19. Februar 2015
von mecki
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Herzlichen Glückwunsch Serie 7!

Fast hätte ich ihn verpasst, den 60. Geburtstag meines Lieblingsstuhl – doch dann rauschte die Tage ein kurzer Artikel durch meine Facebook-Timeline: Serie 7 wird 60 – ja klar, der Entwurf zu einem der bekanntesten (und schönsten) Stühle der Möbeldesign-Geschichte stammt aus dem Jahr 1955. Zeit für eine kleine Hommage.

Ganz zu Beginn meines Blogger-Daseins habe ich ja schon einmal über unsere Exemplare des Stuhls berichtet (ich muss also eigentlich NICHT erneut erwähnen, dass ich die guten Stücke gebraucht für je 5 DM (!) bekommen habe). Und während ich hier schreibe, wird mir gerade klar, dass nicht nur der Stuhl an sich 60 Jahre alt wird, nein, tatsächlich jährt sich der Einstand in meinem Haushalt dieses Jahr zum 20. Mal, Wahnsinn, 20 Jahre hab ich die 4 Stühle nun schon und habe mich noch keine Sekunde dran satt gesehen. Und bequem sind sie, selbst an meinem Schreibtisch, an dem ich ja viele Stunden zubringe, unter anderem mit dem Schreiben von Blogartikeln, nutze ich einen 3107.

Arne Jacobsen Klassiker Serie 7

Ein paar Facts

Arne Jacobsen: * 11.02.1902 in Kopenhagen, war nicht nur ein bedeutender dänischer Möbeldesigner sondern auch ein toller Architekt, sein vielleicht bekanntestes Objekt aus dem Bereich der Architektur ist das SAS Royal Hotel in Kopenhagen – hier hatte er die faszinierende Möglichkeit alles von der Architektur des Gebäudes, über die Möbel bis hin zum Besteck selbst zu entwerfen – welcher Architekt träumt nicht davon

Fritz Hansen: die dänische Möbelfirmamit Sitz in Allerød baut die Serie 7 von Beginn an. Heute ist dieser Stuhl der mit Abstand meistverkaufte Stuhl der Firmengeschichte. Ja, er kostet eine Menge Geld und es gibt (zum Beispiel in Großbritannien) billigere Nachbauten – aber wollen wir das wirklich? Ich bin der Meinung, Urheberrechtsschutz und Fertigungsqualität haben ihren Preis – daher tue ich mich mit solchen Nachbauten schwer – hab aber natürlich mit meinen gebrauchten Schnäppchen auch gut lachen :-)

Material: Der Stuhl wird aus formgepresstem Messerfurnier gefertigt. Es gibt ihn mit und ohne Armlehne (wobei ich die klare Silhouette ohne Lehnen viel schöner finde). Auch die Gestelle aus verchromtem Stahlrohr sind in verschiedenen Ausführungen – so zum Beispiel auch mit Rollen – erhältlich.

Jubiläumsedition 60 Jahre Serie 7: Die Farben der Serie 7 wurden in den vergangenen 60 Jahren immer wieder variiert – kein Wunder, ist doch gerade Farbe etwas, das sehr stark auch vom Zeitgeschmack abhängt. Zum 60. Geburtstag hat Fritz Hansen nun 2 Jubiläumsausgaben auf den Markt gebracht – ich zitiere einfach mal aus dem Pressetext von Fritz Hansen: “ Eine maskuline Edition mit einer dunkelblau lackierten Sitzschale und pulverbeschichteten, brünierten Stuhlbeinen. Und eine feminine Edition in zartrosa lackiertem Gewand und mit Stuhlbeinen, die mit 24 Karat Gold beschichtet sind“ – Mir gefallen die beiden, die sich so subtil ergänzen, aber ich hab ja schon…..

Jubiläumsedition der Serie 7 von Arne Jacobsen, Fritz Hansen

copyright: Fritz Hansen

Noch mehr Möbelgeschichte

Ihr interessiert Euch für Möbelgeschichte, liebt alte Klassiker, ausgefallene Entwürfe, die ihren Zeitgeist wiederspiegeln? Passend zum Thema möchte ich Euch noch ein Buch vorstellen: „moderne Möbel – 150 Jahre Design„, erschienen im Ullmann Verlag. Auf über 700 Seiten findet sich hier eine Sammlung bekannter und nicht ganz so bekannter Möbelentwürfe. In umgekehrt chronologischer Reihenfolge wird für jedes Jahr bis 1899 (wie man da auf die titelgebenden 150 Jahre kommt, ist mir allerdings ein Rätsel?) mindestens eins, meistens mehrere Möbelstücke präsentiert. Die zugehörige Info ist jeweils sehr kurz gehalten, hier hätte ich mir hier und da etwas mehr Tiefe gewünscht. In verschiedenen Kapiteln werden dann wiederum einzelne Themen ausführlicher behandelt, gut! Anders als der Name vermuten lässt, ist das Buch auch mehr eine Reise durch die Geschichte des Stuhldesigns, andere Möbelstücke finden sich eher selten, sind aber hier und da auch vertreten. Designliebhaber werden viele alte Bekannte entdecken, vom String-Regal, über den Eams’schen Plastic-chair (guckt mal bei Cora vorbei, die hat diesem tollen Stuhl gerade einen Artikel und ein Muster gewidmet), bis hin zu eben jenem bekannten Serie 7 Stuhl von Jacobsen. Daneben gibt es aber auch viel Unbekanntes zu entdecken, so warten zum Beispiel die 70-er Jahre mit vielen teils kuriosen Entwürfen auf, die sicher kein Potenzial zur Massentauglichkeit besitzen aber die Designgeschichte dennoch mitprägten. Alles in allem ein Buch, dem zwar hier und da etwas der Tiefgang fehlt, in dem ich aber immer wieder gerne blättere und staune.

Moderne Möbel 150 Jahre Design Ullmann Verlag

 

19. Januar 2015
von mecki
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Ein kleiner aber feiner Schreibtisch

Heute gibt’s endlich mal wieder was aus der Ecke „Möbelentwürfe aus dem Hause fein & raum„. Der kleine Schreibtisch, den ich Euch nun zeige ist zwar nicht neu, aber er hat’s dennoch verdient, hier einen Auftritt zu bekommen.

Schreibtisch aus Birke Multiplex selbstgebaut

Der Entwurf

Entstanden ist der Entwurf als wir in unsere letzte Wohnung eingezogen waren. Die war noch nicht so wahnsinnig groß und so sollte (oder musste) der Schreibtisch des Herrn fein & raum im Wohnzimmer Platz finden. Das heißt er musste unbedingt 2 Bedingungen erfüllen: Besonders hübsch aussehen (schließlich guckt man auf so einen Wohnzimmer-Schreibtisch ständig, was nicht heißt, dass ein Arbeitszimmer-Schreibtisch hässlich sein soll…) und klein sein (denn der Wohnraum war auch ohne Schreibtisch nicht wirklich riesig).

Und so ist dann dieser kleine Tisch entstanden. Sehr zurückhaltend ist er – dadurch, dass er fast aus einem einzigen Material (Birke-Multiplex, logo) besteht und sich Tischplatte und Korpus ganz natürlich auseinander entwickeln. Seine Leichtigkeit aber auch Dreidimensionalität bezieht er aus der freistehenden Ecke am linken Rand, die finde ich nach wie vor richtig gelungen. Er misst übrigens wirklich nur 60*120 cm, also nix um riesige Bücherberge anzuhäufen, dafür wirkt er aber auch in kleinen Räumen schön filigran.

Schreibtisch aus Birke Multiplex selbstgebaut

Die Ausführung

Tja, damals gab’s hier noch keine Werkstatt und so habe ich den Tisch vom Schreiner bauen lassen, was dieser mit absoluter Perfektion gemacht hat. Das Material ist wie gesagt Birke Multiplex und zwar ein sehr hochwertiges – da gibt’s große Unterschiede und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es gerade bei Birke nicht immer ganz leicht ist ein wirklich gutes zu bekommen (falls Ihr mal danach sucht, ein kleiner Tipp: fragt nach Birkoplex, daraus sind meine Kerzenständer gemacht, das Zeug ist wirklich richtig gut). Die Oberfläche ist geölt – für mich immer wieder die schönste Möglichkeit, Holz zu behandeln und ihm seine Natürlichkeit und seinen feinen Glanz zu lassen.

Schreibtisch aus Birke Multiplex selbstgebaut

Und nun?

Nun musser raus, der Schreibtisch. Bei unseren Umzugsaktionen, erst von Wohnung in Haus und dann auch noch innerhalb des Hauses war er leider irgendwann überflüssig. Aber er ist natürlich viel viele zu schade, um einfach in einer Ecke zu verkommen. Und so kommt mir die Tauschbörse auf So leb ich (die nicht nur zum Tauschen sondern auch zum Verkaufen da ist) gerade recht und ich hoffe, dort einen Käufer zu finden, der gutes Design zu schätzen weiß und sich noch viele Jahre an meinem kleinen feinen Schreibtisch erfreuen kann. Jedenfalls hab ich ihn heute aus seiner Ecke befreit und vor der blauen Schlafzimmerwand nochmal ins rechte Licht gerückt. Und vielleicht liest ja auch hier jemand mit, der Interesse hat, ich freue mich über jede Anfrage.

9. Dezember 2014
von mecki
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Neues aus dem Shop oder aus Emil wird Anton

Anton der Hocker

Könnt Ihr Euch noch erinnern? In einem meiner ersten Blogartikel habe ich Euch Emil vorgestellt – den haben wir Anfang des Jahres entworfen und gebaut und ich glaube, der Artikel war der allererste, den ich geschrieben habe – schon bevor mein Blog online ging, denn Emil mochte ich schon damals richtig gerne und so war er genau das richtige Objekt, um sich an einem gelungen Blogartikel zu üben :-)

Anton der Hocker

Damals hieß er noch Emil

Und jetzt freue ich mich ganz besonders, dass ich Euch unsern Hocker endlich auch zum Kaufen anbieten kann. Frisch aus der Werkstatt eingetroffen, ist er ab sofort bei Selekkt zu bekommen. Ein paar kleine Wandlungen hat er seit seiner Geburt noch durchgemacht. So ist die Schräge um 1 Grad stärker ausgefallen, was seine Silhouette noch ein wenig prägnanter macht. Das Material ist, wie auch die Kerzenständer, Birkemultiplex. Der Prototyp war noch aus Buchemultiplex, wir hatten da noch ein paar Reste. Denn schöner finde ich den zarten, hellen Ton der Birke auf jeden Fall. Tja und dann hat er noch eine kleine Namensänderung durchgemacht: Aus Emil wurde Anton. Ich habe nämlich vor einiger Zeit eher zufällig entdeckt, dass es schon einen Hocker Emil gibt – das  geht ja mal gar nicht, jetzt isser eben Anton, auch schön.*.

Bei uns hat Emil/Anton ja nun schon einige Monate Einsatz hinter sich und ich kann Euch sagen: Der ist nicht nur schön sondern auch noch ausgesprochen praktisch. Immer griffbereit, wenn eine zusätzliche Sitzgelegenheit gebraucht wird. Ein hübsches Blumenväschen drauf drapiert geht auch immer und schnell mal was drauf abstellen sowieso (aber dafür ist er ja eigentlich zu schade, oder?).

Anton der Hocker

Ach so: Produziert  wird Anton übrigens, genau wie die Kerzenständer, in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung und ich war ganz ehrlich völlig begeistert, als ich die erste Fuhre Hocker letzte Woche abholte, mit welcher Präzision er gefertigt ist, Wahnsinn – ich kann mich selbst gar nicht dran satt sehen und hatte beim Fotografieren jede Menge Spaß mit so einem hübschen Modell vor der Linse. Apropos Fotografieren: Ich wollte ja so eine mega beeindruckende Pyramide aus ganz vielen Antons bauen und ablichten. Leider ist da wo ich immer fotografiere (so eine Art fest eingebautes Gipskarton-Sideboard) nicht so wahnsinnig viel Platz nach oben und so wurde aus meiner mega beeindruckenden Pyramide eher ein winziges Pyramidlein :-)

Und jetzt hoffe ich einfach, dass ganz viele Menschen meine Begeisterung teilen und Anton vielleicht schon zu Weihnachten den ein oder anderen glücklich macht :-) Und nächstes Jahr gibt’s dann auch wieder Neues aus dem Shop!

Anton der Hocker

* später entdeckte ich dann, dass es auch schon ein Sitzmöbel namens Anton im Netz gibt, aber was soll’s – dann ist das jetzt halt so.

19. November 2014
von mecki
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Ihr habt es so gewollt: fein & raum gibt’s jetzt auch zu kaufen

Kerzenständer aus Birke Multiplex

Schon eine ganze Weile spukt eine Idee in meinem Kopf: Ich möchte die Dinge, die ich entwerfe auch verkaufen. Und als ich Euch dann vor mehr als 4 Wochen die Kerzenständer auf meinem Blog zeigte, war mir klar, dass ich genau mit diesen Kerzenständer mein Projekt „Verkauf“ starten möchte. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich dann gefreut habe, als ich genau zu den Kerzenständern ganz viele Rückmeldungen bekam, dass sie gefallen und auch, dass ich damit doch in den Verkauf gehen solle. Wie schön! Da plane ich still und heimlich in meinem Kämmerlein, überlege noch, ob ich mich wirklich trauen soll und Ihr – meine lieben Leser – schlagt mir genau das vor.

Kerzenständer aus Birke Multiplex

 

Es geht los – Lilli am Start

Um so mehr freue ich mich, dass ich Euch heute nun endlich den Verkaufsstart meiner Kerzenständer verkünden kann. Ab sofort könnt Ihr sie bei Selekkt erwerben und Euch und Eure Freunde zu Weihnachten damit glücklich machen :-). Selekkt kennt der ein oder andere von Euch sicher schon: Eine „Marktplatz für junges deutsches Produktdesign“ auf der sich viele viele schöne Dinge finden. Für Selekkt (und damit gegen einen eigenen Onlineshop) habe ich mich entschieden, um mich bei meinen Produkten so weit wie möglich auf’s Ideen finden, Entwerfen und Produzieren (dazu gleich mehr) konzentrieren zu können – weniger administrativer Aufwand lässt mehr Zeit für Kreativität. Außerdem bietet so eine Plattform natürlich den Vorteil, dass sie bekannt ist und viele Besucher hat – mein eigener kleiner Blog hat zwar auch seine Leser, über die ich riesig glücklich bin, kann aber natürlich (noch) nicht mit den Zugriffszahlen von Selekkt Schritt halten. Und dann war da noch was: Ein Name musste gefunden werden, denn irgendwie finde ich die schnöde Bezeichnung „Kerzenständer“ nicht so wirklich verkaufsfördernd. Nach ein wenig Hin- und Herüberlegen (und der Feststellung, dass es da draußen schon unglaublich viele Kerzenständer mit Namen gibt) stand fest: Lilli ist es! Passt doch wunderbar, findet Ihr nicht auch?

Kerzenständer aus Multiplex

Die Produktion

Immer wieder habe ich Euch erzählt, dass ich das große Glück habe, den begabten Handwerker direkt im Haus zu haben. So baut der Herr fein & raum in seiner Freizeit tolle Prototypen, immer wenn ich wieder mal etwas Neues entworfen habe. Schnell war aber klar, wenn ich verkaufen möchte und richtige Stückzahlen brauche, können wir das weder zeitlich noch räumlich selbst leisten. Also musste ein Partner für die Produktion gefunden werden. Diesen Partner habe ich mit den Oberurseler Werkstätten gefunden. Die Oberurseler Werkstätten bieten in unterschiedlichen Bereichen Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung – ein tolles Projekt finde ich und daher bin ich super froh, dass meine Kerzenständer nun dort produziert werden. Ein dickes Lob an dieser Stelle: die Zusammenarbeit ist total angenehm und das Ergebnis, dass ich diese Woche abgeholt habe ist toll. Ach so: die Oberurseler Werkstätten können keinen Lack, heißt? Meine schönen farbigen Einsätze muss ich selbst lackieren. Bei den momentanen Stückzahlen geht das noch ganz gut, hat was meditatives und entspannendes und ich bin Stolz auf meine Idee mit den Weinkorken – das perfekte Tool um Kerzeneinsatzringe zu lackieren, sollte ich mir patentieren lassen (und über unseren Weinkonsum seht Ihr bitte großzügig hinweg ;-).

Kerzenständer aus Birke Multiplex

Rückblick und Ausblick

Ein paar Pannen gab es in den letzten 4 Wochen auch – ich bin so ein wenig der blauäugige Typ und habe mir vorher nicht so recht ausgemalt, an was man alles denken muss, wenn man ein Produkt nicht nur in Kleinst-Auflage für sich selbst oder Freunde entwirft, sondern damit „auf den Markt“ gehen möchte. Ich erspare Euch Einzelheiten, nur so viel: ein paar mal bin ich ganz schön auf die Nase gefallen, aber was zählt ist, dass jetzt das Ziel erreicht ist und meine Kerzenständer ab sofort gekauft werden können. Ich bin immer noch ganz aufgeregt. Und ich freu mich natürlich total, wenn Ihr mich ein bisschen weiterempfehlt und dazu beitragt, dass die Menschheit meine Kerzenständer entdeckt. Schon jetzt ganz lieben Dank dafür.

Kerzenständer aus Birke Multiplex

Das nächste Produkt ist übrigens schon in der Pipeline und wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ihr dürft also gespannt sein und seid sicher, dass Ihr hier davon erfahren werdet:-)

 

15. Oktober 2014
von mecki
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Werkstatt meldet: Fertig!

Jaaaa, endlich – ich hab Euch ja lange genug erzählt, dass was Neues in der Pipeline ist, nun isses endlich so weit und ich lass die Katze aus dem Sack ;-). Das neue fein & raum Baby ist ein……Kerzenständer. Ach was sag ich, ganz viele Kerzenständer sind es geworden. Denn wenn man die Fräse schon mal anwirft und in Kauf nimmt, dass sich über den einzigen Kellerraum im Hause, in dem alles von der Weihnachtsdeko, über den Fahrradfuhrpark bis zur Heizung steht, eine große, hartnäckige Holzstaubwolke legt, soll es sich ja lohnen. Und es hat sich gelohnt, finde ich wenigstens.

Kerzenständer Birke Multiplex

Die Idee

Aber mal von vorne: Als wir nach der großen Gästezimmermöbelbauaktion im Frühjahr noch jede Menge Multiplex über hatten, entstand schon bald die Idee, einen Kerzenständer zu bauen. Wahnsinnig originell, es gibt ja auch kaum einen Kerzenständer auf dem Markt ;-). Also musste er irgendwie mehr bieten, als das was es so handelsüblich zu kaufen gibt. Mehr? Besser, schneller, weiter? Was kann man bei einem Kerzenständer denn optimieren? Und da war sie dann, die Idee: Wir bauen einen multifunktionalen Kerzenständer. Was bitte? Naja, einen multifunktionalen Kerzenständer halt. Der kann Stabkerzen und Teelichter! Hat man ja beides immer mal wieder im Haus und mal Lust auf das eine, mal mehr auf das andere. Und genau das geht mit unserem neuen Baby: Mal Stablichter, schön lang und schlank, mal Teelichter, klein und zurückhaltenden und nach ein bisschen weiterer Deko rufend.

Kerzenständer Birke Multiplex

Die Umsetzung

Und da ich ja die Kombination aus Birke und ein klein bisschen Farbe total gern mag (Ihr erinnert Euch noch an unsere Lampe?) hab ich mir dann einen kleinen bunten Einsatz ausgedacht – ist er drin, passt die Stabkerze, ist er draußen, passt das Teelicht – so einfach.

Soweit waren wir dann schon im Frühjahr und dann kam der Sommer, mit viel (naja , manchmal nicht ganz so viel) Sonne und jede Menge Lust, Dinge draußen zu unternehmen. So lag der Entwurf erst mal monatelang in der Ecke, bis der Herr fein & raum letztes Wochenende endlich im Keller abtauchte und nach Stunden mit den (fast) fertigen Kerzenständern wieder auftauchte. Was hab ich ein Glück, dass der Mann mit Säge und Fräse umgehen kann :-). Fast fertig übrigens deshalb, weil das Anstreichen der Einsätze mir überlassen war – ehrlich gesagt, bin ich ja total froh, dass wenigstens eine Arbeit auch mit 2 linken Händen zu bewerkstelligen ist und ich auch ein bisschen was machen durfte. Farbe war noch von der Lampe übrig, die einzelnen Farbtöne sind übrigens schön von Hand angemischt – bei sowas hab ich dann wieder total Spaß.

Kerzenständer Birke Multiplex

Das Ergebnis

Tja und nun sind sie endlich fertig und da diese Woche anscheinend meine Glückswoche ist, habe ich an meinem freien Nachmittag auch noch Sonnenschein, so dass ich mich ausgiebig mit der Kamera austoben konnte und Euch endlich Ergebnisse zeigen kann. Die Dinger laden übrigens total zum Spielen ein, haben so was von Bauklötzen und ich hätte stundenlang irgendwelche Kombinationen erfinden können. Mir gefällts und ich freue mich nun auf gemütliche Herbstabende bei Kerzenschein. Macht es Euch gemütlich!

PS: Und demnächst verrate ich dann noch eine kleine Neuigkeit in Zusammenhang mit den Kerzenständern, pssst.

29. Juni 2014
von mecki
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Schubladeneinsatz – ich liebe Multiplex!

Es gibt was neues aus der fein & raum – Werkstatt. Und diesmal ist es nicht nur schön sondern auch noch super praktisch. Ich habe Euch ja neulich schon mal erzählt, dass meine Gewürze, wenngleich viel genutzt, ein Schattendasein in diversen Tütchen fristeten, das ist jetzt vorbei! Der Herr fein & raum hat seine Fräse ausgepackt und ist damit wiedermal dem Multiplex zu Leibe gerückt. Jetzt haben wir einen ganz wunderbaren Schubladeneinsatz für die Küche, in dem 20 Gewürze Platz finden (ein paar meiner Gewürze müssen leider weiter in Tütchen leben, sonst wäre der hintere Teil der Schublade kaum mehr für anderes nutzbar gewesen).

Schubladeneinsatz Multiplex

Gewürzdöschen

Nach ein wenig hin und her habe ich mich dann für Döschen mit durchsichtigem Deckel entschieden, die sehen ein bisschen wertiger aus als die geschlossenen und außerdem hab ich so immer den vollen Überblick über meine Vorräte, sehr praktisch! Die Aufkleber und ihre verschiedenen Varianten habe ich Euch in der Entstehungsphase ja schon einmal gezeigt und nach Eurer Meinung gefragt. Tja, nach ein paar weiteren Versuchen ist die Entscheidung dann gefallen. Das Schöne ist: die Dinger sind ganz leicht abziehbar und die kleinste Packungsgröße sind 600 Stück. Wenn ich Lust auf Veränderung habe, kann ich mir also jederzeit neue Schildchen machen. Die Sticker von Herma sind echt praktisch – gut fand ich auch, dass auf der Website eine Indesign-Datei zum Download bereit steht, so dass die Platzierung der Grafiken echt ein Kinderspiel ist.

Schubladeneinsatz für Gewürze

In der Schublade

Der Multiplexeinsatz ist natürlich genau auf Maß für unsere 90 cm Schublade gemacht. Es ist eine wahre Freude, die Schublade aufzuziehen und fein geordnet 20 Gewürze vor der Nase zu haben. Außerdem ist der Anblick und die Haptik einer fein geschliffenen Multiplexoberfläche um einiges angenehmer als der schnöde weiße Kunststoff, der vorher das Schubladeninnenleben beherrschte (Wunsch an Herrn fein & raum: Multiplexeinsatz für den hinteren Teil der Schublade :-). Gestern Abend habe ich zur Feier des Tages dann direkt ein großes Gemüsecurry gemacht, bei keinem anderen Gericht kommen so viele Gewürze zum Einsatz. Hach war das schön: Schublade auf, Gewürze greifen, aufschrauben, bedienen, fertig. Curry mit mindestens 10 verschiedenen Gewürzen zu kochen gehört ab sofort zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. An der Stelle muss ich ja mal meine Bewunderung für die vielen vielen Foodblogger ausdrücken: Gestern Abend war mir kurz danach, das schöne bunte Curry zu fotografieren. Das hätte bedeutet, irgendwo den letzten Rest Tageslicht suchen zu gehen, ein leidlich ansehbares Set aufzubauen, Kameraeinstellungen und Ausschnitte zu testen usw. usw., ich hatte aber Hunger. Kein Aufschub möglich, das Curry musste auf der Stelle vertilgt werden. Und die Foodblogger? Die kochen ungeheuer leckere gut aussehende Gerichte und nehmen sich, statt zu essen, die Zeit, perfekte Fotos zu machen, wohlwissend, dass das Essen nur eine begrenzte Zeit warm ist (oder sind die alle so schnell?), Hut ab, ich hätte da nicht die Ruhe zu, bei mir muss das Essen sofort auf den Tisch.

26. Juni 2014
von mecki
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Darf ich vorstellen? Clara!

Clara begleitet mich schon ziemlich genau die Hälfte meines Lebens, stammt also deutlich aus dem letzten Jahrtausend (ich bin ja nun überhaupt nicht der Trendjunkie, aber ich finde, mit Ihrer feinen grafischen Anmutung passt sie voll ins aktuelle Grafik-Trend-Schema :-). Clara hat schon 6 Umzüge mitgemacht und in jeder Wohnung findet sie wieder ein schönes Plätzchen, wo sie gut zur Geltung kommt. Ursprünglich war sie als Schaufensterpuppe konzipiert, von einem lieben Freund von mir gebaut. Ihre vielen Geschwister sind dann auch im Schaufenster einer Boutique gelandet, Clara hat jedoch glücklicherweise den Weg zu mir gefunden, was mich sehr freut!

Skulptur aus Stahl,

 

8. Juni 2014
von mecki
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Ein neues Multiplexprojekt, ein wenig Typographie und Grafik sowie eine Entscheidung

Wie bringt Ihr Eure Gewürze unter? Unsere (ich habe gezählt, es sind mehr als 30…) stehen bis jetzt in den Tüten, in denen sie gekauft wurden ziemlich chaotisch in einem kleinen Schubladenfach direkt neben dem Herd. Jedesmal wenn ich ein Gewürz brauche (und ich koche viel und gern mit Gewürzen) geht die Sucherei los – eigentlich kann ich sicher sein, dass sich das Kraut, das ich suche im allerletzten Winkel versteckt hat und ich, bevor ich fündig werde, mindestens 25 andere Tütchen in den Fingern hatte. So geht das nicht mehr weiter.

gewürze

Wieder mal: Multiplex

Und da wir ja auch nach dem Bau unserer neuen Lieblingsleuchte noch immer Massen von Multiplex übrig haben, wird jetzt ein Schubladeneinsatz für die große 1,2m breite Besteckschublade gebaut (das Besteck muss dann halt ein wenig zusammenrutschen, das passt schon). In den Einsatz kommen dann ganz viele von diesen Döschen (oder vielleicht doch eher diese?). Alles schon bedacht, aber noch nicht gemacht.

Graphik und Typografie

Was ich aber schon gemacht habe sind die Entwürfe für die Etiketten. Die Döschen haben einen Durchmesser von 55mm und sollen jeweils einen runden Aufkleber mit 40mm Durchmesser erhalten. In Punkto Graphik und Typografie bin ich ja nun (anders als im Entwerfen von Häusern und Möbeln) nicht so der Profi. Dennoch macht es mir ungeheuer viel Spaß, mit Schriften und grafischen Elementen zu spielen und so habe ich mich ein wenig ausgetobt beim Gestalten der Etiketten. Nun kann ich mich nicht entscheiden, welches die schönsten sind. Ich stelle Euch einfach mal 4 meiner Entwürfe vor, vielleicht bekomme ich ja ein wenig Input von Euch.

Allen Entwürfen ist gemeinsam, dass ich die Gewürze in 4 Gruppen (Kräuter, scharf, orientalisches, sonstiges) aufteile und diese Gruppen farblich oder graphisch differenziere. Die grauen Ränder sind übrigens jeweils der Deckel der Gewürzdöschen, gehören also nicht zum Aufkleber, nur so zur besseren Vorstellung.

Der Filigrane

Die Kamera geschnappt, ein paar Kräuter und Gewürze fotografiert und diese anschließend in Photoshop so bearbeitet, das ein graphisches Motiv entsteht. Als Schrift bin ich wieder mal bei der Myriad hängengeblieben, die es in ungeheuer vielen Schriftschnitten gibt – hier kommt die light condensed zum Einsatz, die man eher selten sieht. Für mich ist die Myriad so ein Klassiker (es gibt sie allerdings erst seit 1992) der immer wieder gut passt und durch die unterschiedlichen Schriftschnitte ist sie unheimlich vielseitig einsetzbar.

Etiketten Gewürzdosen

Der Schlichte

Bunte Kreise, Text, fertig! Ich finde das hat was. Der Font ist übrigens wieder die Myriad, diesmal allerdings in bold – ein komplett anderes Erscheinungsbild und passend zu den einfachen Kreisen.

Etiketten Gewürzdosen

Ein wenig retro

Ich hab ein bisschen mit Dreiecken gespielt und dabei herausgekommen ist ein Entwurf, der mich ein wenig an ein 60-er Jahre Geschirr erinnert – passt ja ganz gut in die Küche. Passend zum Retrolook habe ich mich dann für eine Serifenschrift entschieden und zwar für die Vollkorn. Ein im Internet frei erhältlicher Font, der mir schon allein wegen seines Namens ganz außerordentlich gut gefällt. Aber auch sonst gehört sie mittlerweile zu meinen Lieblingsschriften und ist eine schöne Alternative zur Garamond (die ich zum Beispiel in meinem Schriftzug „fein & raum“ verwende).

Etiketten Gewürzdosen

Der Graphische

Auch hier wieder ein Spiel mit Formen, in diesem Fall Rechtecke, das Ergebnis kommt sehr graphisch daher, ich mag es. Ihr habt es wahrscheinlich schon erkannt – der Text ist wieder mal Myriad light condensed, diesmal aber ausschließlich Kapitale, unterstützt das graphische ganz schön.

Etiketten Gewürzdosen

Die Entscheidung

Tja, und jetzt muss ich mich entscheiden, schwierig, schwierig – was meint Ihr, welcher Entwurf wird meinen 30 Gewürzdöschen am besten zu Gesicht stehen?