13. August 2014
von mecki
2 Kommentare

Feine Fundstücke 9 – Kuhfellschuhe

Ich mag Gegenstände mit Charakter und Geschichte – alte Stücke von Flohmärkten, Geschenke, Erbstücke und so weiter. In der Kategorie „Feine Fundstücke“ möchte ich Euch solche Dinge kurz und mit einem Bild vorstellen.

Auch die feinen Fundstücke kommen heute aus dem Bregenzer Wald und setzen damit meine kleine Serie fort. Im Bregenzer Wald hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ein unglaublich großes Bewusstsein für gute Gestaltung in Architektur und Handwerk herausgebildet und so findet man überall die verschiedensten tollen Handwerkserzeugnisse – so auch diese Kuhfellschuhe, die von der Schuhmacherei Devich in Bezau gefertigt werden. Die Schuhe tragen sich ganz wunderbar und ein Besuch in dem hübschen Ladengeschäft, in dem es Schuhe bis unter die Decke gibt lohnt auf jeden Fall.

Kuhfellschuhe

11. August 2014
von mecki
Kommentare deaktiviert für Kunsthaus Bregenz

Kunsthaus Bregenz

Zwei Wochen schönster Sommerurlaub liegen hinter uns. Der größere Teil des Urlaubs war so ganz und gar nicht der Architektur und Kultur gewidmet, sondern führte uns mit den Rädern über die Alpen – immer wieder genial, um den Alltag ganz schnell hinter sich zu lassen, nach einem halben Tag auf dem Rad habe ich das Gefühl, mindestens schon eine Woche weg von Zuhause zu sein und habe den Kopf frei von jeglichem Alltag. Auch der Regen konnte diesem Gefühl nichts anhaben, das Schöne ist: wenn man erst einmal bis auf die Knochen nass ist, kann’s gar nicht mehr schlimmer werden, spätestens dann ist weiterfahren die beste Lösung :-).

Nach dem Alpencross haben wir uns noch ein paar Tage im Bregenzerwald gegönnt – für jeden Fan von guter Architektur und gutem Design ist diese kleine Region in Österreich ein absoluter Wohlfühlort. Dazu werde ich aber demnächst noch einen eigenen Artikel schreiben. Heute soll es erst einmal um ein ganz spezielles Gebäude gehen – das Kunsthaus Bregenz.

Das Gebäude – der Architekt

Kennt Ihr Peter Zumthor? Er ist der Architekt des Kunsthaus Bregenz. So ein wenig entzieht sich seine Architektur jeglicher Beschreibung. Ein wenig sperrig, unglaublich präsent, sehr präzise, sehr reduziert und von einem sehr genauen Umgang mit dem jeweiligen Material geprägt – so würde ich seine Gebäude beschreiben oder besser, versuchen zu beschreiben.

Kunsthaus Bregenz

Auch das Kunsthaus Bregenz ist bei der ersten Annäherung von außen ein wenig sperrig. Selbstbewusst und formal sehr reduziert steht es mit seiner Milchglashaut inmitten der Bregenzer Altstadt, nur ein paar Schritte vom Ufer des Bodensees entfernt. Beim Betreten des Gebäudes fasziniert mich vor allem die Ruhe – sowohl die Ruhe, die der Raum ausstrahlt als auch die Ruhe, die dadurch entsteht, dass nur sehr wenige Besucher anwesend sind. Ich war nun zum zweiten Mal dort und finde es jedesmal wieder ungeheuer erstaunlich, wie wenige Menschen man dort antrifft. Gerade in einem Museum finde ich das klasse – man findet dort wirklich die Muse, ganz in Ruhe zu schauen und den Raum und/oder die Kunst auf sich wirken zu lassen. Ich bin übrigens ganz schnell gänzlich überfordert mit dem Dreiklang Raum, Kunst und Fotografieren – so habe ich beim diesmaligen Besuch der Kunst einfach kaum Beachtung geschenkt, sondern sie lediglich genutzt um den Gebäudefotos mehr Tiefe zu geben, dem Raum eine Dimension zu geben. Ein weiterer Besuch mit Würdigung der Kunst lohnt also auf alle Fälle.

Kunsthaus Bregenz

Licht und Material

Während das Erdgeschoss noch ganz klassisch über Fensterflächen belichtet wird (zu sehen auf den ersten Fotos) werden alle drei Obergeschosse mit Tageslicht (und bei Bedarf auch Kunstlicht) über einen Lichtraum oberhalb der Decke aus geätzten Glaspaneelen belichtet. Dieses indirekte gefilterte Licht ist unglaublich weich und steht so in einem reizvollen Kontrast zu den kargen, harten Sichtbetonflächen. Letztere sind übrigens ungeheuer präzise ausgeführt ohne dabei ihren rohen Charakter zu verleugnen – wer meine Liebe zu Sichtbeton kennt, kann sich vorstellen, dass das für mich quasi der Himmel auf Erden ist ;-)

Kunsthaus Bregenz

Kunsthaus Bregenz

Von Verkehrsflächen und Toiletten

Wenn ich wissen möchte, mit wie viel Liebe zum Detail ein Architekt arbeitet, gehe ich aufs Klo! Klingt lustig, ist aber so. Testet es mal – ein Architekt, der wirklich ernsthaft arbeitet, wird sich auch dort um jedes Detail kümmern. Nun ist Peter Zumthor diesbezüglich ohnehin über jeden Zweifel erhaben – ich kenne kaum einen Architekten, der so akribisch auf jedes Detail achtet. Was ich Euch eigentlich sagen wollte: die Toiletten waren toll, aber da leider fast komplett in Schwarz gehalten völlig ungeeignet zum Fotografieren (ich bin ohne Blitz unterwegs…). Um so schöner ließen sich aber die Treppen fotografieren, auch diese sehr präzise gestaltet und profitierend von dem tollen indirekten Licht. Gerne hätte ich da noch ein wenig mit Bewegung experimentiert (der Herr fein & raum wäre sicher willig noch ein paar mal die Treppen hoch und runter gelaufen), mir fehlte aber leider das Stativ um mit langer Belichtungszeit Bewegung auf den Sensor zu bannen, beim nächsten Mal dann :-).

Kunsthaus Bregenz

Kunsthaus Bregenz

Ich hoffe Ihr hattet ein wenig Freude, bei meinem kleinen Gang durch ein faszinierendes Museum. Mir hat die Zeit mit der Kamera in den lichten reduzierten Räumen viel Spaß gemacht und ich werde sicher wiederkommen.

Peter Zumthor findet Ihr unter anderem hier bei tumblr.

Mehr zum Kunsthaus Bregenz findet Ihr hier.

9. August 2014
von mecki
9 Kommentare

Samstagskaffee 16 – zurück aus der Sommerpause

Beim letzten Samstagskaffee vor unserem Urlaub (es war wunderschön und die ein oder andere feine Entdeckung wird sicher hier auch demnächst zu sehen sein) habe ich den Sommer mit der Ernte der intensiv blauen, fast schwarzen Brombeeren gefeiert. Und auch wenn das hier nach wie vor kein Foodblog ist, möchte ich daran anknüpfen, denn just mit unserer Rückkehr stehen die Mirabellen in voller Reife. Mit ihrem leuchtend intensiven Gelb haben sie sich einen kleinen Auftritt hier in meinem Blog verdient. Vor unserem Urlaub bangte ich ein wenig, dass ich genauso diesen Zeitpunkt der Reife dieses Jahr verpassen würde, um so größer die Freude, dass die Mirabellen am Baum noch für eine schöne Mirabellentarte reichen.  Die genießen wir nun erst einmal und danach gibt es hier auch wieder Inspirationen rund um Architektur, Design, Einrichtung und so weiter.

Mirabellentarte

Ein schönes Wochenende und viel Freude bei Ninjas Samstagskaffee.