12. Juli 2015
von mecki
2 Kommentare

Bildbearbeitung für Blogger – sRGB oder Adobe RGB

Bildbearbeitung für Blogger

Heute gibt’s endlich mal wieder etwas aus meiner kleinen Serie „Bildbearbeitung für Blogger“. Und zwar ein bisschen nützliches Hintergrundwissen. Sicher seit Ihr alle schon mal an Eurer Kamera oder im Bildbearbeitungsprogramm Eurer Wahl über die Begriffe sRGB und Adobe RGB gestolpert. Was ist das überhaupt und wann wende ich was an? Darum soll es diesmal hier gehen.

Farbmodelle

Wenn Ihr mit einer Spiegelreflexkamera oder auch einer anderen aktuellen Kamera fotografiert, könnt Ihr irgendwo in den Tiefen des Menüs einstellen, ob Eure Bilder in sRGB oder Adobe RGB aufgenommen werden. Nur, was hat die eine oder die andere Einstellung zu bedeuten? Beides sind sogenannte Farbräume, kurz gesagt, eine bestimmte Anzahl an unterschiedlichen Farben, die dargestellt werden können. Ich setze aber erst mal noch einen Schritt weiter vorne an und erkläre Euch zunächst, was ein Farbmodell ist, zu den Farbräumen komme ich dann später.

Farbmodell und Farbwerte

Ein Farbmodell ist eine Art und Weise Farbe zu beschreiben. Ihr fotografiert eine rote Mohnblume vor blauem Himmel? Unser Auge sieht intensives Rot und strahlendes Blau. Aber unser Auge ist ja auch ein ziemlich intelligentes Etwas während man das vom Computer so nicht sagen kann. Der erkennt nicht etwa automatisch, dass eine Mohnblume rot und der Himmel blau (naja, manchmal) ist, der braucht eine klare Ansage. Und die bekommt er (mehr …)

23. April 2015
von mecki
9 Kommentare

Bildbearbeitung für Blogger – das Histogramm

Bildbearbeitung fuer Blogger das Histogramm

So, jetzt geht’s hier weiter mit meiner kleinen Serie „Bildbearbeitung für Blogger„. Als ich die Tage so überlegte, welche Themen ich Euch dazu präsentieren möchte, stellet ich fest, dass das gar nicht so einfach ist. Denn ehrlich gesagt, habe ich nicht wirklich Ahnung, was Euch dazu interessiert und wie viel Ihr schon wisst (wahrscheinlich so einiges). Ich denke, ich versuche Euch mal eine bunte Mixtur aus Anfängerthemen und weiterführenden Ideen zu bieten. Und ich bin natürlich super froh über Rückmeldungen, Fragen und Ideen Eurerseits zu Themen der Bildbearbeitung, über die Ihr mehr wissen möchtet.

Heute starte ich mit einem Tool, dass sozusagen DIE Grundlage für gute Bilder ist – das Histogramm, ohne geht in der Fotografie und der Bildbearbeitung sozusagen gar nix. Aber was ist das eigentlich, das Histogramm? Gesehen habt Ihr es wahrscheinlich alle schon mal, entweder auf dem Display Eurer Kamera oder in dem Bildbearbeitungsprogramm Eurer Wahl.

Histogramm Beispiel

Auf der Skizze oben seht Ihr so ein typisches Histogramm. Auf der x-Achse (also der horizontalen Achse) werden alle Tonwerte von 0 (das entspricht Schwarz / kein Licht) bis zu 255 (das entspricht Weiß / soviel Licht wie möglich) abgetragen. Auf der y-Achse ist dargestellt, (mehr …)

31. März 2015
von mecki
5 Kommentare

Bildbearbeitung für Blogger – welche Tools brauche ich?

Es gibt eine neue Kategorie auf meinem Blog und heute starte ich mit dem ersten kleinen Artikel dazu: Ich möchte Euch gerne ein bisschen an meinem Wissen rund um die Bildbearbeitung teilhaben lassen und freue mich, wenn der ein oder andere von Euch, meine lieben Leser, einen nützlichen Tipp dabei entdeckt. Geplant habe ich Wissenswertes rund um verschiedene Begriffe, kleine Tutorials und Tipps und Tricks um mehr aus Euren Bildern rauszuholen.

Bildbearbeitung für Blogger

 

Immer wieder werde ich in Kursen gefragt, wie sich denn eigentlich die einzelnen Programme unterscheiden, welches Programm für wen geeignet ist und wie viel man denn nun so investieren muss, um loslegen zu können mit der Arbeit am perfekten Foto. Daher vergleiche ich heute, als Start in meine kleine Serie, einfach mal die einzelnen Bildbearbeitungsprogramme mit ihren jeweiligen Stärken und Schwächen und ihren Einsatzgebieten. Dabei beschränke ich mich auf das, was Adobe im Angebot hat, den das kenne ich aus eigener Erfahrung. Weiter unten gehe ich dann aber auch nochmal kurz auf Freeware ein.

Den Fokus lege ich dabei auf das Bearbeiten von Bildern für Blogs. Und was erwartet ein Blogger von einem Bildbearbeitungsprogramm? Im wesentlichen sind es 4 Themen, auf die man immer wieder stößt:

  1. Bildoptimierung – alles rund um bessere Fotos für Euern Blog
  2. Collagen – die Kombination verschiedeneder Fotos mit Text und Grafik
  3. Archivierung – mehr Ordnung in Euern Bildern
  4. Preis* –  ja, auch der spielt natürlich eine Rolle

Auf diese 4 Punkte hin werde ich also die verschiedenen Programme durchleuchten, so dass Euch eine Entscheidung, was Ihr nutzen möchtet, vielleicht ein bisschen leichter fällt.

Photoshop – der Platzhirsch

Photoshop feiert dieses Jahr seinen 25.(!) Geburtstag und hat sich in diesen 25 Jahren zum absoluten Platzhirsch unter den Bildbearbeitungsprogrammen gemausert – zurecht, denn es gibt kaum etwas, was Photoshop nicht kann – vieles davon wird der Blogger im normalen Bloggerleben nie brauchen. Doch wie schlägt sich Photoshop speziell in den 4 obengenannten Themen?

Photoshop CS6 Screenshot

  1. Bildoptimierung: Hier kann Photoshop mit einer riesigen Fülle an nützlichen Tools aufwarten, die nahezu jedes Problem, vom Beschnitt über die Optimierung der Tonwerte bis zur aufwendigen Retusche in den Griff bekommen. Kennt man sich erst einmal im Programm aus, was zugegeben ein wenig dauern kann, macht das Arbeiten mit den unterschiedlichen Werkzeugen große Freude und wenn das Ergebnis nicht gelingt, kann man ziemlich sicher sein, dass es nicht an Photoshop liegt. Auch selektives Arbeiten, also nur einzelne Bildbereiche verändern, ist dank Maskierungstechniken super präzise möglich. Möchte man in PS Raw-Dateien (also die Rohdaten, die Euer Sensor liefert) bearbeiten, öffnet sich automatisch das Adobe-Camera-Raw-Modul. Dieses ist deutlich weniger komplex als der Rest des Programmes und beinhaltet die gleichen Tools wie Lightroom (dazu unten mehr)
  1. Collagen: verschiedene Bilder miteinander kombinieren, Text einfügen oder auch mal ein paar einfache grafische Elemente für Eure Blogposts entwerfen – hier ist Photoshop in seinem Element und es bleiben kaum Wünsche offen.
  2. Archivierung: Mit Photoshop mitgeliefert wird die „Bridge“ – ein Dateibrowser, der auf Eure ohnehin erstellte Ordnerstruktur zurückgreift und diese 1:1 abbildet. Natürlich bietet die Bridge darüberhinaus zusätzliche Möglichkeiten, so werden zum Beispiel alle Bildformate als Vorschau angezeigt, was andere Dateibrowser nicht können. Auch filtern könnt ihr die Bilder nach Exif-Daten (also die Daten, die Eure Kamera liefert) oder nach zuvor vergebenen Schlagwörtern. Dies ist aber nicht der Schwerpunkt von Photoshop und so sind diese Möglichkeiten nicht ganz so umfassend. Ich bin jetzt nicht so der Archivierungsfreak, insofern reichen mir die Möglichkeiten. Wer aber riesige Bilderfluten möglichst effizient verwalten möchte, wird mit einer anderen Lösung (siehe unten) sicher noch glücklicher.
  3. Preis: Die Version CS6 kostet satte 920 €, wenn man nicht gerade mit Photoshop oder dem Bloggen sein Geld verdient, zuviel. Wer das Glück hat noch Student oder Schüler zu sein, kann aber eine deutlich günstigere Educationlizenz erwerben. CS6 ist allerdings ein Auslaufmodell (derzeit noch zu kaufen) und seit einem Jahr hat Adobe die Version CC auf dem Markt – eine Cloudlösung, bei der die Lizenz nur gemietet wird. Besonders viele Freunde hat Adobe sich damit nicht gemacht, zumal die Preise am Anfang mehr als heftig waren. Mittlerweile hat Adobe aber nachgelegt und bietet das sogenannte Foto-Abo an: Darin enthalten Photoshop und Lightroom für 11,89€ im Monat, das ist preislich ein ganz ordentliches Angebot.

Lightroom – Profitool für Fotografen

Lightroom gibt es seit 2007, im Vergleich zu Photoshop steckt es also quasi noch in den Kinderschuhen. Lightroom hat seinen Fokus ganz klar auf den Fotografen und ist damit ein wesentlich spezialisierteres Programm als das breit aufgestellte Photoshop. Und was kann es nun in den 4 betrachteten Themen bieten?

Lightroom 5 Screenshot

  1. Bildoptimierung: Die Tools und die Algorithmen sind die gleichen wie im Adobe-Camera-Raw-Modul (ACR) von Photoshop. Einfach zu bedienen und perfekt, um Raw-Dateien zu entwickeln und auch Jpg’s zu optimieren. Lightroom ist im Gegensatz zu ACR sogar um einiges komfortabler zu bedienen – so bietet es zum Beispiel eine Vorher-Nachher-Ansicht sowie ein Protokoll, das alle Schritte übersichtlich und revidierbar aufzeichnet – beides fehlt in ACR, in der reinen Bildentwicklung ist Lightroom Photoshop also leicht überlegen. Will man aber sehr gezielt Bilder selektiv bearbeiten oder aufwendige Retuschen machen, kann Lightroom wiederum nicht ganz mithalten, hier bietet Photoshop einfach die präziseren Werkzeuge. Um, neben der ohnehin perfekten Bildentwicklung, ein paar Pickel im Portrait zu retuschieren oder den Schatten im Hintergrund selektiv aufzuhellen reicht Lightroom aber vollkommen.
  2. Collagen: Hier kann Lightroom genau NICHTS, dafür ist das Programm nicht gemacht und bietet daher auch keine entsprechenden Tools.
  3. Archivierung: Lightroom ist in seinem Element. Im Gegensatz zu PS arbeitet es datenbankbasiert und kann so riesige Mengen von Bildern effizient verwalten, verschlagworten, auch ganz unabhängig von Eurer Ordnerstruktur (wegen Datenbank…).
  4. Preis: LR 8 als Soloprogramm kostet derzeit bei einem Bezug über Adobe 117 €, Daneben gibt es auch die Cloudlösung (siehe oben)

Photoshop Elements – (Halb-) Automatik für den Hobbyanwender

Den kleinen Bruder von Photoshop gibt’s immerhin auch bereits seit 14 Jahren. Während Photoshop den Profi, vom Grafiker, über den Fotografen bis zum Webentwickler, im Blick hat, richtet sich Elements an den Ab und Zu-Anwender, der keine Lust hat, sich wochenlang in ein Programm einzuarbeiten. Und das merkt man Elements an – es glänzt mit vielen (Halb-)Automatikfunktionen, liefert Vorlagen für alles mögliche und versucht es dem Nutzer immer so einfach wie möglich zu machen. Doch werfen wir mal einen genaueren Blick auf unsere 4 Themen.

Photoshop Elements 13 Screenshot

  1. Bildoptimierung: Die meisten Grundfunktionen beherrscht Elements, teils auch als Automatikfunktion, die nicht zwingend zum besten Ergebnis führt, fast immer aber auch umgangen werden kann. In der Bildentwicklung vermisst man aber das ein oder andere Tool und hier kann Elements weder Photoshop noch Lightroom das Wasser reichen. Dafür sind die Retuschewerkzeuge und auch die Möglichkeit zur selektiven Bearbeitung wiederum mehr als ausreichend.
  2. Collagen: Nicht ganz so umfangreich und komfortabel wie Photoshop, genügen die Werkzeuge aber für den normalen Bloggeralltag aber dennoch.
  3. Archivierung: Mit dem Organizer bietet Elements ebenfalls eine Datenbankbasierte Lösung, die, wie schon in der Bildoptimierung, vor allem darauf ausgelegt ist, es auch dem unerfahrenen Nutzer leicht zu machen. Wer also ohne viel Einarbeitung verschlagworten möchte, Gesichtserkennung, GPS-Daten und ähnliches nutzen möchte, ist hier richtig und wird mit vielen einfachen Möglichkeiten belohnt.
  4. Preis: Derzeit (beschränkt bis zum 15. April) bietet Adobe Elements 13 für 69,14€ an. Der normale UVP liegt dagegen bei 98€, hier lohnt es sich immer, nach einem günstigen Angebot zu suchen.

Fazit

Wenn Ihr eine günstige Schülerlizens von Photoshop CS 6 bekommen könnt, Archivierung nicht Euer Schwerpunktthema ist und Ihr darüberhinaus bereit seit, Euch ein bisschen einzuarbeiten (Hilfestellung demnächst hier in diesem Kino :-)) dann schlagt zu und kauft Photoshop. Wenn Ihr keine günstige Lizens bekommt und/oder ein bisschen mehr in die Ordnung Eurer Bilder investieren möchtet dann ist das Foto-Abo von Adobe das richtige für Euch – hier könnt Ihr die Stärken von Lightroom und Photoshop kombinieren und es bleiben keine Wünsche offen – ein bisschen Spaß am Lernen vorausgesetzt. Ihr möchtet es möglichst einfach haben, die Fotos sind nicht der Schwerpunkt auf Euerm Blog, Eure Zeit steckt Ihr zum Beispiel lieber in gute Blogtexte und „komplizierte“ Software ist Euch eh eher suspekt? Dann werdet Ihr vermutlich mit Photoshop Elements glücklich.

Vergleich Bildbearbeitungsprogramme Adobe

Darüberhinaus gibt es natürlich noch Freewaretools, die mal mehr mal weniger können. Allen voran GIMP, sozusagen der Mercedes unter den kostenlosen Bildbearbeitungstools. GIMP kann viel, ist aber in der Bedienung ein wenig sperrig – ehrlich gesagt, habe ich seit Jahren nicht mehr damit gearbeitet und mich nie mehr damit auseinandersetzen müssen, da ich ja auch beruflich mit Photoshop arbeite. Wer aber entsprechenden Ehrgeiz hat, sich da rein zuarbeiten, wird ganz sicher auch mit GIMP ein tolles Toolbekommen. Für kleinere „Ausbesserungsarbeiten“ gibts auch noch weitere Tools, das ist dann aber nicht meine Baustelle, da kann Euch jemand anders kompetenteres zu schreiben. Übrigens bietet Adobe die etwas in die Jahre gekommene Photoshop CS2 Version zum kostenfreien Download an, vielleicht auch eine Alternative für den ein oder anderen von Euch.

Ich hoffe, ich konnte Euch ein paar nützliche Tipps zum Einstieg in Bildbearbeitung geben und freu mich schon selbst auf meine neue Serie.

* Alle Preise Stand 28.03.2015, ohne Gewähr