28. Februar 2015
von mecki
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Samstagskaffee 40 – Grün

Seit Ihr gerade auch so süchtig nach Grün? Jetzt, Ende Februar, giere ich nach jedem bisschen Grün, das ich bekommen kann. Und so lachte mich heute morgen eine Avocado ganz unwiderstehlich an. Ein bisschen frische Kresse dazu, ein paar rosa Beeren, Fleur de Sel, ein Spritzer Zitronensaft und als Grundlage 2 dünne Scheiben saftiger Schweinebraten. Fertig ist mein frühlingsfrisches Sandwich.

Avocado-Sandwich mit Kresse und Schweinebraten

Ein Kaffee zum Sandwich? Schaut bei Ninja vorbei! Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende.

26. Februar 2015
von mecki
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Die 6 besten Tipps zum Thema Material

Du möchtest gerade ein neues Möbelstück kaufen, Dein Wohnzimmer braucht eine Frischzellenkur, Du ziehst um und renovierst Deine neue Wohnung oder hast Du gar kürzlich einen Kaufvertrage unterschrieben und demnächst wird gebaut? Bei all diesen Dingen gibt es Entscheidungen zum Material zu treffen. Um Dir diese Entscheidungen ein bisschen zu vereinfachen, habe ich heute meine 6 besten Tipps zum Thema Material zusammengestellt. Vielleicht kann ich Dich ein bisschen inspirieren.

1. Wähle Materialien, die in Würde altern

Holz ist zum Beispiel so ein Klassiker: es wird im Laufe der Jahre tatsächlich schöner. Macken erzählen Geschichten vom Gebrauch, Lichteinfall sorgt dafür, dass das Holz über die Jahre etwas nachdunkelt und so sehr warm und natürlich aussieht. Ein Boden aus Holz – Dielen oder Parkett, ist echt eine Anschaffung für’s Leben (und damit oftmals auf lange Sicht günstiger als ein vermeintlich billiges Material). Aber auch ein „kaltes“ Material, wie zum Beispiel Edelstahl als Küchenarbeitsplatte, verträgt durchaus ein paar Schrammen und hält mit ein bisschen Pflege viele viele Jahre. Wohingegen eine Küchenarbeitsplatte aus Pressspahn mit Beschichtung schnell unansehnlich wird – sind erst einmal die ersten Macken drin, kann Wasser eindringen und die Platte quillt auf.

Zusammengefasst kann man sagen: je natürlicher und weniger verarbeitet ein Material ist, desto besser die Chancen, dass es in Würde altert. Bevor Du eine Entscheidung triffst, guck Dir ein Material an, wenn es schon mal jahrelang in Gebrauch war.

Material in würde altern

2. Wähle „ehrliche“ Materialien

Plastik, das so tut als wäre es Holz? Irgendwie blöd, oder? Eine Küche oder ein Möbelstück, dass aus Pressspan mit einer Plastikauflage gefertigt wird, ist ja an sich nicht per se etwas Negatives. Aber warum muss es etwas vorspiegeln, was so gar nicht ist und uns mit aufwendiger Fototechnik ein Material vorgaukeln, aus dem es gar nicht besteht? Keine gute Idee! Man spürt immer (mindestens unbewusst), dass hier irgendwas nicht stimmt – nicht nur die Optik ist irgendwie nicht „echt“, auch die Haptik (wie fühlt sich ein Material an?) oder sogar der Geruch (ein echter Linoleumboden hat zum Beispiel einen ganz feinen Geruch nach Leinöl, wie gut Holz riecht, wisst Ihr sicher auch) und der Klang (beim Darüber laufen zum Beispiel) machen einen Unterschied. Dass man mit Plastik auch ganz selbstbewusst umgehen kann, haben Ray und Charles Eames mit Ihrem Plastic-Side-Chair schon vor über 60 Jahren gezeigt –  ein toller Stuhl, der dazu steht, dass die Sitzfläche aus Plastik ist.

Fazit: wenn Du Plastik möchtest, nehme Plastik! Wenn Du Holz möchtest, nehme Holz! Wenn Du Stein möchtest, nehme Stein! An Materialien, die „ehrlich“ sind, wirst Du Dich nicht satt sehen und jahrelang daran Freude haben

3. Spiele mit Materialkontrasten

Du kannst die Wirkung von Materialien noch steigern, in dem Du Ihnen einen Kontrast entgegen setzt. Holz ist warm und ein bisschen edel – noch besser kommt es im Zusammenspiel mit einem kalten und rauhen Material zur Geltung: Stell Dir zum Beispiel ein Holzmöbel oder einen Holzboden vor einer Sichtbetonwand vor, schön! Oder Holz mit Metall. Oder Hochglanzlack mit Beton. Oder weicher Stoff mit Stein. Oder….., Du hast bestimmt noch eigene Ideen.

Materialkontraste Holz Beton

4. Finde Deine eigenen Vorlieben

Als wir vor ein paar Jahren umzogen und eine neue Küche her musste, wimmelte es in jedem Küchenstudio und Möbelhaus nur so von den Farben Magnolie, Vanille und Crème (alle 3 eigentlich das Gleiche) – mal abgesehen davon, dass mir die Farbe ohnehin nicht so besonders gut gefiel, beschlich mich das Gefühl, dass noch 20 Jahre später jeder meine Küche genau auf das Jahr 2010 zurückdatieren könnte – einfach weil anscheinend 95% der Küchen 2010 in genau diesem Farbton verkauft wurden, so was macht mich immer ein bisschen misstrauisch. Denn lasse ich mich bei der Material- (oder Farb-) wahl davon leiten, was gerade angesagt ist, ist die Gefahr natürlich groß, dass ich es 5 Jahre später, wenn der Trend plötzlich eine Kehrtwendung macht, einfach nicht mehr sehen kann. Gelingt es mir aber, meine eigenen Vorlieben zu finden und einen wirklich eigenen Stil zu entwickeln, werde ich meine Einrichtung, meinen Boden, meine Wände wahrscheinlich auch in vielen Jahren noch mögen. (Unsere Küche ist damals übrigens Mausgrau geworden :-)

Versuche also, unabhängig vom jeweiligen Trend, rauszufinden, was Dir wirklich gefällt, was zu Dir persönlich passt! Das ist natürlich nicht immer ganz einfach, lohnt sich aber auf jeden Fall.

5. Achte auf die Funktion

Dazu gehört auch, zunächst einmal zu überlegen, ob ein Material überhaupt eine Funktion hat. Eine Tapete, mit einem hübschen grafischen oder verspieltem Muster hat zum Beispiel die Funktion, Deine Wand zu verschönern, diese Funktion erfüllt sie bestens. Und eine Rauhfasertapete? Mmmmh, fällt Dir eine Funktion ein? Mir ehrlich gesagt nicht. Rauhfaser ist so ein Material, das eigentlich gar keine Funktion hat – also kann ich es auch weglassen (und dann feststellen, dass die verputzte Wand um ein vielfaches schöner ist). Ich hab übrigens schon diverse Vermieter davon überzeugen können, dass Rauhfaser mal so gar nicht nötig ist und bekam daraufhin jedesmal die offizielle Genehmigung, sie mühsam von der Wand abzukratzen :-). Hat sich aber gelohnt! Hat ein Material eine Funktion, ist es wichtig, darauf zu achten, dass es diese Funktion auch erfüllt. Du willst zum Beispiel Vorhänge im Schlafzimmer? Überlege Dir, welche Funktion sie erfüllen sollen? Sollen sie lediglich einen Sichtschutz bieten und die Morgensonne trotzdem durchscheinen lassen? Oder sollen Sie das Schlafzimmer so abdunkeln, dass Dir die Sonne Morgens nicht ins Gesicht knallt und Du in Ruhe ausschlafen kannst?  Was ist Dir bei Deinem Esstisch wichtig? Soll er unempfindlich für die verschiedensten Aktivitäten herhalten? Dann nimm zum Beispiel Holz, das hält einiges aus und wird dabei immer schöner (siehe Punkt 1). Oder soll er filigran daherkommen und möglichst luftig wirken und alles andere ist nicht so wichtig? Dann ist vielleicht ein Glastisch das richtige für Dich.

Funktion ist sehr vom jeweiligen Nutzer abhängig, überlege Dir daher vorher, was Deine persönlichen Ansprüche an ein Möbel usw. sind.

Material Funktion Vorhang Teppich Tapete

6. Lass Dich inspirieren

Inspiration ist toll, vor allem wenn es darum geht, eingefahrene Denkmuster zu durchbrechen und ganz eigene Ideen zu entwickeln. Du kannst natürlich auf Blogs, auf Instagramm oder Pinterest viele viele Inspirationen finden. Ich persönlich liebe es, mich in Baumärkten inspirieren zu lassen. Von Materialien und Bauteilen, die ich dann in ganz andere Zusammenhänge setze. So kann zum Beispiel ein einfaches Sperrholz, versehen mit einer feinen Weißlasur aus verdünntem Acryllack zu einem tollen Möbelmaterial werden. Oder die OSB-Platte wird, statt irgendwo unsichtbar im Wandaufbau zu verschwinden, zum Bodenbelag.

Gehe einfach mit offenen Augen durch die Welt (die virtuelle und die reale) und Du wirst viele Ideen finden und entwickeln, wie Du Materialien, vielleicht auch ganz unkonventionell, einsetzen kannst.

21. Februar 2015
von mecki
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Samstagskaffee 39 – vom Kaffee und seiner Zubereitung

Samstagmorgen, statt frühlingshaftem Sonnenschein, grauer Dauerregen – Zeit, sich einen richtig schönen Kaffee zu gönnen und dabei, heute mal ganz klassisch zum Samstagskaffee, ein wenig über das Kaffeetrinken an sich zu plaudern.

Latte Art Blume

Von Filtermaschinen…..

Das ist ja dieser Tage gar nicht so einfach, muss man sich doch, anders als noch vor Jahren als der klassische Filterkaffee einfach als gesetzt galt, erst einmal entscheiden, wie man seinen morgendlichen Wachmacher denn nun zubereiten möchte. Ich war seit meiner Studentenzeit und lange darüber hinaus der klassische, ganz und gar anspruchslose, Filterkaffeetrinker. Morgens im Halbschlaf eine Kanne mit der Filtermaschine (handgebrüht dauerte zu lange, war zu umständlich und als Morgenmuffel kaum zu bewerkstelligen) aufsetzen und dann – werktags- schnell zwei Tassen trinken und fertig oder -am Wochenende – viele Tassen über Stunden verteilt trinken, wobei die Qualität mit zunehmender Dauer nicht unbedingt besser wurde – kennt Ihr diesen leicht angekokelten Geschmack von Kaffee der seit Stunden auf der Platte warmgehalten wird? Ich war da ziemlich schmerzfrei.

…..über Vollautomaten

Und dann kam irgendwann der gemeinsame Haushalt mit dem Herrn fein & raum und damit so eine typische Männerspielzeugmaschine für den Kaffee – ein Vollautomat, Widerstand meinerseits zwecklos. So richtig geschmeckt hat mir der Kaffee daraus nie, aber verlockend war es schon, mal eben auf Knopfdruck jederzeit eine frisch gebrühte Tasse Kaffee zu bekommen. Wobei – so mit mal eben auf Knopfdruck war es dann meist doch nicht getan, die Vollautomaten gaukeln einem zwar ein sorgenfreies Genussleben vor, in Wahrheit wollen sie aber doch gehegt und gepflegt werden – Wassernachschub, Filter voll, Bohnen leer, Reinigung – irgendwas ist eigentlich immer. Und während man bei der Filtermaschine wenigstens weiß, dass vor dem Kaffeegenuss minimaler Einsatz nötig ist, wird man beim Vollautomat jedesmal rüde aus seiner Illusion des „Kaffe auf Knopfdruck“ gerissen – gar nicht schön.

Siebträgermaschine

….zu Siebträger-Diven

Zum Glück gehört es zu den typischen Eigenschaften von Männerspielzeugen, dass sie irgendwann uninteressant werden und der Wunsch nach Neuem quasi mit eingebaut ist. So fand dann der schweizer Vollautomat eines Tages seinen Weg zu Ebay und damit zu einem neuen Besitzer. Und ins Hause fein & raum zog eine schöne stylische kleine italienische Siebträgermaschine ein. Entgegen meiner anfänglichen Widerstände (nicht schon wieder ein neues Männerspielzeug…) bin ich mittlerweile ein großer Fan vom Ergebnis dieser Maschine – morgens ein schöner Milchkaffee mit feinster handgedrechselter Latteart (Ihr könnt Euch denken, dass das NICHT mein Werk ist) und abends gerne mal einen Espresso in dem der Löffel fast stehen bleibt (nennt sich dann Ristretto und ist nix für Weicheier). Echte Handarbeit, die es mit sich bringt, dass auch mal ein Kaffee nicht so schmeckt, wie man sich das erträumt, aber meist kann das Ergebnis dank des nahezu perfekten Baristas überzeugen. Nur wenn dieser mal über mehrere Tage unterwegs ist, kann es schwierig werden – so ein Maschinchen baut ja gewaltigen Druck auf, spannt man dann den Siebträger (vor allem in morgendlicher Schlaftrunkenheit) nicht fest genug ein, kann einem das Ganze schon mal mit lautem Knall um die Ohren fliegen – anschließende Grundreinigung der Küche mit eingeschlossen. Und auch wenn ich alleine wahrscheinlich nach wie vor mit meinem Ganztags-Filterkaffee glücklich wäre, weiß ich unsere Kaffe-Diva mittlerweile zu schätzen und freu mich über ein schönes Latteart-Blümchen zum Samtagskaffee!

Und Ihr, wie bevorzugt Ihr Euren Kaffee, handgebrüht, Filtermaschine, Vollautomat, Pads, Kapseln oder auch eine Kaffe-Diva?

Mehr Kaffe gibt’s wie immer bei Ninja. Ein schönes Wochenende.

19. Februar 2015
von mecki
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Herzlichen Glückwunsch Serie 7!

Fast hätte ich ihn verpasst, den 60. Geburtstag meines Lieblingsstuhl – doch dann rauschte die Tage ein kurzer Artikel durch meine Facebook-Timeline: Serie 7 wird 60 – ja klar, der Entwurf zu einem der bekanntesten (und schönsten) Stühle der Möbeldesign-Geschichte stammt aus dem Jahr 1955. Zeit für eine kleine Hommage.

Ganz zu Beginn meines Blogger-Daseins habe ich ja schon einmal über unsere Exemplare des Stuhls berichtet (ich muss also eigentlich NICHT erneut erwähnen, dass ich die guten Stücke gebraucht für je 5 DM (!) bekommen habe). Und während ich hier schreibe, wird mir gerade klar, dass nicht nur der Stuhl an sich 60 Jahre alt wird, nein, tatsächlich jährt sich der Einstand in meinem Haushalt dieses Jahr zum 20. Mal, Wahnsinn, 20 Jahre hab ich die 4 Stühle nun schon und habe mich noch keine Sekunde dran satt gesehen. Und bequem sind sie, selbst an meinem Schreibtisch, an dem ich ja viele Stunden zubringe, unter anderem mit dem Schreiben von Blogartikeln, nutze ich einen 3107.

Arne Jacobsen Klassiker Serie 7

Ein paar Facts

Arne Jacobsen: * 11.02.1902 in Kopenhagen, war nicht nur ein bedeutender dänischer Möbeldesigner sondern auch ein toller Architekt, sein vielleicht bekanntestes Objekt aus dem Bereich der Architektur ist das SAS Royal Hotel in Kopenhagen – hier hatte er die faszinierende Möglichkeit alles von der Architektur des Gebäudes, über die Möbel bis hin zum Besteck selbst zu entwerfen – welcher Architekt träumt nicht davon

Fritz Hansen: die dänische Möbelfirmamit Sitz in Allerød baut die Serie 7 von Beginn an. Heute ist dieser Stuhl der mit Abstand meistverkaufte Stuhl der Firmengeschichte. Ja, er kostet eine Menge Geld und es gibt (zum Beispiel in Großbritannien) billigere Nachbauten – aber wollen wir das wirklich? Ich bin der Meinung, Urheberrechtsschutz und Fertigungsqualität haben ihren Preis – daher tue ich mich mit solchen Nachbauten schwer – hab aber natürlich mit meinen gebrauchten Schnäppchen auch gut lachen :-)

Material: Der Stuhl wird aus formgepresstem Messerfurnier gefertigt. Es gibt ihn mit und ohne Armlehne (wobei ich die klare Silhouette ohne Lehnen viel schöner finde). Auch die Gestelle aus verchromtem Stahlrohr sind in verschiedenen Ausführungen – so zum Beispiel auch mit Rollen – erhältlich.

Jubiläumsedition 60 Jahre Serie 7: Die Farben der Serie 7 wurden in den vergangenen 60 Jahren immer wieder variiert – kein Wunder, ist doch gerade Farbe etwas, das sehr stark auch vom Zeitgeschmack abhängt. Zum 60. Geburtstag hat Fritz Hansen nun 2 Jubiläumsausgaben auf den Markt gebracht – ich zitiere einfach mal aus dem Pressetext von Fritz Hansen: “ Eine maskuline Edition mit einer dunkelblau lackierten Sitzschale und pulverbeschichteten, brünierten Stuhlbeinen. Und eine feminine Edition in zartrosa lackiertem Gewand und mit Stuhlbeinen, die mit 24 Karat Gold beschichtet sind“ – Mir gefallen die beiden, die sich so subtil ergänzen, aber ich hab ja schon…..

Jubiläumsedition der Serie 7 von Arne Jacobsen, Fritz Hansen

copyright: Fritz Hansen

Noch mehr Möbelgeschichte

Ihr interessiert Euch für Möbelgeschichte, liebt alte Klassiker, ausgefallene Entwürfe, die ihren Zeitgeist wiederspiegeln? Passend zum Thema möchte ich Euch noch ein Buch vorstellen: „moderne Möbel – 150 Jahre Design„, erschienen im Ullmann Verlag. Auf über 700 Seiten findet sich hier eine Sammlung bekannter und nicht ganz so bekannter Möbelentwürfe. In umgekehrt chronologischer Reihenfolge wird für jedes Jahr bis 1899 (wie man da auf die titelgebenden 150 Jahre kommt, ist mir allerdings ein Rätsel?) mindestens eins, meistens mehrere Möbelstücke präsentiert. Die zugehörige Info ist jeweils sehr kurz gehalten, hier hätte ich mir hier und da etwas mehr Tiefe gewünscht. In verschiedenen Kapiteln werden dann wiederum einzelne Themen ausführlicher behandelt, gut! Anders als der Name vermuten lässt, ist das Buch auch mehr eine Reise durch die Geschichte des Stuhldesigns, andere Möbelstücke finden sich eher selten, sind aber hier und da auch vertreten. Designliebhaber werden viele alte Bekannte entdecken, vom String-Regal, über den Eams’schen Plastic-chair (guckt mal bei Cora vorbei, die hat diesem tollen Stuhl gerade einen Artikel und ein Muster gewidmet), bis hin zu eben jenem bekannten Serie 7 Stuhl von Jacobsen. Daneben gibt es aber auch viel Unbekanntes zu entdecken, so warten zum Beispiel die 70-er Jahre mit vielen teils kuriosen Entwürfen auf, die sicher kein Potenzial zur Massentauglichkeit besitzen aber die Designgeschichte dennoch mitprägten. Alles in allem ein Buch, dem zwar hier und da etwas der Tiefgang fehlt, in dem ich aber immer wieder gerne blättere und staune.

Moderne Möbel 150 Jahre Design Ullmann Verlag

 

17. Februar 2015
von mecki
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Feine Fundstücke 20 – Engel auf Highheels

Ich mag Gegenstände mit Charakter und Geschichte – alte Stücke von Flohmärkten, Geschenke, Erbstücke und so weiter. In der Kategorie „Feine Fundstücke“ möchte ich Euch solche Dinge kurz und mit einem Bild vorstellen.

Heute zeige ich Euch ein echtes Lieblingsstück aus meinem Fundus. Ist  er nicht wunderbar, dieser  feinsinnig ironische Engel, der ein bisschen frech daher kommt, aber vielleicht gerade dadurch als Beschützer taugt? Zu gerne würde ich Euch den Künstler, der ihn geschaffen hat vorstellen – leider, leider weiß ich seinen Namen nicht mehr. Das tut der Schönheit des Engels aber keinen Abbruch.

Engel auf Highheels

14. Februar 2015
von mecki
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Samstagskaffee 38 – Bin wieder da, endlich!

Habt Ihr mich vermisst? Ich hoffe doch :-). Über 2 Wochen kein einziger Blogpost…, ich war krank, ganz fieser Influenzavirus, braucht kein Mensch, und um das ganze noch ein wenig zu steigern: Ich war nicht irgendwann krank, nein es musste natürlich ausgerechnet während der heiß ersehnten Urlaubswoche, die wir auf Skiern im schönen Bregenzerwald verbringen wollten, sein. Na gut, vorbei und vergessen. Ach so: Zwischendrin hab ich dann mal nen kurzen Blogpost, so von wegen „Ich bin krank und mehr hab ich eigentlich grade nicht zu sagen…“ geschrieben – einen halben Tag später war mir dieser gejammerte Blogpost dann aber echt peinlich, also hab ich ihn gelöscht und entschuldige mich hiermit ganz offiziell bei allen, die mir zu diesem Post einen lieben Kommentar mit „gute Besserung“ und so hinterlassen haben, die Kommentare sind dabei nämlich natürlich auch gelöscht worden, nicht nett sowas, also wie gesagt: Sorry und nochmals Danke! Wollt Ihr noch meine beiden neuen Erkenntnisse zum Thema kranksein hören? Erstens: Kranksein eignet sich ganz wunderbar zum abnehmen, 2,5 kg waren runter wie nix, ABER: wer jetzt denkt, hej, super, will ich auch. Die Kilos gehen garantiert nicht da runter, wo sie sollen. Nee, meinen kleinen Polstern rund um die Körpermitte konnten die 2,5 kg gerade mal gar nichts anhaben, ich habe die Kilos, glaube ich, komplett im Gesicht abgenommen, und das ist ohnehin lang und dünn, gar nicht schön, kann ich Euch sagen. Und Fact Nr. 2? Auch wenn sich 2 Personen über 2 Wochen quasi ausschließlich im Schlafzimmer aufhalten, hält das den Rest der Wohnung nicht davon ab, total dreckig zu werden, blöd, oder? Heute Morgen haben wir hier jedenfalls erst mal gründlich durchgekärchert, jetzt ist wieder gut.

weiße Tulpen Sigma 50mm F1,4 EX DG HSM

Ein neues Objektiv und das passende Modell

Lest Ihr immer noch, obwohl Kranksein ja nicht gerade DAS Aufhängerthema ist? Ok, was gibt’s sonst noch? Ich hab ein neues Objektiv, yeah! Manchmal muss so ein bisschen neues, motivierendes Material einfach sein. Ich steh ja auf Festbrennweiten und bis jetzt bestand mein „Objektivpark“ aus einem 35mm und einem 85mm Objektiv. Das 85-er liebe ich heiß und innig, nur manchmal isses, grade im Innenraum, einfach ein bisschen zu lang. Außerdem hat es eine extrem große Naheinstellgrenze, macht zum Beispiel Blüten fotografieren echt schwierig. Und das 35-er und ich werden irgendwie nie so recht warm miteinander. Nun hab ich mir ein schönes, lichtstarkes 50mm Objektiv (dieses hier) gebraucht gegönnt. Und heute hab ich es dann endlich zum ersten mal an der Kamera gehabt. Zur Feier des Tages hab ich erst mal einen Strauß weißer Tulpen gekauft. Neulich hab ich ja noch darüber philosophiert, dass es dafür eigentlich noch viel zu früh ist, heute war dann jeglicher Widerstand gebrochen. Egal, manchmal muss man sich einfach was Gutes tun. Und was gibt es Schöneres als einen Strauß weißer Tulpen, um ein neues Objektiv zu testen. Ich glaube, das Neue gefällt mir richtig gut – ein bisschen üben müssen wir beide aber noch zusammen :-)

weiße Tulpen

Hunger auf Kuchen?

Und einen super mega schnellen Kuchen hab ich Euch gebacken. Für alle, die beim Backen genauso ungeduldig sind wie ich. Wollt Ihr das Rezept? Hier isses:

Zutaten: 2 Eier, 200 gr Ricotta, 100 gr Butter, 100 gr Zucker, 200 gr Mehl, 1 TL Backpulver, etwas Salz, Zitronenabrieb, 1 Tasse Brombeeren

Die 2 Eier  schaumig schlagen, Zucker, Ricotta und geschmolzene Butter nacheinander dazu, alles miteinander vermengen. Anschließend Mehl, Backpulver, Salz, Zitronenabrieb und Brombeeren unterheben. In einer kleinen Kastenform 45 Minuten bei 160° C Umluft backen. Und hier noch mein Turbo-Hausfrauentrick für einfaches Handling von Backpapier: Wenn Ihr den Bogen Backpapier einfach einmal kräftig zusammenknüllt und wieder auseinander zieht, lässt er sich viel einfacher und ganz ohne Gegenwehr in die Form legen- glaubt Ihr nicht? Probiert es aus, funktioniert echt super.

einfacher Brombeerkuchen mit Ricotta

Und sonst? Ach ja, meinen ersten „Bildverarbeitung für Blogger“-Kurs hab ich die Woche gehalten. War spannend und hat viel Spaß gemacht und ich hab noch ganz viele neue Ideen in der Richtung, mal schauen, was drauß wird!

Das war jetzt lang – tja, vom vielen einsam und krank im Bett liegen wird man wohl ein wenig geschwätzig :-). Ich wünsch Euch auf jeden Fall ein wunderschönes Wochenende und in nächster Zeit geht’s hier wieder rund, ich freu mich schon!

Mehr Kaffee wie jeden Samstag bei Ninja