4. Februar 2016
von mecki
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Von Bergen, Patenkindern und Rahmen

Da bin ich wieder und hab Euch einen kleinen Einblick in unser Zuhause mitgebracht. Es gibt nämlich ein neues Schmuckstück im Hause fein & raum.

rahmen für leinwand selbstgebaut

Dass ich den Bregenzerwald liebe, hab ich Euch ja schon mal öfter berichtet. Zuallererst hat das natürlich mit der wirklich grandiosen Architektur, die dort nicht Ausnahme sondern Normalfall ist zu tun. Aber auch die Natur dort mag ich – das hat tatsächlich ein wenig gedauert, denn eigentlich bin ich ein Kind des Meeres, insbesondere der Nordsee. Komme ich dort an, macht mein Herz jedesmal einen glücklichen Hüpfer. In den Bergen ist es mir schnell zu eng, es fehlt die Weite, das Gefühl der Freiheit. Aber manches ist halt nicht Liebe auf den ersten Blick sondern braucht eine Weile. Und so geht es mir mit den Bergen: Die Alpen und insbesondere die Berge im Bregenzerwald sind mir mittlerweile lieb geworden.

rahmen für leinwand selbstgebaut

So habe ich mich ganz besonders gefreut, dass ich von meinem malenden Patenkind zu Weihnachten ein Bild mit Bergen aus dem Bregenzerwald geschenkt bekam. Schon lange hatte ich mir ein Bild von ihr gewünscht und nun habe ich eins bekommen – so schön! Und schnell war auch ein schöner Platz dafür gefunden: Neben dem Bücherregal und über Anton dem Hocker. Als es dann da so hing, fand ich, dass die schnöde Leinwand dem schönen Bild nicht so wirklich gerecht werden kann. Also musste ein Rahmen her!

rahmen für leinwand selbstgebaut

Und spätestens bei einer fetten Leinwand versagen natürlich sämtliche Ikea-Rahmen dieser Welt (ganz ehrlich, so richtig froh bin ich mit meinen zahlreichen Ikea-Rahmen ohnehin nicht. Die Kleinen sind gut, aber ab einer gewissen Größe hängen die immer durch. Habt Ihr einen Trick, das zu verhindern). Also musste der Herr fein & raum im Keller seine Säge anwerfen. Rundherum eine Leiste von 15*60 mm und eine zweite quadratische Leiste von 20*20 mm, die von hinten den Anschlag für das Bild bildet – der ganze Rahmen im lichten Maß 2 Zentimeter größer als das Bild, so dass eine schöne Schattenfuge entsteht. Weiß streichen durfte ich das Ganze dann selbst – dabei kann man auch mit 2 linken Händen nicht so wirklich viel falsch machen. Und jetzt überlege ich gerade, wie ich den Herrn fein & raum dazu bekomme, die guten alten Ikea-Rahmen, die sich hier reichlich finden,  auf den Bilderrahmenfriedhof zu schicken ;-).

14. September 2015
von mecki
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Tierisches aus dem Urlaub

Jetzt ist er fast rum, der Sommer. Und irgendwie haben sich Bloggen und Sommer bei mir dieses Jahr nicht so recht vertragen – habt Ihr gemerkt, ich hab mich ganz schön rar gemacht die letzten Wochen. Jetzt zum Abschluss der Sommerferien waren wir nochmal 5 Tage in den Bergen. Erinnert Ihr Euch noch? Meine Lieblingsecke in den Alpen? Ja klar – Bregenzerwald! Gehört sich so als Architektin – nirgendwo gibt es wohl eine solche Fülle toller zeitgenössischer Architektur. Das ist richtiger Wellness-Urlaub für die Augen. Die dürfen sich dort nämlich tagelang an guter Architektur und sonstigem tollen Design – vom Möbelstück bis zum Schuh erfreuen, das tut gut, sag ich Euch :-).

alpabtrieb in schwarzenberg

Und diesmal? Hab ich Euch aus dem Urlaub dennoch keine Architektur mitgebracht (dazu guckt Ihr hier oder auch hier) sondern ganz was anderes: Kühe. Jawohl, richtig gelesen… Kühe. Es war nämlich Alpabtrieb in Schwarzenberg. Von Ende Juni bis Anfang September dürfen die Kühe ihr Leben auf den hochgelegenen Almen genießen und dort die Milch für den wunderbaren Bergkäse produzieren (würde ich übrigens nicht wegen der Architektur und der Berge dorthin fahren, so wäre der Käse dort alleine schon Grund genug – Grundlage für die weltbesten Käsespätzle, mmmmh). Am 08. September war es dann Zeit ins Tal zurückzukehren und über 1000 Kühe machen sich aus allen Richtungen auf den Weg zurück zu ihren Bauern.

Dabei legen die Kühe teilweise beachtlich weite Strecken zurück. Nach Schwarzenberg kommen sie beispielsweise bis aus Lech am Arlberg – das sind mehr als 50 km, die die Tiere und ihre menschlichen Begleiter in 2 Tagen zurücklegen. Auch durch Bizau, wo wir wohnten, zogen bereits vor dem Frühstück die ersten Kühe. Beeindruckend: Lange bevor man sie sieht, hört man ein tosendes Glockengeläut. Zum Alpabtrieb haben die Tiere riesige Glocken um und machen damit ein veritables Getöse.

alpabtrieb in schwarzenberg

Nach dem Frühstück haben wir uns dann sofort auf die Räder geschwungen, um die 12 Kilometer nach Schwarzenberg zurückzulegen und pünktlich mit den ersten Kühen anzukommen. Dachten wir zumindest! War aber gar nicht so einfach. Denn nicht nur wir wollten dorthin sondern, ich erwähnte es bereits, auch jede Menge Kühe. Und die nutzten neben den Straßen auch gerne die Radwege. Und sich mit Kühen einen Radweg zu teilen funktioniert nicht wirklich – selbst wenn die Kühe schon durch sind ist das kein Spaß, Ihr glaubt gar nicht, was die Viecher da so alles liegen lassen :-). Irgendwie sind wir dann aber dennoch durchgekommen.

alpabtrieb in schwarzenberg

In Schwarzenberg war dann tatsächlich die Hölle los: Bauern, Einheimische, Touristen – alle sind an dem Tag auf den Beinen, hatte fast was von Karnevalsumzug in Köln :-). Wenn die Kühe dann kommen (Jede Alm wird von einem Traktor angeführt und jeweils mit Namen angekündigt) ist das schon richtig beeindruckend – für alle Sinne: Geräusch, Geruch und natürlich ganz viel zu gucken. Während man letzeres mit der Kamera einfangen kann, fehlen alle anderen Sinneseindrücke auf den Fotos. Ein Grund, warum ich es ganz schön schwer fand, wirklich gute Fotos, die die Atmosphäre rüberbringen, zu machen. Außerdem bewegen sich Kühe (ja wirklich ;-) und das ist nicht nur zum Fokussieren nicht so ganz einfach sondern manchmal auch wirklich aufregend, wenn man vor lauter Kamera vor den Augen erst im letzten Moment mitbekommt, wie nah die Kuh mit ihrer Riesenzunge dem eigenen Gesicht schon ist :-)

alpabtrieb in schwarzenberg

Viele der Kühe sind geschmückt, einige nicht. Erst abends beim Essen erfuhr ich, dass die Bauern ihre Kühe in guten Jahren schmücken – je aufwendiger der Schmuck, desto besser ist das Jahr gewesen. Ist eine Kuh gestorben, werden die anderen Kühe (dieser Alm oder dieses Bauers – das weiß ich nicht genau) gar nicht geschmückt. Bei aller Idylle der Szenerie sind übrigens die Probleme der Milchwirtschaft auch im Bregenzerwald schon angekommen. So ist es wohl nicht mehr so einfach, genug Menschen zu finden, die den Sommer auf der Alm verbringen und manche Bauern lassen ihre Kühe lieber im Tal, weil dort die Milchleistung leichter zu steigern ist. Dennoch finde ich es toll, dass es dort in den Bergen noch eine solche Landwirtschaft gibt – da schmecken die Käsespätzle am Abend nochmal so gut!

alpabtrieb in schwarzenberg

22. Juni 2015
von mecki
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LAGA – Rentnerparadies oder mehr?

Landesgartenschau 2015

Heute habe ich schon wieder was zum Thema Garten für Euch, diesmal aber nicht aus dem eigenen – Nein, ich war auf der Landesgartenschau in Landau. Landesgartenschau? Klingt immer so ein wenig miefig, nach großen Rentertruppen auf der Suche nach hübschen Blümchen für den wohlarrangierten Vorgarten? Ganz zu Unrecht, wie ich finde, Garten- und Landschaftsbau kann  so spannend sein und gerade jetzt, wo ich einen kleinen Garten mein Eigen nennen darf, gucke ich mir total gerne Gartenkonzepte an, überlege, wie ich möglichst viel lecker Essbares  ernten kann und  ich wäre nicht ich, wenn ich nicht auch immer wieder überlegen würde, wo ich denn wohl mal wieder was ändern könnte im Garten. Da kommt mir so eine Motivationspritze gerade recht.

Landesgartenschau Allium und Mangold

Die Engländer haben uns in Sachen Garten übrigens echt was voraus. Ob John Brooks (hab ich Euch schon mal vorgestellt), Terence Conran oder Diarmund Gavin – wenn ich mich in meinem Bücherregal umschaue, begegnen mir in der „Gartenabteilung“ nur Engländer. Und so hat die Chelsea Flower Show, die jährlich in London stattfindet, auch ein ganz anderes Image als hierzulande die Gartenschauen.

Landesgartenschau Landau

Aber zurück nach Landau: Hier diente eine altes Militärgelände der Franzosen als Grundlage. So gibt es jede Menge historische Bausubstanz, die mit ihrem, teils industriellen Charme, einen reizvollen Kontrast zu der vielfältigen Bepflanzung bietet. Überhaupt fand ich das Nebeneinander ganz unterschiedlicher Themen und Ausstellungen – Wohnformen, Nachhaltigkeit, Kunstfakultät, um nur ein paar wenige zu nennen, sehr gelungen. Besonders gefallen haben mir die „Mustergärten“ die bereits von „echten Menschen“ bewirtschaftet werden und wo jede Menge Essbares zu finden war – das ist ja so ein wenig mein Lieblingsthema (ich schreibe es denn auch mal meiner Begeisterung dafür zu, dass ich genau davon kein einziges Foto gemacht habe – da war doch etwas mit Multitasking…:-)

Landesgartenschau Landau

So sind meine Fotos dann auch eher eine lose Sammlung von, hoffentlich, inspirierenden ein wenig zufälligen Blicken. Und was natürlich ganz und gar nicht fehlen darf, sind die vielen wunderschönen Allium Pflanzen, die nahezu überall wuchsen. Allium ist Zierlauch und schon seit dem wir unseren kleinen Garten angelegt haben, liebäugele ich damit, ein paar Alliums (korrekte Mehrzahl? Keine Ahnung!) zwischen unsere Buchse zu schummeln – was meint Ihr? Passt oder wird zu viel? Na jedenfalls ist der Allium ein sehr dankbares Fotoobjekt und so musste er immer wieder vor die Linse.

Landesgartenschau Landau

Und Ihr- wart Ihr schon mal auf einer Landes- oder Bundesgartenschau? Wie sind Eure Erfahrungen? Spannend oder doch eher Rentnerveranstaltung?

Wenn Ihr übrigens Lust habt, noch ein bisschen mehr von meinem eigenen Garten zu sehen, schaut einfach mal bei StadtLandFlair vorbei, da wir unser Gärtchen gerade ausführlich vorgestellt.

Landesgartenschau Landau

17. Juni 2015
von mecki
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Ein paar Urlaubsgedanken und meine 5 must dos im Hollandurlaub

Kebo ruft mit ihrem monatlichen Blogevent „Typisch für…“ diesmal zum Bloggen über den typischen Urlaub auf. Da kommt es mir doch gerade recht, dass ich just nun 5 Tage in Holland war.

Zunächst einmal: DEN typischen Urlaub gibt es bei mir eigentlich gar nicht, dazu mag ich nämlich viel zu viel verschiedene Arten von Urlaub viel zu gerne. Gleichzeitig gibt es aber so ein paar Dinge, die ich im Urlaub ganz besonders liebe und die, wenn immer möglich, einmal pro Jahr sein müssen. Und dazu gehört definitiv, es für ein paar Tage in den Bergen – bevorzugt Alpen – auf dem Mountainbike so richtig krachen zu lassen aber genauso definitiv auch ein paar total entspannte Tage an der Nordsee, bevorzugt in Holland, meinem absoluten Lieblingsland.

Strand in Domburg Zeeland

Und so war es auch dieses Jahr Anfang Juni wieder soweit und wir starteten für 5 Tage nach Domburg, auf Walcheren, in Zeeland. Und jetzt würde ich Euch gerne Fotos zeigen, ganz viele, ganz tolle, denn die südlichste Provinz der Niederlande (Zeeland) und speziell die Halbinsel Walcheren, mit ihren weiten Landschaften, ihren beschaulichen Dörfern und ihren weißen Stränden ist absolut sehenswert. Aber was soll ich sagen? Die Kamera war zwar dabei aber blieb fast immer stecken. Kennt Ihr das, dass Ihr im Urlaub so  sehr das Bedürfnis habt, einfach total runter zu kommen, Null Verbindlichkeiten zu haben und völlig entspannt in den Tag hineinzuleben, dass Euch selbst das Fotografieren für den Blog irgendwie zu viel Verpflichtung ist? So ging es mir dieses Jahr – dabei war die Kamera immer so ein wenig mein schlechtes Gewissen, das mich daran erinnerte, wie sinnvoll man doch eigentlich seine Zeit nutzen könnte. Ich hab das schlechte Gewissen aber geflissentlich überhört und die Zeit einfach so genossen, was nun dazu führt, dass ich Euch leider, außer ein paar Strandstimmungsbildchen, keine Fotos zeigen kann.

Übrigens noch so ein Störenfried im Urlaub: Ich hatte diesmal zum ersten Mal mein iPad mit (ääh, ein Smartphone besitze ich noch immer nicht…) und was soll ich sagen? Ich glaube, künftig lasse ich es lieber zuhause. Denn auch wenn es ganz nett ist, schnell mal was nachzugucken, zum Frühstück ausgiebig Zeitung zu lesen oder kurz ein aktuelles Bildchen auf Facebook zu posten, so ist das Internet doch irgendwie auch immer ein dicker fetter Anker zum Alltag – und den möchte ich im Urlaub nun so gar nicht im Kopf haben. Daher für mich künftig ohne iPad. Wie geht es Euch mit Internet und Urlaub?

Wasserturm Domburg

So und da ich schon keine Fotos für Euch im Gepäck habe, gibts nun noch meine 5 absoluten must dos für einen gelungenen Hollandurlaub:

1. Essen:

Während ich mich im „normalen“ Leben ja eher gesund und gemüselastig ernähre, darf es im Hollandurlaub gerne mal die ganze Palette an fett, ungesund UND lecker sein. Friet speciaal (das sind Pommes mit Ketchup, Mayo und fein geschnittenen rohen Zwiebeln, unfassbar lecker), Vla, am liebsten dubbele Vla (also Pudding Schoko und Vanille), keiner bekommt den so gut hin wie die Holländer, Kibbeling (fritierter Fisch), Pindakaas und Chocoladehaagel zum Frühstück  usw.usw. – alles nicht wirklich gesund aber herrlich für eine Wooche.

2. Fietsen:

Heißt Fahrrad fahren und ist nirgendwo so ein Genuss wie in Holland. Du hast irgendwie immer Vorfahrt, die Autofahrer (selbst die Deutschen im Urlaub) sind unglaublich rücksichtsvoll und an jeder Kreuzung stehen die netten kleinen grün beschrifteten Schilder, die Dir den Weg weisen, eine Karte ist damit fast überflüssig.

3. Strandspaziergänge:

Und das am liebsten bei Sturm und vielen Wolken, denn bei schönem Wetter kann ja jeder :-)

Strand in Domburg bei Sturm

4. Holländische Städte und Dörfer:

Immer wieder die gaaaanz große Liebe für mich: Holländische Städte und Dörfer haben so einen unglaublichen Charme, dass sich ein Ausflug garantiert lohnt. Meine Favoriten auf Walcheren: Veere, Middelburg und Biggekerke (Achtung: winzig!)

5. Ein paar holländische Wörter üben:

Ich habe Glück – da ich nach dem Abi für ein paar Monate in Holland gelebt habe, bin ich der Sprache so leidlich mächtig. Das braucht es aber ganz sicher nicht für einen gelungenen Hollandurlaub. Was ich aber schon ein wenig befremdlich finde, ist, wenn Urlauber, die seit 20 Jahren und mehr nach Holland kommen, es nicht schaffen, ein einfaches  Danke (dank u wel) Bitte (alstublieft) auf Wiedersehen (tot ziens) oder ähnliches  über die Lippen zu bringen. Bitte, bitte, liebe Hollandurlauber: es ist soviel netter, die Menschen in einem fremden Land in ihrer Landessprache zu begrüßen und gar nicht mal schwer und macht dazu noch Spaß (Nein, dass man davon Halsschmerzen bekommt, ist nur ein übles Gerücht :-). Also immer brav üben. Auf diesem feinen Blog findet Ihr übrigens viele nützliche Tipps rund um die holländische Sprache

Strand in Domburg

Und wer nun Lust auf einen Urlaub im wunderschönen Zeeland bekommen hat, findet in meinem letztjährigen Bericht jede Menge Bilder und Tipps, schaut also gerne mal vorbei.

28. Mai 2015
von mecki
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Betonpoesie

steinskulpturenmuseum kubach-wilmsen bad münster am stein

Wenn ich einen Architekten benennen sollte, der meine Haltung zur Architektur von Anfang an stark geprägt hat und während des Studiums und auch später immer so etwas wie ein Vorbild für mich war, dann ist das ganz klar Tadao Ando. Der japanische Architekt, der übrigens eine ganz und gar spannende Vita hat, versteht es wie kein anderer Gebäude unheimlich präzise und gleichzeitig sensibel in die Umgebung einzufügen, mit der Landschaft, der Natur, dem Licht zu arbeiten und dem Baustoff Beton eine Poesie einzuhauchen, die mich immer wieder aufs Neue fasziniert.

kunst und architektur fonadtion kubach wilmsen

Steinskulpturenmuseum Kubach-Wilmsen

So ist es kein Wunder, dass ich mir schon lange vorgenommen habe, eins der wenigen Gebäude, die er in Deutschland gebaut hat, zu besuchen – Das Steinskulpturenmuseum Kubach-Wilmsen, das bereits 2010 in Bad Münster am Stein entstand. Ein Geständnis vorne weg: Ich bin, was Kunst und Architektur angeht, mal so ganz und gar nicht multitasking fähig. Das heißt, wenn ich mir ein Museum angucke, dann gucke ich entweder die Architektur ODER die Kunst an. In diesem Fall habe die absolut sehenswerten Steinskulpturen (über die Ihr hier mehr lesen könnt) ganz sträflich vernachlässigt und mich ausschließlich auf die Architektur konzentriert. Und nicht nur das – ich habe beim Blick auf die Website des Museums zwar gesehen, dass an Pfingstmontag geöffnet ist, aber auf die Idee, auch mal auf die Uhrzeit zu schauen bin ich nicht gekommen. Daher standen wir am Montag vor verschlossenen Türen und ich konnte nur von außen fotografieren – super schade, aber selbst von außen war der Besuch absolut lohnenswert.

tadao ando sichtbeton architektur

Tadao Ando und die Architektur

Am liebsten würde ich einfach nur die Bilder sprechen lassen. Ist es nicht wunderschön- die Präzision, mit der das Gebäude in die Landschaft eingefügt ist? Das Zusammenspiel der genauen Geometrie und der umgebenden Natur? Die Staffelung des Außenraums im Dialog mit dem Inneraum (den ich ja nun leider nur von außen sehen konnte)? Der Zweiklang von umgebauter Scheuen und minimalistischem Beton? Die präzise Verarbeitung des Betons (als Architektin weiß ich was es heißt, einen Handwerker davon zu überzeugen, das Material so zu verarbeiten). Kann ich Euch ein wenig von meiner Begeisterung für Tadao Ando und seine Architektur vermitteln?

kunst und architektur fonadtion kubach wilmsen

Wenn Ihr mögt, habe ich noch ein paar Links für Euch zum Weiterlesen und Gucken:

Bildersammlung von Tadao Ando Bauwerken auf Flickr

Ein virtueller Brief an Tadao Ando

Ein schönes Interview mit Tadao Ando

Eine kleine Biographie

 

30. April 2015
von mecki
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Fotografisches mit dem iPad – erste Versuche

Neulich bin ich bei Leah über diesen tollen Artikel über des Fotografieren mit dem iPhone gestolpert. Nun liebe ich ja gemeinhin meine große alte Spiegelreflexkamera heiß und innig, mache gerne ausgedehnte Fotosessions bei denen alles fein arrangiert wird, das beste Licht abgewartet wird, die RAW-Dateien nachträglich entwickelt werden und so weiter und sofort. Dennoch, oder gerade deswegen, zog mich der Artikel in seinen Bann – mit ganz wenig Technik gute Fotos machen: Das heißt auch irgendwie, dem Motiv (noch) mehr Beachtung schenken, sich reduzieren, den Augenblick nehmen wie er kommt. Ein reizvoller Gedanke. Und da die dicke Spiegelreflex im Alltag sowieso kaum je mit darf, werde ich künftig öfter mal mein iPad * zücken und die Möglichkeiten der minimalistischen Fotografie ausloten. Für den Anfang gibts eine kleine Impression meines Arbeitsweges – wenn ich in Offenbach unterrichte führt mich mein Weg mit dem Fahrrad quer durch Frankfurt und anschließend am südlichen Mainufer entlang Richtung Osten. Eine Strecke auf der es viel zu entdecken gibt. Unteranderem begleitet einen der Blick auf das neue EZB-Gebäude mit der im selben Zug entstandenen Osthafenbrücke lange Zeit.

Bewusst habe ich diesmal – außer dem Beschnitt – nichts bearbeitet am Foto, Reduktion eben. Unnd ich habe in Kauf genommen, dass das Licht um 13 Uhr mittags alles andere als optimal ist zum Fotografieren – flau, wenig Tiefe, die große Kamera hätte ich um diese Uhrzeit wohl gar nicht erst aus der Tasche geholt. Ich bin gespannt, was mir künftig noch so vor die iPad-Linse springt und gleichzeitig bin ich sicher, dass es nie nie nicht meine dicke alte DSLR ersetzen wird und freue mich auf ein spannendes Nebeneinander.

minimalistische ipad fotografie

Und Ihr, was nehmt Ihr zum Fotografieren? Minimalistisch mit Smartphone oder fette Spiegelreflex ?

* Das iPad ist ein wenig sperrig – ein Smartphone wäre wohl die besser Wahl. Ich besitze aber keins. Manchmal entziehe ich mich an der ein oder anderen Stelle ganz gerne mal dem allgemeinen Konsummuster und da mein vorhandenes Uralthandy seit Jahren nicht kaputt gehen möchte, gibts eben kein Smartphone und es lässt sich ganz prima damit leben :-).

30. Januar 2015
von mecki
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Fotografisches vom Sommer in Mecklenburg-Vorpommern

Immer mal wieder durchforste ich meine Festplatten auf der Suche nach neuem Bildmaterial für meine verschiedenen Photoshop-Kurse. So auch heute bei der Vorbereitung für einen aktuellen Kurs. Dabei stieß ich auf diese Blumenbilder, deren Existenz ich längst verdrängt hatte. Entstanden sind sie auf einem wunderschönen Fleckchen Erde in Mecklenburg-Vorpommern, wo die Familie Schäfer mit viel Engagement und Liebe zum Detail das alte Gutshaus Landsdorf restauriert hat. Gemeinsam mit einer Freundin habe ich dort ein paar wunderschöne und entspannte Tage verbracht – das Gut, die Geschichte der Renovierung, das Drumherum sind ganz sicher einen eigenen Blogartikel wert – heute möchte ich Euch aber einfach ein paar Blumenbilder aus dem dortigen parkähnlichen Garten gegen das graue Einerlei da draußen vorbei schicken.

Blumen Park Gutshaus Landsdorf

1. Dezember 2014
von mecki
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10 Fragen an – Smaland-Villa

smaland villa

Habt Ihr Lust auf ein bisschen Urlaub? Auf Träume von lauen Sommernächten, in denen es nie dunkel wird oder Träume von stillen, unberührten Winterlandschaften, in denen der Blick ewig gleitet bis zum Horizont? Habt Ihr als Kind die Bücher von Astrid Lindgren verschlungen und lest heute Euren eigenen Kindern die Geschichten von Michel oder den Kindern aus Bullerbü vor? Ist Schweden und insbesondere Smaland ein Sehnsuchtsort für Euch? Dann Hab ich was für Euch: Ein Interview mit Hiltrud von smaland-villa, die 4 wunderschöne kleine Ferienhäuser in Smaland ihr eigen nennt (sowie vermietet) und heute Ihre Türen für Euch ganz weit öffnet, herein spaziert. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle an Hiltrud, für die tollen und ausführlichen Antworten auf meine vielen neugierigen Fragen.

smaland villa

Ihr habt seit einigen Jahren 4 kleine Häuser in Smaland, die Ihr liebevoll restauriert habt, in denen Ihr während der Schulferien gerne selbst lebt, die Ihr aber auch an Feriengäste vermietet: Wie ist es dazu gekommen, dass Ihr ausgerechnet im fernen Schweden Häuser gekauft habt?

Die Idee in Smaland ein Haus zu kaufen, kam in unserem ersten Schwedenurlaub. Die dortige Natur und die vielen sehr schönen, teils etwas verwahrlosten und dadurch recht erschwinglichen Immobilien haben es uns direkt angetan. Einige Jahre vorher hatten wir schon einmal die Idee, eine Almhütte in Osttirol zu erwerben. Das ist in Österreich jedoch nicht ganz einfach. Nicht nur unsere Entschlossenheit und die Freude daran, sich auf neue Aufgaben zu stürzen, sondern auch die schwedische Unkompliziertheit ließen es hier dann schnell zum Hauskauf kommen.

4 verschiedene Häuser: Die rosa Villa, die rote Villa und das Doppelhaus in Krogstorp. Erzähl ein bisschen was darüber, was welches Haus charakterisiert und in welcher Umgebung es jeweils liegt!

Die rosa Villa ist nach Aussagen unserer Töchter (mehr …)