – gibt’s bei uns seit Jahren und ist so super einfach und gleichzeitig so lecker, dass ich Euch heute einfach mal aufschreibe, wie Ihr Euch auch eins backen könnt.

Sauerteigbrot selbst gebacken

Die Zutaten

Ihr braucht (Achtung, längste Zutatenliste ever ;-):

1 kg Roggenvollkornmehl

20 g Salz

Wasser

Und so geht’s:
Beim ersten mal müsst Ihr erst einmal einen Sauerteig herstellen, nicht erschrecken, geht total einfach. Beim zweiten Brot habt Ihr den dann schon (wie man ihn aufbewahrt steht weiter unten) und es wird noch viel einfacher.

Der Sauerteig

Für den Sauerteig vermischt Ihr an Tag 1 ca. 100 gr Mehl mit handwarmen Wasser in einer verschließbaren Schüssel. Die Konsistenz sollte ungefähr breiig sein. Die Schüssel stellt Ihr dann an einen eher warmen Ort – optimal wären ungefähr 23°, wenn’s ein bisschen wärmer oder kälter ist, macht das aber auch nichts (während der folgenden Tage entwickeln sich verschiedene Essig- und Hefebakterien, letztere gedeihen am besten bei warmen Temperaturen, während die Essigbakterien es wohl eher etwas kälter mögen. Wie Euer Sauerteig hinterher schmeckt, ist also  auch ein wenig temperaturabhängig).

An Tag 2 und 3 wiederholt Ihr einfach das Prozedere von Tag 1, füllt also in die selbe Schüssel erneut Mehl und Wasser, rührt um und lasst die Mischung für 24 Stunden in Ruhe. Wenn alles gut läuft, entwickelt der Sauerteig kleine Bläschen und zeigt Euch so, dass er lebt.

Roggenvollkornbrot selbst gebacken

Das Brot

An Tag 4 ist Euer Sauerteig fertig und Ihr könnt mit dem Brotbacken beginnen. Dazu füllt Ihr den Sauerteig mit der Hälfte des verbliebenen Mehls (insgesamt müsste Ihr nun noch 700 gr Mehl haben) auf und gebt wieder handwarmes Wasser dazu. Die Konsistenz darf nun etwas fester sein, sollte sich aber immer noch mit einem stabilen Löffel bearbeiten lassen. Den Teig lasst Ihr nun für 4 Stunden wiederum abgedeckt an einem warmen Ort stehen. Danach nehmt Ihr zunächst eine Gabel Teig ab und mischt diese (am besten einfach mit den Fingern) solange mit ca. 2-3 Esslöffel Mehl bis eine krümelige ziemlich trockene Konsistenz entsteht – das ist der sogenannte Krümelsauer. Den könnt Ihr in einem sauberen Glas verschlossen im Kühlschrank lagern, bis Ihr das nächste Mal Brot backt. So ist er mehrere Wochen haltbar*.

Den Rest des Mehls gebt Ihr nun in die Schüssel zusammen mit ca. 20 gr Salz und – Ihr könnt es Euch schon denken – handwarmen Wasser. Wer mag kann an dieser Stelle auch noch Brotgewürze wie Kümmel, Fenchel oder Koriander zufügen, auch lecker. Wenn Ihr den Teig (Roggenteig ist extrem klebrig) gerade noch so umrühren könnt, ist die Menge Wasser richtig. Es ist schwierig, eine genaue Menge Wasser vorzugeben, weil das einfach sehr vom Mehl abhängt, ich messe es selbst auch nie ab. Den Teig füllt Ihr nun in eine gefettete große Kastenform und die darf nun, mit einem Tuch abgedeckt, wieder ruhen, jetzt im Sommer einfach in der Küche, im Winter sucht man sich am besten ein warmes Fleckchen (z.B. im Backofen bei eingeschalteter Beleuchtung). Wie lange genau, hängt davon ab, wie warm es ist und wie triebstark Euer Sauerteig schon ist, der wird nämlich immer kräftiger und besser, je älter er ist, ja wirklich! Für den Anfang lasst Ihr Euer Brot am besten 3 Stunden gehen. Nach einiger Zeit, kann das deutlich kürzer sein, bis dahin habt Ihr aber selbst ein Gefühl dafür entwickelt :-)

Roggenbrot Vollkorn mit Tomaten

Das Backen

Das ungebackene Brot könnt Ihr einmal längs einritzen, das sorgt für die hübsche Aufbruchkante. Den Ofen heizt Ihr vor nach dem Motto „Alles was geht“ – das dürften im Normalfall so ca. 270° sein. Auch wenn alle Brotbackspezialisten was anderes sagen, ich nehme für die ersten 10 Minuten dabei gerne Heißluft, macht das Brot schön kross. Unten in den Ofen kommt noch ein Backblech, auf das ich beim Einschießen (so nennt man den Moment, wenn das Brot in den Ofen kommt…) ca.50 ml Wasser verspritze – alles für die gute Brotkruste :-). Nach 10 Minuten stellt Ihr die Temperatur zurück auf 190° sowie Ober- und Unterhitze und backt dabei das Brot eine weitere Stunde. Fertig! Und nun müsst Ihr ganz hart sein und das Brot noch über Nacht liegen lassen, denn so ein guter Roggensauerteig will erst einmal ein paar Stunden reifen bevor er zu Höchstform aufläuft. Dafür schmeckt’s dann am nächsten Morgen um so besser. Und ich kann Euch an der Stelle garantieren: wenn Ihr einmal Euer selbstgebackenes Brot gegessen habt, mögt Ihr nie wieder ein anderes.

Die Tomaten auf dem Foto sind übrigens tatsächlich aus dem eigenen Garten, bis jetzt kann sich die Ernte echt sehen lassen :-)

* Beim nächsten Mal Brotbacken nehmt Ihr den Krümelsauer am Abend vorher aus dem Kühlschrank und gebt ungefähr 200 gr Mehl und Wasser dazu. Am nächsten Morgen könnt Ihr dann wie an Tag 4 starten (mit etwas variierter Mehlmenge, so dass Ihr gesamt wieder auf 1 Kilo kommt)

7. August 2015
von mecki
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Von Nahrung, Hühnern und Eiern

So, da bin ich wieder – nach 2 Wochen Urlaub, der nahezu komplett offline verbracht wurde (mir hat’s gefallen).

mobiler hühnerstall kronberg

Und was bringe ich Euch mit, so direkt nach der Sommerpause? Hühner und Eier. Jaaaa, mal ganz was anderes hier auf fein & raum. Ich stolpere in meinem Leben immer wieder über die Frage, wie man sich dieser Tage ernähren kann, ohne an unserem Planeten Raubbau zu betreiben. Gar nicht so einfach: Bio, regional, saisonal, kurze Transportwege, wenig Verpackung, geringer Co2-Verbrauch, Tierleid usw. usw. Es gibt so unglaublich viel, was da gegeneinander abgewogen werden will, dass einem zuweilen schon der Kopf schwirren kann.

Dabei ist es manchmal nicht einfach abzuwägen: Ist es jetzt die Bio-Gurke aus Spanien sinnvoller als die konventionelle aus Deutschland. Sind die in Plastik verpackten regionalen Tomaten besser als die mit Transportweg, die lose angeboten werden. Verbraucht die Herstellung des leckeren Parmesan nicht eigentlich mehr Co2 als das Schweineschnitzel, das ich meist ohne großen Verlust links liegen lasse?

mobiler hühnerstall kronberg

Nun ist es nicht so, dass ich im Alltag ständig verzweifelt darüber grüble, was ich denn nun eigentlich essen „darf“. Im Gegenteil – es macht mir riesig Spaß, Lebensmittel einzukaufen und zu kochen. Dabei immer auch ein wenig im Hinterkopf zu haben, wie verantwortungsvoll meine Kaufentscheidungen sind, ist keine Last. Auch wenn ich weiß, dass ich damit kaum die Welt rette, ist es mir wichtig. Und wenn ich dann doch schon im Juni Lust auf Tomaten habe, dann dürfen die auch mal aus Italien kommen (bis meine eigenen wirklich reif sind, dauert glaube ich noch bis September :-). Überhaupt Italien: Ohne Zitronen, Olivenöl und Pasta geht bei mir nix – konsequent regional werde ich also wohl nie schaffen.

mobile hühnerhaltung auf streuobstwises

Gefreut habe ich mich aber sehr, als ich kürzlich entdeckte, dass um die Ecke eine mobile Hühnerherde (tolle Bezeichnung oder?) ein Plätzchen gefunden hat. Da laufen doch tatsächlich ca. 100 Hühner in schönster Idylle auf der Streuobstwiese rum. Und wenn sie diese kahl gepickt haben werden sie in ihrem mobilem Heim ein paar 100 Meter weiterverfrachtet. Die Landeier unter Euch werden vielleicht sagen: „Hej, ist doch selbstverständlich“. Aber ich wohnen nun mal mitten in Rhein-Main, dicht be- und zersiedelt, und da ist so was schon ein richtiges Highlight. Ja und heute habe ich es endlich mal zu den (spärlichen) Öffnungszeiten des kleinen Hofladens geschafft und hatte Glück, dass die Hühner auch produktiv waren und ich 10 Eier bekommen habe.

mobile hühnerhaltung in oberhöchstadt

Ha, und ich hab die Kamera mitgenommen, denn auf dem Weg zum Hofladen, komm ich bei besagten Hühnern vorbei. Also erst die Produzenten live fotografieren und dann ihre Erzeugnisse einkaufen gehen, ist doch toll!

Das Federvieh kam übrigens direkt zum Zaun gestürmt, als ich mein Rad abstellte. Erst war ich ganz entzückt, dass sie sich mir quasi als Fotomodell aufdrängten. Der Spaß war aber schnell vorbei, als sie merkten, dass ich nix zu essen dabei habe. Da zeigten sie mir ganz schnell ihr Hinterteil. Und ich durfte feststellen, dass es doch was anderes ist, Kerzenständer, Kuchen oder Häuser zu fotografieren. Da ist definitiv noch Luft nach oben, was die Tierfotografie betrifft :-).

mobile hühnerhaltung

Und Ihr? Habt Ihr auch was um die Ecke, wo das Essen einkaufen so viel Spaß macht? Markt, Bauernhof oder gar der eigene Garten? Oder bevorzugt Ihr den praktischen Supermarkt, der ja zumindest in punkto Zeitfaktor kaum zu toppen ist?

Ein wirklich sehenswerter Film zum Thema ist übrigens: 10 Milliarden – wie werden wir alle satt?

8. Juli 2015
von mecki
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Mein super erfrischender Lieblings-Sommer-Smoothie

Smotthie Pfirsisch Zitrone Ingwer

Ganz schlechtes Timing: während ich mit dem Titel die vergangenen tropisch heißen Tage wahrscheinlich jede Menge Klicks generiert hätte, ist es heute schon wieder fast herbstlich kühl, dumm aber auch. Habt Ihr trotzdem Lust auf meinen ultimativen Sommer-Smoothie? Here we go…

Sommersmoothie

Ihr braucht:

300 ml Apfelsaft

1 sehr reifen Pfirsich (oder auch 2 kleine)

1/2 Zitrone (oder auch eine ganze, wenn sie klein ist)

Ingwer nach Geschmack

Sommersmoothie

Zubereitung muss ich nicht erklären, oder? Einfach alles in ein hohes Gefäß, Zauberstab oder Mixer rein und kräftig pürieren. Je reifer der Pfirsich desto besser – nicht nur für den Geschmack, der dadurch natürlich gepimpt wird, nein auch die Konsistenz wird nur mit einer wirklich reifen Frucht gut. Bei Zitronen hab ich die Erfahrung gemacht, dass die Unterscheide riesig sind, es gibt ganz und gar geschmacklose Exemplare und solche die wunderbar viel Aroma haben, ein bisschen ausprobieren lohnt sich also. Ich bin übrigens ein echter Zitronenjunkie – normalerweise bin ich ja so ein „je regionaler je besser“ Typ, aber bei Zitronen hört das auf, die brauche ich täglich, im Joghurt, im Smoothie und in allen möglichen Varianten auch im Abendessen, lecker!

Sommersmoothie

Der Ingwer im Smoothie ist übrigens kein Muss, er bringt zwar einen schönen Frischekick, aber wenn Ihr keinen Ingwer mögt, könnt Ihr ihn auch einfach weg lassen, schmeckt trotzdem. Neulich hab ich gelesen, dass man Ingwer gar nicht schälen muss und, wie bei Äpfeln, das meiste Gesunde direkt unter der Schale sitzt. Sehr cool, denn Ingwer-Schälen ist nun nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung Nr. 1, also wird er jetzt einfach nur grob zerkleinert und den Rest erledigt der Zauberstab. Auch wenn’s heute gar nicht mehr so heiß ist, hab ich mir ein paar Eiswürfel in den fertigen Smoothie geworfen, richtig kalt isser einfach noch besser (was bei meinen sonstigen Trinkgewohnheiten eher ungewöhnlich ist, zum Durst löschen trinke ich am liebsten Leitungswasser und das ist nie so wirklich kalt, lässt sich dann aber prima Literweise konsumieren :-).

Smotthie Pfirsisch Zitrone Ingwer

Während ich hier den Blogpost schreibe und die Bilder bearbeite, hab ich schon 2 Gläser von dem leckeren Zeug vernichtet, manchmal ist Bloggen echt schön :-)

Und Ihr? Habt Ihr auch einen Lieblings-Smoothie für heiße Sommertage?

Smotthie Pfirsisch Zitrone Ingwer

20. Mai 2015
von mecki
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Luxus

frischer Salat eigener Garten

Luxus kann man ja sicher ganz unterschiedlich definieren – ich empfinde es aber gerade als den schieren unvergleichlichen Luxus, abends nachhause zu kommen und mal eben das Abendessen im eigenen Garten zu pflücken. Ehrlich, das ist so schön, zu sehen was wächst, hiervon und davon zu naschen und nicht zuletzt allabendlich einen frischen Salat zur Verfügung zu haben. Und, hej, Salat ist echt nicht anspruchsvoll: den könnt Ihr in jedem Balkonkasten anpflanzen. Und das Schöne ist, Ihr braucht nie mehr riesige, eintönige Salatköpfe im Supermarkt kaufen, an denen Ihr dann tagelang esst und die zwangsläufig dazu führen, dass Ihr Salat irgendwann nicht mehr sehen könnt.

Salat im Garten anbauen

So ein kleiner bunt gemischter Salat geht eigentlich immer und gestern Abend gab es sogar einen ganz großen Salat, sozusagen als Hauptmahlzeit. Da dürfen dann natürlich noch ein paar mehr Leckereien mit rein. Wollt Ihr ein bisschen Salat-Inspiration? Dann los…

Ihr braucht:

Eine handvoll möglichst buntgemischte Salate und Kräuter. Ich habe im März aus allerlei Tütchen lustig und ziemlich wahllos gesät, dementsprechend vielfältig ist die Mischung nun, neben verschiedenen Asiasalaten und sonstigen Blattsalaten gibts bei mir vorallem viiiiel Rucola, den liebe ich nämlich. Und ein paar Kräuter wie Basilikum oder Kresse dürfen auch noch in die Schüssel springen. Hier gibts übrigens eine tolle Auswahl an Saatgut und Salat lässt sich ja glückerlicherweise den ganzen Sommer über nachsäen.

Eine halbe Zwiebel, die Ihr in möglichst hauchzarte Ringe schneidet – dicker geschnitten wird sie schnell zu scharf

Ein Stückchen Chilischote, ebenfalls in feine Ringe geschnitten

Ein paar Erdbeeren für den Frischekick – die wachsen hier übrigens nicht im (winzigen) Garten, aber das Feld ist immerhin keinen Kilometer entfernt :-)

Und da für mich zu einem richtig leckeren Salat immer auch was crunchiges und was sahniges gehört habe ich ein paar Brötchenwürfel in Öl angeröstet und ein bisschen Feta über den Salat gewürfelt.

Salatzutaten aus dem GArten

Was wäre ein Salat ohne ein leckeres Dressing? In mein Lieblingsdressing gehören:

Frischer Estragon

Zitronensaft

Etwas Zucker, Senf, Salz und Pfeffer

Und viel leckeres Olivenöl

Hab ich schon mal geschrieben, dass ich die Foodblogger bewundere? Essen kochen, hübsch anrichten, Deko zurecht schieben,  ins rechte Licht rücken, fotografieren… und das alles während das Essen droht, kalt zu werden und man selbst (möglichst nach einem anstrengenden Arbeitstag) kurz vorm Verhungern ist? Ich war mit meinem klitzekleinen und im wesentlichen ja kalten Salat schon völlig überfordert, wollte ständig was naschen und hatte Angst um meine heißen krossen Brotwürfel, die ja auch beim Essen noch heiß und kross sein sollten. Dazu war ich alleine zuhause, musste also nicht noch etwaige hungrige Mitbewohner bei Laune halten. Nee, nee, ein Foodblog wird das hier ganz sicher nie, obwohl es mir unglaublich Spaß macht, Essen zu fotografieren :-). Hier und da ein einfaches Salätchen oder sonstiges, dass nicht droht, bei Erkaltung ungenießbar zu werden, wird es also sicher ab und an hier zu sehen geben.

Gartensalat mit Erdbeeren und Feta

Und jetzt lasst es Euch schmecken.

14. Mai 2015
von mecki
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Erdbeeriges zum Feiertag

Ein kleiner erdbeeriger Gruß zum Feiertag. Heute hat der Herr fein & raum gebacken, das kann er nämlich auch – nicht nur Möbel bauen. Und so genieße ich diese feinen Erdbeertörtchen bei Sonnenschein und Gartenwetter.

erdbeertartelettes

Ihr wollt auch backen? Das Rezept findet Ihr hier .

Ein schönes langes Wochenende Euch allen.

7. Mai 2015
von mecki
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Zitronenmelissenschwemme im Garten – die Lösung für Pasta-Fans

leckere Zitronenmelissen-Pesto mit Pasta

Kennt Ihr das? Überall, wirklich überall im Garten macht sich die Zitronenmelisse breit? Als ich damals unseren Garten anlegte, hab ich, zumindest was die Pflanzen betrifft, so ziemlich jeden Anfängerfehler gemacht, den man nur machen kann (hier hab  ich zum Beispiel schon mal darüber berichtet). Unter anderem hab ich mir ein hübsches Töpfchen Zitronenmelisse gekauft und das, ohne Böses zu ahnen, in unserm Hochbeet ausgesetzt. Ha, dachte sich die Zitronenmelisse, hier fühl ich mich wohl. Sollen Pflanzen ja auch tun, sich wohlfühlen, aber doch bitte vielleicht nicht so wohl, dass sie meinen, künftig ALLEN Platz für sich beanspruchen zu müssen. Genau das macht sie aber, die Zitronenmelisse, die pöse :-). Jedes Jahr im Frühjahr hat sie wieder ein neues Stück meines Hochbeetes erobert und je mehr ich versuche, sie davon abzuhalten, desto mehr breitet sie sich aus.

Zitonenmelisse im garten - die Lösung

Und wie war das noch? change it, leave it or love it. Ersteres ist fehlgeschlagen, „leave it“ kommt nicht wirklich in Frage (soll ich etwa wegen ein bisschen Zitronenmelisse unser schönes Zuhause verlassen?), bleibt also nur noch, die Zitronemelisse zu lieben. Und Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. Also ist klar, gegessen muss sie werden, die Zitronenmelisse.

Und da ich ja ein absoluter Nudeljunkie bin und darüberhinaus auch jegliche Form von Pesto liebe, ist eigentlich klar, was die Lösung ist: Zitronenmelissen-Pesto. Mmmmmmmh, lecker, kann ich Euch sagen. Glaubt Ihr nicht? Probiert es aus, ehrlich!

Die Pesto könnt Ihr so zubereiten, wie jede andere Pesto auch. Also Grünzeug (in dem Fall Zitronenmelisse), Nüsse (hier empfehle ich ganz klar Walnüsse, denn die bilden mit ihrem eher kräftigen, herben Aroma einen schöne Gegenpol zu der milden zitronigen Melisse), Olivenöl, Saft einer halben Zitrone und nach Geschmack etwas Knoblauch mit dem Mixer (ganz Hartgesottene können auch den Mörser nehmen, hab ich früher gemacht, mittlerweile bin ich da eher pragmatisch und nehme den Zauberstab) gründlich zerkleinern. Auf eine Mengenangabe verzichte an dieser Stelle mal, ich finde, das kann man durchaus nach eigenem Geschmack und Gutdünken handhaben. Anschließend schmeckt Ihr das Ganze mit Pfeffer und Salz ab und rührt noch etwas geriebenen Hartkäse unter. Die Pesto könnt Ihr Euch dann mit einer ordentlichen Portion Spaghetti schmecken lassen.

leckere Zitronenmelissen-Pesto mit Pasta

Übrigens sollte man für dieses göttliche Zitronemelissen-Pesto am besten hellgrüne, junge Blätter verwenden, klappt also jetzt im Frühling am Besten. Aber auch während des Sommers produziert die unermüdliche Zitronenmelisse nicht nur ständig neue Ableger sondern auch immer wieder frisches junges Grün. Nachschub ist also gewährleistet. So ein Töpfchen Pesto eignet sich auch wunderbar als Mitbringsel für liebe Freunde, ist bei mir immer gut angekommen.

15. April 2015
von mecki
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Der vielleicht leckerste Rhabarberkuchen der Welt :-)

Huiiuiuiih, ruckzuck sind 11 Tage ohne einen einzigen Blogartikel vorbei – aber hier bin ich wieder und freue mich, heute endlich einmal beim Blogevent von Kebo „Typisch für…“ mitzumachen. Und diesmal gehts um Frühling also „typisch für… Frühling“, da bin ich doch gerne dabei! Der Frühling ist ja überhaupt die allerschönste Jahreszeit, hach was freu ich mich über die Sonne, die Temperaturen, das erste frische Grün usw. usw. Und wenn ich mir meine Blogartikel der letzten Wochen angucke, dann gings eigentlich die ganze Zeit um Frühling, Ostereier, unser Garten, die hessische Grüne Soße, das frühlingsfrische Schlafzimmer – alles irgendwie Frühling. Aber als ich dann heute Morgen darüber nachdachte, was denn nun so richtig typisch Frühling für mich ist, sozusagen unverzichtbar und jedes Jahr aufs neue wunderbar, war schnell klar: der Rhabarber musses sein, ich liebe Rhabarber, in allen Formen, aber am aller- allerliebsten als Kuchen oder besser noch als Tarte und so stelle ich Euch heute meinen absoluten Lieblingskuchen vor. Der etwas reißerische Titel oben rührt übrigens daher, dass mein Schwiegervater mal meinte, er hätte noch niiiiieeee einen besseren Rhabarberkuchen gegessen. Und das, wo ich doch eigentlich alles andere als eine begabte Bäckerin bin.

weltbeste Rhabarbertarte

Ich liebe es ja zu kochen, denn dabei kann man lustig drauf los experimentieren und muss sich nicht an Rezepte halten – ich behaupte mal, was Essbares kommt bei mir auch ohne Rezept meistens dabei raus. Anders ists beim Backen – da ist das Ignorieren von Rezepten nicht so wirklich förderlich. Da ich es aber irgendwie nicht lassen kann, auch das Backen eher experimentell anzugehen, sind Misserfolge vorprogrammiert. Und so überlasse ich das Backen am liebsten dem Herrn fein & raum, der kann das nämlich prima und hat auch kein Problem damit, sich einfach mal an ein Rezept zu halten :-). Nur bei Mürbeteig schwört er Stein und Bein, dass er den nicht kann. Und da ich Rhabarber ganz eindeutig am liebsten in der Kombination mit Mürbeteig mag, muss ich für meinen Lieblingskuchen selbst ran. Hier kommt also meine Eigenkreation Rhabarber-Mandel-Tarte.

Zutaten für die weltbeste Rhabarber Tarte

Zutaten:

200 gr Mehl

125 gr Butter (kalt in Stückchen)

etwas Salz

etwas eiskaltes Wasser

500 gr Rhabarber

200 gr Mandeln

200 gr Zucker (gerne mit etwas Vanille darin)

200 gr Sahne

1 Ei

Zutaten für die weltbeste Rhabarber Tarte

Zubereitung:

Aus dem Mehl, der Butter, 20 gr Zucker, Salz und Wasser bereitet Ihr einen Mürbeteig. Bei mir ist das immer so eine Sache mit dem Mürbeteig – knete ich ihn solange, dass ich ihn anschließend ordentlich ausrollen kann, ist er nicht mehr so richtig mürbe und wird gerne ein wenig zäh. Daher arbeite ich die Butter immer nur soweit unter (mit einem Messer oder auch mal dem Rührgerät), bis keine großen Stücke mehr drin sind und gebe dann das Wasser dazu. So kann man den Teig zwar nicht wirklich ausrollen, er bleibt aber schön zart. Ich drücke ihn stattdessen dann einfach in die Form, steche ihn mit einer Gabel ein paar mal ein und stelle ihn dann noch mindestens eine Stunde kalt. (Wenn ihr einen Tipp habt, wie ich Mürbeteig schon mürbe und dennoch ausrollbar hinkriege – immer her damit :-).

Während der Mürbeteig kalt steht, schält ihr den Rhabarber, schneidet ihn in kleine Stücke und gebt ihn gemeinsam mit 150 gr Zucker in eine Schüssel. Die Mandeln mahlt ihr nun fein. Das Ei, den restlichen Zucker und die Sahne (ich habe heute eine Mischung aus Sahne und Schmand genommen, war grade noch im Kühlschrank, geht auch) verklöppelt Ihr anschließend mit einer Gabel. Wenn der Teig eine Stunde im Kühlschrank war, heizt Ihr den Ofen auf 170° C Heißluft vor und backt den Teig 10 Minuten. Anschließend gebt Ihr die gemahlenen Mandeln darauf und darüber dann den Rhabarber mit dem Zucker. Der dürfte mittlerweile wunderbar Saft gezogen haben, dass muss so! Der Saft mit dem Zucker durchtränkt nun die Mandelmasse und gemeinsam haben sie einen wunderbaren marzipanigen Geschmack. Gleichzeitig sorgt die Mandelmasse dafür, dass der Saft nicht in den Teig einzieht und dieser so schön kross bleibt. Dass Ganze backt Ihr nun erneut für 30 – 40 Minuten, wenn die Ei-Sahne-Masse langsam bräunt, ist der Kuchen fertig.

weltbeste Rhabarbertarte

Und jetzt müsst Ihr ganz hart sein: Am besten schmeckt die Tarte nämlich, wenn man sie einen Tag stehen lässt und alles so ein wenig durchgezogen ist. Psssst, ich geh jetzt trotzdem ein Stück essen, muss ja keiner wissen.