1. Dezember 2014
von mecki
8 Kommentare

10 Fragen an – Smaland-Villa

smaland villa

Habt Ihr Lust auf ein bisschen Urlaub? Auf Träume von lauen Sommernächten, in denen es nie dunkel wird oder Träume von stillen, unberührten Winterlandschaften, in denen der Blick ewig gleitet bis zum Horizont? Habt Ihr als Kind die Bücher von Astrid Lindgren verschlungen und lest heute Euren eigenen Kindern die Geschichten von Michel oder den Kindern aus Bullerbü vor? Ist Schweden und insbesondere Smaland ein Sehnsuchtsort für Euch? Dann Hab ich was für Euch: Ein Interview mit Hiltrud von smaland-villa, die 4 wunderschöne kleine Ferienhäuser in Smaland ihr eigen nennt (sowie vermietet) und heute Ihre Türen für Euch ganz weit öffnet, herein spaziert. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle an Hiltrud, für die tollen und ausführlichen Antworten auf meine vielen neugierigen Fragen.

smaland villa

Ihr habt seit einigen Jahren 4 kleine Häuser in Smaland, die Ihr liebevoll restauriert habt, in denen Ihr während der Schulferien gerne selbst lebt, die Ihr aber auch an Feriengäste vermietet: Wie ist es dazu gekommen, dass Ihr ausgerechnet im fernen Schweden Häuser gekauft habt?

Die Idee in Smaland ein Haus zu kaufen, kam in unserem ersten Schwedenurlaub. Die dortige Natur und die vielen sehr schönen, teils etwas verwahrlosten und dadurch recht erschwinglichen Immobilien haben es uns direkt angetan. Einige Jahre vorher hatten wir schon einmal die Idee, eine Almhütte in Osttirol zu erwerben. Das ist in Österreich jedoch nicht ganz einfach. Nicht nur unsere Entschlossenheit und die Freude daran, sich auf neue Aufgaben zu stürzen, sondern auch die schwedische Unkompliziertheit ließen es hier dann schnell zum Hauskauf kommen.

4 verschiedene Häuser: Die rosa Villa, die rote Villa und das Doppelhaus in Krogstorp. Erzähl ein bisschen was darüber, was welches Haus charakterisiert und in welcher Umgebung es jeweils liegt!

Die rosa Villa ist nach Aussagen unserer Töchter (mehr …)

8. September 2014
von mecki
6 Kommentare

10 Fragen an – Elmastudio

Ich freu mich – heute gibt es auf fein & raum eine Pemiere: Das erste Interview, dem in unregelmäßigen Abständen sicher noch weitere mit weiteren kreativen Menschen folgen werden.

Als ich Anfang des Jahres beschloss, meinen eigenen Blog auf die Füße zu stellen und mich in den Weiten des Internet schlau las zu allen möglichen Fragen rund ums Bloggen, landete ich immer wieder bei Elmastudio – so viele hilfreiche Antworten fand ich dort auf meine unzähligen Fragen und viele tolle Anregungen. Besonders hatten es mir aber die schlichten, hellen und luftigen (kann man so sagen?) Themes angetan, die Elma-Studio anbietet. Klar, dass eines dieser Themes auch meinen Blog schmückt :-).

Umso mehr freue ich mich nun, dass Ellen und Manuel (trotz ganz viel Arbeit) spontan zugesagt haben, meine Fragen zu beantworten und uns über ihre Arbeit, gelungenes Webdesign, ihre Sicht auf Blogs und einiges mehr zu berichten. Ganz herzlichen Dank nochmal, Ellen und Manuel, für die Zeit, die Ihr Euch genommen habt.

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Wer steckt hinter Elma Studio?

Wir sind Ellen und Manuel, zwei Webdesigner, WordPress-Themeentwickler und Blogger, die auf der Elmastudio-Webseite eigene WordPress-Themes anbieten.

Ihr habt Design bzw. Visuelle Kommunikation studiert – wie hat Euch Euer Weg von da aus zum Entwickeln von WordPress Themes geführt?

Nach unserem Studium hatten wir nach einer Möglichkeit gesucht zusammen selbstständig arbeiten zu können. Und da wir schon ein paar Webseiten-Projekte umgesetzt hatten, haben wir nach und nach angefangen Freelance Webdesign-Aufträge anzunehmen. Vor allem hat sich unsere heutige Arbeit aber durch unseren Blog entwickelt, da wir durch das regelmäßige Schreiben von Webdesign- und WordPress-Artikeln immer mehr in das Thema WordPress eingestiegen sind. Eigene Themes zu entwickeln, hat sich dann mit der Zeit quasi von selbst ergeben. Anfangs haben wir vor allem Themes gestaltet, die wir selbst für Projekte oder für unsere eigene Elmastudio Website nutzen wollten. Nachdem wir zwei recht erfolgreiche Free-Themes veröffentlicht hatten, haben wir uns entschieden ein erstes Premium-Theme auf unserer Elmastudio-Webseite anzubieten. Und da wir zu dieser Zeit schon relativ viele Blog-Leser hatten, ist das erste Premium-Theme auch sehr gut angekommen und wir konnten weitere Premium-Themes umsetzen.

Ellen-Manuel

Bild: Elmastudio

Immer wieder wenn ich eine Lösung zu einem Problem mit WordPress suche finde ich diese auf Eurer Website. Ihr stellt unglaublich viel Eures Wissens kostenlos zur Verfügung. Was motiviert Euch, dies zu tun?

Unser Blog ist unsere Ausgangsbasis und seit wir den Elmastudio-Blog führen und unser Wissen über Webdesign und WordPress mit anderen teilen, haben wir so viel dazu gelernt und jede Menge positive Erfahrungen gemacht. Wir sind fest davon überzeugt, dass es wichtig ist offen zu sein und eigenes Wissen und Erfahrungen zu teilen statt diese zurückzuhalten.

Einfach nur Geld zu verdienen, war nie die Motivation für unsere Arbeit, auch wenn wir natürlich wissen, wie wichtig es ist seine Rechnungen zahlen zu können und ohne finanzielle Sorgen zu leben. Dennoch haben wir sehr lange fast ausschließlich von unseren privaten Ersparnissen und von kleineren Freelancing-Aufträgen gelebt und all unsere Zeit und Energie in unseren Blog gesteckt. Wir hatten damals noch nicht einmal den Plan, WordPress-Themes zu gestalten und zu verkaufen, aber irgendwie wussten wir, dass wir mit dem Blog auf dem richtigen Weg sind und der Rest sich dann irgendwie ergeben wird und so war es letztendlich dann auch.

Wenn man Webseiten für Kunden entwickelt, sind Vorgaben und Ziele meist definiert. Bei der Entwicklung eines neuen Themes, dessen Nutzer Ihr nicht selbst kennt, gibt es diese Vorgaben von außerhalb nicht. Woher kommen Ideen und Inspiration für Euch bei der Entwicklung eines neuen Themes?

Es gibt verschiedene Herangehensweisen, wie wir neue Ideen für unsere Themes entwickeln. Am allerliebsten gestalten wir Theme-Designs, die wir selbst nutzen möchten. Zum Beispiel verwenden wir immer eines unserer Themes für unsere eigene Website. Derzeit ist es das Moka-Theme, auch das Ubud-Theme ist entstanden, da wir mit dem Theme unsere Theme-Nutzer in einem Showcase featuren wollten. Neben diesen Self-Designs  schauen wir natürlich auch immer wieder nach spannenden Inspirationen im Web- und Grafikdesignbereich und wir versuchen, immer wieder unterschiedliche Theme-Bereiche zu behandeln (z.B. Portfolio, Magazin, Foto-Theme). Auch unsere Theme-Nutzer schreiben uns regelmäßig und sagen uns, was für eine Art von Theme sie gerne nutzen würden.

Elmastudio  Themes

Bilder: Elmastudio

Es gibt ungeheuer viele Themes für WordPress wie auch für andere Plattformen (Blogger etc.). Da fällt die Entscheidung für einen Webdesign-Laien, wie zum Beispiel ich es bin, nicht leicht. Habt Ihr einen (oder mehrere) Tip, worauf man als Blogger bei der Auswahl achten sollte?

Am besten ist es wohl, wenn man sich zuerst eine Liste erstellen und sich aufschreibt, was einem bei einem Theme besonders wichtig ist. Benötigt man z.B. nur einen Blog oder möchte man ein Portfolio erstellen? Braucht man einen Bilder-Slider oder will man eine komplette Business-Website erstellen? Wenn man diese Funktionen geklärt hat, sollte man sich verschiedene Themes anschauen und sich entscheiden welcher Design-Stil einem besonders gut gefällt. Außerdem sollte man darauf achten, welche Theme-Optionen man unbedingt benötigt. Es gibt Themes mit unendlich vielen Optionen, die der Theme-Nutzer selbst einstellen kann. Unsere Elmastudio-Themes bieten z.B. nur grundlegende Optionen, da wir eher davon überzeugt sind, dass zu viele Optionen für Nutzer oft eher verwirrend statt hilfreich sind. Unserer Ansicht nach ist es der Job des Theme-Designers die Entscheidung für eine Schrift oder ein Layout dem Nutzer abzunehmen, statt unendlich viele Möglichkeiten anzubieten. Möchte ein Nutzer das Theme dennoch individuell anpassen, gibt es für fortgeschrittene WordPress-Nutzer dann immer noch die Möglichkeit, ein Theme mit Hilfe von Plugins und eigenem CSS anzupassen oder zu erweitern. Man sollte sich also vor einer Theme-Auswahl darüber Gedanken machen, in wie weit man ein Theme selbst anpassen möchte. Ein weiterer Aspekt ist natürlich auch noch das zur Verfügung stehende Budget. Es gibt Free-Themes und Premium-Themes in der obersten Preisklasse, man sollte sich daher überlegen, wie viel man für sein Theme ausgeben möchte.

Das Theme der Wahl ist gefunden – jeder Blogger möchte aber meist das Theme noch individualisieren um seinen Blog auch im Layout einzigartig zu machen. Gibt es aus Eurer Sicht Dos und Don’ts für ein gelungenes eigenes Design?

Wie gesagt, wenn ein Nutzer genau weiß was er möchte oder benötigt, ist alles möglich. Eigene Theme-Anpassungen machen ja auch jede Menge Spaß. Wir sehen immer wieder Theme-Anpassungen von unseren Theme-Nutzern, die uns selbst in ihrer Kreativität und Vielseitigkeit überraschen.

Auf jeden Fall ist es aber wichtig, dass man die Anpassungen wenn irgend möglich, nicht direkt in der Theme-Datei vornimmt. Sonst bekommt man bei einem Theme-Update sehr schnell Probleme, da die eigenen Anpassungen nicht gesichert werden können und verloren gehen. Am besten nutzt man daher ein Child-Theme oder Plugins (wie „Simple Custom CSS“ oder „Google Fonts for WordPress“) um Anpassungen im Theme umzusetzen.

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Bild: Elmastudio

Mich reizt es, demnächst eins Eurer vielen schönen neuen Themes auszuprobieren. Was meint Ihr: Tut öfter mal ein neues Outfit einem Blog gut oder sollte man damit eher vorsichtig sein, weil der Leser Bekanntes schätzt? Wie oft und wie radikal ändern ist das richtige Maß?

Wir selbst nutzen gerne die Möglichkeit ein Theme zu wechseln und überarbeiten unsere eigene Webseite ungefähr einmal pro Jahr mit einem neuen Theme. Ich denke nicht, dass Leser durch einen Theme-Wechsel abgeschreckt werden, da ein neues Theme ja auch immer spannend ist. Als Blogger ist ein neues Theme aus meinen Erfahrungen motivierend. Es ist ein wenig wie sich die Wohnung neu einzurichten oder sich neue Klamotten zu kaufen. Ein Theme-Wechsel bringt neuen Schwung und man ist damit auch motivierter neue Inhalte für den Blog zu schreiben.

Ihr kennt die Bloggerszene sehr gut und lest sicher selbst viele Blogs – 3 Dinge, die einen Blog ausmachen, den ihr gerne öfter besucht?

Individuelle, kreative und vor allem ehrliche Inhalte, die mit Liebe und Mühe erstellt werden, sind für uns besonders wichtig. Ich mag es auch besonders, wenn Blogger aus einer persönlichen Perspektive schreiben und eigene Erfahrungen und Tipps mit anderen auf ihrem Blog teilen.

In der letzten Zeit sind unglaublich viele neue Blogs entstanden und man liest immer wieder, dass sich die Bloggerszene verändert (Stichworte z.B. Professionalisierung, Kommerzialisierung, weniger Kommentare etc.). Ihr seid Profis in dem Bereich: Seht Ihr Veränderungen, wenn ja welche? Und vermutet Ihr Veränderungen für die Zukunft? Wird in 10 Jahren noch gebloggt oder gibt es vielleicht ganz neue Formate im Internet?

Ich denke Veränderung ist immer etwas Gutes und bietet neue Chancen, zumindest versuche ich es so zu sehen. Meiner Ansicht nach bloggen immer mehr Menschen und man kann eigentlich nicht von nur einer Bloggerszene sprechen. Vielmehr sind es ganz viele unterschiedliche Bubbles, die sich im Netz bilden und jeder Blogger kann seine ganz eigene Nische finden. Das heute eventuell mehr auf Social Media diskutiert wird, als auf Blogs ist unser Ansicht nach eigentlich nicht so schlimm. Hauptsache man ist aktiv und steht in Kontakt mit seinen Lesern. Denn Feedback ist auf jeden Fall mit die größte Motivation für die eigene Arbeit.

In 10 Jahren gibt es bestimmt oder eher hoffentlich noch viel mehr Möglichkeiten, sich im Internet zu präsentieren, sich mitzuteilen und mit anderen auszutauschen. 10 Jahre im Internet sind natürlich eine enorm lange Zeit und es ist schwierig vorauszusagen, wie sich das Internet in dieser Zeit weiterentwickeln wird. Dennoch denken wir, dass es auch in 10 Jahren noch Blogs geben wird oder zumindest Blog-ähnliche Plattformen. Aus unseren Erfahrungen gibt es immer mehr Menschen, die das Thema Bloggen erst ganz neu für sich entdecken und wir denken, dass auch in der Zukunft immer mehr Menschen die Möglichkeit für eine eigene, unabhängige Plattform im Web nutzen werden.

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Bild: Elmastudio

Ich stelle es mir schwierig vor als Freelancer und Webworker die Grenze zwischen Job und Privat zu ziehen. Von Internet und Social Media ist man ständig umgeben und damit von einem Teil seiner Arbeit. Wie ist das bei Euch? Braucht Ihr diese Grenze und wie gelingt es Euch, sie zu ziehen?

Ja, das stimmt auf jeden Fall, das ist nicht immer einfach und bei uns gibt es ehrlich gesagt auch oft nicht wirklich eine konkrete Grenze zwischen Arbeit und Privatem. Aber mit der Zeit haben wir gelernt uns Freiräume zu schaffen und Pausen zu machen und unsere Arbeit auch etwas professioneller zu erledigen. Wenn wir arbeiten, versuchen wir uns daher nicht vom Internet oder von Social Media ablenken zu lassen, so lassen sich die eigenen Aufgaben sehr viel schneller erledigen. Und manchmal geniessen wir es auch, in einer lockereren Atmosphäre zu arbeiten und z.B. in einem Café oder auf einer Reise neue Ideen für Themes zu entwickeln. So kann man sehr viel freier denken und man bekommt neue Inspirationen und Motivation und die Arbeit macht jede Menge mehr Spaß.

Und hier nochmal der Link zu Elmastudio