14. Mai 2014
von mecki
4 Kommentare

Sneakpreview 2 – Leuchte für’s Gästezimmer

Eigentlich wollte ich Euch ja erst dann wieder was von unserer Gästezimmer-Leuchte zeigen, wenn sie fertig ist. Ich hatte aber so einen Spaß beim Farbe mischen, malen und fotografieren, dass ich hier nun doch nochmal ein bisschen was zeigen MUSS.

Ich mach’s jetzt mal ein wenig spannend, zeige Euch nur die Bilder und verrate nicht, was die feinen bunten Nöppel denn mal werden sollen – hat einer eine Idee? Hübsch sind sie jedenfalls geworden – ich hab noch soviel Farbe übrig, ich glaube da muss ich mir direkt das nächste Projekt überlegen.

bunte Pins aus Holz

 

13. Mai 2014
von mecki
3 Kommentare

Sneakpreview – Leuchte für’s Gästezimmer

Bislang habe ich hier ja von selbst entworfenen Möbeln und sonstigen Basteleien immer das Ergebnis gezeigt. Während ich an meiner Diplomarbeit zeichnete hatte ich ein Schild an der Wand hängen: „der Weg ist das Ziel“. Getreu diesem Motto, das ich bis heute mag, lass ich Euch heute mal ein wenig am Weg teilhaben. Derzeit entsteht im Hause fein & raum eine Leuchte für’s Gästezimmer und ich bin guter Dinge, hier demnächst das Ergebnis präsentieren zu können. Jetzt gibt es aber erst einmal eine kleine Sneakpreview:

Erste Skizzen

Auch wenn ich die Arbeit am PC liebe und neben Photoshop super gerne CAD-Programme nutze, finden die ersten Schritte hin zu einem neuen Entwurf doch fast immer auf Skizzenpapier statt. „Mit dem Stift denken“ ist etwas, was mir im Entwurfsprozess ganz wichtig ist – zudem entsteht bei uns vieles im gemeinsamen Gespräch, in der Diskussion am großen Esstisch während das Zeichnen am Computer dann eher eine nicht sehr kommunikative Einzelkämpfer-Geschichte ist. Skizzenpapier habe ich wirklich immer im Haus, am besten das ganz dünne von Hahnemühlen, dazu noch ein dünner und ein dicker Filzstift und es kann los gehen.

Skizze Lampe Multiplex

 Material

Birke-Multiplex haben wie gerade in  Mengen übrig – aus den Platten ist ein größeres Projekt ebenfalls im Gästezimmer (das zeige ich hier natürlich auch zu gegebener Zeit) entstanden. Am Samstag haben wir in Frankfurt schönes Textil-ummanteltes Kabel (in einem kuriosen kleinen Laden für „antike“ Leuchten im Nordend) und eine große Glühbirne gekauft.

Material Leuchte Multiplex

Lasst Euch überraschen, was daraus geworden ist – das fertige Produkt gibt’s dann demnächst in diesem Kino :-)

10. Mai 2014
von mecki
8 Kommentare

Alain de Botton – Glück und Architektur

Blogs, die sich mit Möbeln, Einrichtung, Architektur und Design auseinandersetzen gibt es ja wie Sand am Meer. Als Leser und erst recht als Schreiber solcher Blogs beschäftigen wir uns tagtäglich mit der Gestaltung unserer Lebensräume. Für mich selbst kommt da immer mal wieder die Frage auf, welche Relevanz diese Themen eigentlich wirklich haben – ist das alles nur Chichi, Ausdruck einer übersättigten und gelangweilten Wohlstandgesellschaft, die nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten sucht? Oder steckt hinter der Gestaltung von gebauter Umwelt und Wohnraum und der Auseinandersetzung damit doch mehr, gar Tiefergehendes?

Ein Buch, das sich mit dieser Frage auf spannende und unterhaltsame Weise auseinandersetzt möchte ich Euch heute vorstellen:

Glück und Architektur – Von der Kunst, daheim zu Hause zu sein. Autor ist der in England lebende Schweizer Philosoph Alain de Botton. Vielversprechend, dass ein Autor aus einem ganz anderen Blickwinkel zu diesem Thema schreibt.

Alain de Botton Glück und Architektur

Inhalt

Direkt im ersten Kapitel mit Namen „die Bedeutung der Architektur“ geht de Botton in die Vollen – wenn gleich oftmals fast im unterhaltsamen Plauderton geschrieben, wirft er Fragen auf, die eine ganze Menge Nachdenkpotential mitbringen.

„Der Glaube an die Bedeutung der Architektur setzt nicht nur die Annahme voraus, dass wir – ob wir wollen oder nicht – an einem anderen Ort ein anderer Mensch sind, sondern auch die Überzeugung, dass es Aufgabe der Architektur ist, uns vor Augen zu halten, wer wir im Idealfall wären.“

Solche und ähnliche Sätze formulieren einen hohen Anspruch an die Architektur, dessen Erfüllung durch selbige aber auch immer wieder in Frage gestellt wird.

„In welchem Stil sollen wir bauen?“ ist das zweite Kapitel überschrieben und bietet einen abwechslungsreichen und eloquent geschriebenen Spaziergang durch die Baugeschichte. In Ansätzen wird klar, warum wir uns heute so schwer tun bei der Definition von Schönheit – ein Problem, das andere Jahrhunderte so nicht kannten. Auch philosophisches, nachdenkenswertes findet sich wieder – Gebäude, gestaltete Dinge reden darüber wie wir leben möchten. Die Frage, die die Kapitelüberschrift stellt, wird nicht wirklich beantwortet – überhaupt ist es, denke ich, eher die Stärke des Buches, Fragen zu stellen, denn Antworten zu geben.

Kapitel drei „sprechende Gebäude“ lädt ein, einen neuen anderen Blick auf Gebäude und Umwelt zu werfen und weckt Assoziationen, auf die man (oder ich) von selbst oft nicht gekommen wäre, die aber in ihrer Bildhaftigkeit oftmals überraschend einleuchtend sind. Wie das ganze Buch ist auch dieses Kapitel reich bebildert mit schönen und anschaulichen Beispielen aus Kunst, Möbeldesign und Architektur.

Das vierte Kapitel mit der schönen Überschrift „Ideale des Daheimseins“ möchte ich Euch mit einem Zitat daraus vorstellen:

„Der Hang zur Architektur scheint im Kern vielmehr mit dem Wunsch nach Kommunikation und Angedenken verknüpft zu sein, dem Wunsch, sich der Welt durch ein anderes Medium als das der Worte zu erklären, durch die Sprache der Dinge, Farben und Ziegelsteine: das Bestreben, anderen Menschen zu zeigen, wer wir sind – und uns im Zuge dessen selbst daran zu erinnern.“

Im folgenden fünften Kapitel „Die Tugenden von Gebäuden“ zeigt de Botton treffende Beispiele aus unterschiedlichen Epochen und behandelt mit Sachverstand und einer Prise Humor Themen wie Ordnung, Balance, Eleganz und Koheränz.

Alain de Botton Glück und Architektur

Fazit

Für mich hat das Buch vielerlei Anregungen zum Nachdenken gegeben. Die Auseinandersetzung mit der Frage, warum ich (und viele andere Gestalter, Blogger usw.) mich immer wieder so intensiv mit der Gestaltung von Raum beschäftige und was Architektur für uns bedeutet wird hier auf gut lesbare und unterhaltsame – und dennoch nicht oberflächliche – Weise aus einem ganz anderen Blickwinkel beleuchtet. Welchen Einfluss nimmt die Architektur auf unser Leben? Was macht die Qualität von Räumen aus?  In welchem Kontext gestalten wir Umwelt? All diese Fragen werden zwar nicht abschließend beantwortet, aber aus erfrischenden Perspektiven beleuchtet und bieten so Anregung, selbst über das eigene Tun und die eigenen Räume nachzudenken. In meinen Augen eine empfehlenswerte Lektüre für alle die sich für die Gestaltung unserer gebauten Welt interessieren.

Und nun komme ich nochmal zu meiner Ausgangsfrage zurück: Was denkt Ihr, was treibt Euch an? Welche Bedeutung hat Architektur, die Gestaltung eines Zuhauses für Euch?

10. Mai 2014
von mecki
18 Kommentare

Samstagskaffe 4 – heute Brot

Irgendwie bin ich die Woche dauernd über Brot, Brotherstellung und Brotverkauf gestolpert: Anfang der Woche las ich diesen sehr interessanten Artikel auf Zeit-Online – so ganz neu ist das meiste darin nicht, aber ich fand den Artikel sehr sachlich und informativ und er macht schon ein wenig nachdenklich angesichts der Diskrepanz zwischen Herstellungsmethoden und dem Anspruch Weltkulturerbe zu sein. Dann hatte ich noch ein zufälliges längeres Gespräch, mit jemand, der im Verkauf von Brot arbeitet – auch das machte nachdenklich, weil diejenigen, die dafür sorgen, dass wir 7 Tage die Woche Zugriff auf frische Backwaren haben, oft unter sehr prekären Bedingungen arbeiten.

Für Ninjas Samstagskaffe habe ich den selbstgemachten Brotaufstrich aus Haselnüssen fotografiert, dazu gibt’s eine Scheibe Roggenbrot – wir backen meist einmal die Woche ein 2 Kilo Roggenbrot – das ist gar nicht so schwierig, wenn der Sauerteig erst mal schön stabil und triebstark ist und da ist dann wirklich nix drin außer Mehl, Wasser und Salz – lecker!

selbstgebackenes Roggenbrot
Wo kommt Euer Brot her? Gibt’s bei Euch noch eine Bäckerei, die richtig handwerklich arbeitet? Backt Ihr selbst? Oder seit Ihr eher pragmatisch was Euer Brot angeht (wie wir, wenn wir sonntags Brötchen kaufen)?
Ein schönes Wochenende allerseits.

 

7. Mai 2014
von mecki
5 Kommentare

300 Px * 300 Px

Eine tolle Einrichtung ist die Europäische Kunstakademie in Trier. Namhafte Künstler unterrichten hier in den verschiedenen Fachgebieten- Zeichnen, Malerei, Skulptur und Fotografie. Vor einiger Zeit hatte ich das Glück, einen sehr inspirierenden Kurs zum Thema Fotografie bei Professor Hermann Stamm zu besuchen.

Bilder - europäische Kunstakademie

Im Laufe dieser Kurswoche habe ich unter anderem in einem tollen alten Fabrikgelände fotografiert. Ein anderer Kursteilnehmer kannte das Gelände und wollte dort nachts Aufnahmen machen – ich bin ganz mutig (als Model ;-) mitgekommen, habe mich aber ganz ehrlich ziemlich gegruselt (ein verlassenes Fabrikgelände morgens um 3 Uhr ist nicht wirklich ein Wohlfühlort). Am nächsten Tag bin ich aber nochmal hin, um an diesem faszinierenden Ort selbst zu fotografieren. Bei der Auswertung der Bilder war ich dann ein wenig enttäuscht – zu willkürlich hatte ich drauf los geknipst und die Ergebnisse konnten mich nicht so recht überzeugen. So entstand dann die Idee, mich im Nachhinein erneut mit den Motiven auseinanderzusetzen und jeweils einen Bildausschnitt von genau 300px * 300px zu definieren. Eigentlich bin ich ja ein großer Fan von Henri Cartier-Bresson und seiner Kunst des „entscheidenden Augenblicks“ – dennoch bin ich hier mit der nachträglichen Auswahl eines Ausschnittes quasi den umgekehrten Weg gegangen. Das war eine echte Herausforderung und hat richtig viel Spaß gemacht – das Ergebnis könnt Ihr hier sehen.

Bilder- europäische Kunstakademie

5. Mai 2014
von mecki
4 Kommentare

fein & raum bei M i MA

mima

Einer meiner absoluten Lieblingsblogs ist M i MA , wo Indre mit viel Tiefgang über Wohnen, Einrichten, Design und anderes berichtet und immer wieder spannende Diskussionen anstößt. Heute hat sie mich zum Interview gebeten – ich freue mich total und bin auch ein klein wenig stolz. Tausend Dank nochmal an Indre! Zum Interview geht’s hier.

screenshot M i MA

 

4. Mai 2014
von mecki
6 Kommentare

Wohin mit der Wäsche? oder Neues aus der Möbelwerkstatt

Dass ich gerne Möbel aus Multiplex entwerfe, hat man an dieser Stelle ja schon mal öfter gesehen. Als wir den 3,2 Meter langen Schreibtisch in meinem Arbeitszimmer gebaut haben ist einiges an Material übrig geblieben. Im Schlafzimmer fehlte uns immer ein Platz, um Klamotten abzulegen und Schmutzwäsche auf dem Weg zur Waschmaschine zwischenzuparken. Eigentlich wollte ich dafür seit langem ein schönes altes schwedisches Kökssoffa (das sind die Küchenbänke, die es in Schweden zuhauf gibt – Ihr kennt das sicher zum Beispiel aus den Michel-Verfilmungen, da schläft Lina auf selbigem). Aber irgendwie wurde es nie was mit einem solchen Kökssoffa und so haben wir kurzerhand beschlossen, aus den Resten eine Bank aus Multiplex zu bauen. Multiplexbank

Entwurf und Umsetzung

Die heimatliche improvisierte Kellerwerkstatt taugt für Möbel ab einer gewissen Größe nur bedingt. Und so waren wir froh, diese Werkstatt zu entdecken, die einmal wöchentlich abends ihre Tore öffnet für Leute wie uns, Werkzeuge stellt und auch entsprechend beim Umgang damit unterstützt. Ich finde das ja überhaupt eine tolle Idee: Raum und Werkzeuge teilen, nicht alles selber besitzen sondern mieten. Ich hoffe, in Zukunft gibt es noch viel mehr solche Projekte. Aber zurück zur Bank: Gehrungsschnitte sind ja eigentlich nicht so die typische Holzverbindung – bei Multiplex finde ich sie aber immer wieder schön, sie bringen die Schichtung so gut zur Geltung. Die Schublade hat rundum eine Schattenfuge, eine einfache Griffmulde, läuft ganz leise auf 4 verdeckt liegenden Rollen und die Versteifungsstrebe in der Rückwand der Bank dient gleichzeitig als Anschlag, damit die Schublade immer am richtigen Platz parkt – auch morgens um 6 im Halbschlaf.

Multiplexbank

 In Gebrauch

Vor unserer blauen Wand im Schlafzimmer kommt die Bank gut zur Geltung. Ganz so aufgeräumt wie auf den Bildern sieht sie im Alltag nicht immer aus, aber zumindest finden schmutzige Socken und ähnliches nun regelmäßig ihren Platz in der Schublade statt auf dem Boden – ich geb sie jedenfalls nicht mehr her.

3. Mai 2014
von mecki
4 Kommentare

Samstagskaffe 3 – Making Of

Normalerweise bin ich ja vor der ersten Tasse Kaffee noch nicht zu allzu viel zu gebrauchen. Heute habe ich mir dennoch die Kamera geschnappt und den Barista ein wenig bei der Arbeit begleitet. Ansonsten habe ich die Feiertagswoche für das ein oder andere Projekt genutzt, demnächst mehr auf diesem Blog :-). Mehr Kaffee gibt’s bei Ninja. Ein schönes Wochenende allerseits!

Kaffee - Making Off