22. Juni 2015
von mecki
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LAGA – Rentnerparadies oder mehr?

Landesgartenschau 2015

Heute habe ich schon wieder was zum Thema Garten für Euch, diesmal aber nicht aus dem eigenen – Nein, ich war auf der Landesgartenschau in Landau. Landesgartenschau? Klingt immer so ein wenig miefig, nach großen Rentertruppen auf der Suche nach hübschen Blümchen für den wohlarrangierten Vorgarten? Ganz zu Unrecht, wie ich finde, Garten- und Landschaftsbau kann  so spannend sein und gerade jetzt, wo ich einen kleinen Garten mein Eigen nennen darf, gucke ich mir total gerne Gartenkonzepte an, überlege, wie ich möglichst viel lecker Essbares  ernten kann und  ich wäre nicht ich, wenn ich nicht auch immer wieder überlegen würde, wo ich denn wohl mal wieder was ändern könnte im Garten. Da kommt mir so eine Motivationspritze gerade recht.

Landesgartenschau Allium und Mangold

Die Engländer haben uns in Sachen Garten übrigens echt was voraus. Ob John Brooks (hab ich Euch schon mal vorgestellt), Terence Conran oder Diarmund Gavin – wenn ich mich in meinem Bücherregal umschaue, begegnen mir in der „Gartenabteilung“ nur Engländer. Und so hat die Chelsea Flower Show, die jährlich in London stattfindet, auch ein ganz anderes Image als hierzulande die Gartenschauen.

Landesgartenschau Landau

Aber zurück nach Landau: Hier diente eine altes Militärgelände der Franzosen als Grundlage. So gibt es jede Menge historische Bausubstanz, die mit ihrem, teils industriellen Charme, einen reizvollen Kontrast zu der vielfältigen Bepflanzung bietet. Überhaupt fand ich das Nebeneinander ganz unterschiedlicher Themen und Ausstellungen – Wohnformen, Nachhaltigkeit, Kunstfakultät, um nur ein paar wenige zu nennen, sehr gelungen. Besonders gefallen haben mir die „Mustergärten“ die bereits von „echten Menschen“ bewirtschaftet werden und wo jede Menge Essbares zu finden war – das ist ja so ein wenig mein Lieblingsthema (ich schreibe es denn auch mal meiner Begeisterung dafür zu, dass ich genau davon kein einziges Foto gemacht habe – da war doch etwas mit Multitasking…:-)

Landesgartenschau Landau

So sind meine Fotos dann auch eher eine lose Sammlung von, hoffentlich, inspirierenden ein wenig zufälligen Blicken. Und was natürlich ganz und gar nicht fehlen darf, sind die vielen wunderschönen Allium Pflanzen, die nahezu überall wuchsen. Allium ist Zierlauch und schon seit dem wir unseren kleinen Garten angelegt haben, liebäugele ich damit, ein paar Alliums (korrekte Mehrzahl? Keine Ahnung!) zwischen unsere Buchse zu schummeln – was meint Ihr? Passt oder wird zu viel? Na jedenfalls ist der Allium ein sehr dankbares Fotoobjekt und so musste er immer wieder vor die Linse.

Landesgartenschau Landau

Und Ihr- wart Ihr schon mal auf einer Landes- oder Bundesgartenschau? Wie sind Eure Erfahrungen? Spannend oder doch eher Rentnerveranstaltung?

Wenn Ihr übrigens Lust habt, noch ein bisschen mehr von meinem eigenen Garten zu sehen, schaut einfach mal bei StadtLandFlair vorbei, da wir unser Gärtchen gerade ausführlich vorgestellt.

Landesgartenschau Landau

17. Juni 2015
von mecki
11 Kommentare

Ein paar Urlaubsgedanken und meine 5 must dos im Hollandurlaub

Kebo ruft mit ihrem monatlichen Blogevent „Typisch für…“ diesmal zum Bloggen über den typischen Urlaub auf. Da kommt es mir doch gerade recht, dass ich just nun 5 Tage in Holland war.

Zunächst einmal: DEN typischen Urlaub gibt es bei mir eigentlich gar nicht, dazu mag ich nämlich viel zu viel verschiedene Arten von Urlaub viel zu gerne. Gleichzeitig gibt es aber so ein paar Dinge, die ich im Urlaub ganz besonders liebe und die, wenn immer möglich, einmal pro Jahr sein müssen. Und dazu gehört definitiv, es für ein paar Tage in den Bergen – bevorzugt Alpen – auf dem Mountainbike so richtig krachen zu lassen aber genauso definitiv auch ein paar total entspannte Tage an der Nordsee, bevorzugt in Holland, meinem absoluten Lieblingsland.

Strand in Domburg Zeeland

Und so war es auch dieses Jahr Anfang Juni wieder soweit und wir starteten für 5 Tage nach Domburg, auf Walcheren, in Zeeland. Und jetzt würde ich Euch gerne Fotos zeigen, ganz viele, ganz tolle, denn die südlichste Provinz der Niederlande (Zeeland) und speziell die Halbinsel Walcheren, mit ihren weiten Landschaften, ihren beschaulichen Dörfern und ihren weißen Stränden ist absolut sehenswert. Aber was soll ich sagen? Die Kamera war zwar dabei aber blieb fast immer stecken. Kennt Ihr das, dass Ihr im Urlaub so  sehr das Bedürfnis habt, einfach total runter zu kommen, Null Verbindlichkeiten zu haben und völlig entspannt in den Tag hineinzuleben, dass Euch selbst das Fotografieren für den Blog irgendwie zu viel Verpflichtung ist? So ging es mir dieses Jahr – dabei war die Kamera immer so ein wenig mein schlechtes Gewissen, das mich daran erinnerte, wie sinnvoll man doch eigentlich seine Zeit nutzen könnte. Ich hab das schlechte Gewissen aber geflissentlich überhört und die Zeit einfach so genossen, was nun dazu führt, dass ich Euch leider, außer ein paar Strandstimmungsbildchen, keine Fotos zeigen kann.

Übrigens noch so ein Störenfried im Urlaub: Ich hatte diesmal zum ersten Mal mein iPad mit (ääh, ein Smartphone besitze ich noch immer nicht…) und was soll ich sagen? Ich glaube, künftig lasse ich es lieber zuhause. Denn auch wenn es ganz nett ist, schnell mal was nachzugucken, zum Frühstück ausgiebig Zeitung zu lesen oder kurz ein aktuelles Bildchen auf Facebook zu posten, so ist das Internet doch irgendwie auch immer ein dicker fetter Anker zum Alltag – und den möchte ich im Urlaub nun so gar nicht im Kopf haben. Daher für mich künftig ohne iPad. Wie geht es Euch mit Internet und Urlaub?

Wasserturm Domburg

So und da ich schon keine Fotos für Euch im Gepäck habe, gibts nun noch meine 5 absoluten must dos für einen gelungenen Hollandurlaub:

1. Essen:

Während ich mich im „normalen“ Leben ja eher gesund und gemüselastig ernähre, darf es im Hollandurlaub gerne mal die ganze Palette an fett, ungesund UND lecker sein. Friet speciaal (das sind Pommes mit Ketchup, Mayo und fein geschnittenen rohen Zwiebeln, unfassbar lecker), Vla, am liebsten dubbele Vla (also Pudding Schoko und Vanille), keiner bekommt den so gut hin wie die Holländer, Kibbeling (fritierter Fisch), Pindakaas und Chocoladehaagel zum Frühstück  usw.usw. – alles nicht wirklich gesund aber herrlich für eine Wooche.

2. Fietsen:

Heißt Fahrrad fahren und ist nirgendwo so ein Genuss wie in Holland. Du hast irgendwie immer Vorfahrt, die Autofahrer (selbst die Deutschen im Urlaub) sind unglaublich rücksichtsvoll und an jeder Kreuzung stehen die netten kleinen grün beschrifteten Schilder, die Dir den Weg weisen, eine Karte ist damit fast überflüssig.

3. Strandspaziergänge:

Und das am liebsten bei Sturm und vielen Wolken, denn bei schönem Wetter kann ja jeder :-)

Strand in Domburg bei Sturm

4. Holländische Städte und Dörfer:

Immer wieder die gaaaanz große Liebe für mich: Holländische Städte und Dörfer haben so einen unglaublichen Charme, dass sich ein Ausflug garantiert lohnt. Meine Favoriten auf Walcheren: Veere, Middelburg und Biggekerke (Achtung: winzig!)

5. Ein paar holländische Wörter üben:

Ich habe Glück – da ich nach dem Abi für ein paar Monate in Holland gelebt habe, bin ich der Sprache so leidlich mächtig. Das braucht es aber ganz sicher nicht für einen gelungenen Hollandurlaub. Was ich aber schon ein wenig befremdlich finde, ist, wenn Urlauber, die seit 20 Jahren und mehr nach Holland kommen, es nicht schaffen, ein einfaches  Danke (dank u wel) Bitte (alstublieft) auf Wiedersehen (tot ziens) oder ähnliches  über die Lippen zu bringen. Bitte, bitte, liebe Hollandurlauber: es ist soviel netter, die Menschen in einem fremden Land in ihrer Landessprache zu begrüßen und gar nicht mal schwer und macht dazu noch Spaß (Nein, dass man davon Halsschmerzen bekommt, ist nur ein übles Gerücht :-). Also immer brav üben. Auf diesem feinen Blog findet Ihr übrigens viele nützliche Tipps rund um die holländische Sprache

Strand in Domburg

Und wer nun Lust auf einen Urlaub im wunderschönen Zeeland bekommen hat, findet in meinem letztjährigen Bericht jede Menge Bilder und Tipps, schaut also gerne mal vorbei.

13. Juni 2015
von mecki
6 Kommentare

Salat im Glas

Seit Wochen kaum ein Tropfen Regen, dazu ein trockener, zu weilen fast garstiger, Wind – da stöhnt der Garten und der Salat schießt schneller, als ich ihn essen kann. So wachsen die Salatpflanzen im Hochbeet täglich höher und es wird Zeit aufzuräumen. Doch vorher pflücke ich einfach noch ein paar der hübschen gelben Salatblüten – in einem kleinen Weckglas dürfen sie nun noch ein paar Tage unseren Esstisch zieren, wäre doch sonst schade drum.

Hübsche Salatblütem in Weckglas

8. Juni 2015
von mecki
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Platz für Tomaten

Weinkisten als Tomatenbeet

Das Hochbeet platzt fast schon unter der Last von Kräutern und Salat und der Rest des Gartens, fein geometrisch geplant, lässt kaum Raum für weitere Pflanzungen. Da kam mir ein Ausflug in die Pfalz gerade recht – dort findet man noch überall diese wunderschönen Weinkisten aus Holz „Wein aus deutschen Landen“ – so kenne ich es noch aus meiner Kindheit, die ich (in Teilen) ebenfalls in der Pfalz verbrachte. Auf einem Weingut wurde ich fündig und konnte der Winzersfrau ein paar Kisten abkaufen.

Weinkisten mit Tomaten

Der Herr fein & raum kleidete die Kisten dann mit (von den Gartenbauarbeiten noch vorhandener) Teichfolie aus und den Boden mit einem durchlässigen Vlies, damit die Pflänzlein nicht ertrinken. Auf dem Bauernhof erstand ich 4 schöne Tomatenpflänzlein, die nun ihren Platz an einer windgeschützten Wand gefunden haben. Die ersten 10 Tage haben sie sich gut gehalten – nun muss ich mich noch schlaulesen, denn bis lang hatte ich mit Tomaten (im Hochbeet) immer Pech und keine Ernte – ein bisschen Wissen über die richtige Pflege kann daher sicher nicht schaden.

Tomaten in Weinkisten pflanzen

Ich freu mich schon auf leckere Tomaten!