31. Mai 2014
von mecki
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Samstagskaffee 7 – lekker hollands

Heute wird im Hause fein & raum holländisch gefrühstückt :-). Wir haben 4 wunderschöne, obwohl ein wenig verregnete, Tage in Holland, genauer gesagt in Zeeland, auf Walcheren, in Oostkapelle verbracht. Verbindet Ihr mit Euren Urlaubsländern auch immer Essen? Mir geht es jedenfalls so, und auch wenn ich mich normalerweise eher gesund und gemüselastig ernähre und die italienische  Küche und sonstiges aus dem Mittelmeerraum mag, muss ich hier jetzt mal ganz leise gestehen, dass ich für ein paar Tage im Jahr auf lecker ungesund aus Holland stehe. Neben all dem was Ihr hier zum Frühstück seht, brauche ich hier und da eine große Portion friet speciaal, kibbeling, dubbele vla, pinda kaas und gevulde koeken. All das schmeckt so herrlich nach Holland und nach Nordsee. Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen und so ist auch meine Liebe zu Holland riesig: Das Meer, die Menschen, die Sprache, die Architektur, die Landschaft, die Natur – all das mag ich total gerne und wenn ich nicht mindestens einmal im Jahr für ein paar Tage holländische Meerluft schnuppern kann, fehlt mir etwas.

lekker hollands

Nach ein paar entspannten Tagen in meinem Lieblingland sind wir wieder zuhause. Neben Hagelslag und Chocoladenvlokken habe ich mir auch noch eine vt wonen als Frühstückslektüre mitgebracht. Normalerweise lese ich diese ganzen Wohn- und Einrichtungszeitungen ja gar nicht – hier war ich aber mal ein bisschen neugierig, was unsere holländischen Nachbarn, die allgemein um einiges Design-affiner sind als wir Deutschen, denn so schreiben und zeigen. Bis jetzt habe ich allerdings erst einen Artikel gelesen – natürlich über einen Blogger;-) seinen blog interiorator.com werde ich mir später mal genauer angucken – ist übrigens auf englisch geschrieben, man muss also kein holländisch können, um mit zu lesen.

Wenn ich meine Fotos gesichtet und aufbereitet habe, werde ich Euch auch ein wenig teilhaben lassen an meiner Liebe zu Holland und den schönen Dingen, die es dort zu entdecken gibt.

Mehr Samstagskaffe gibt’s bei Ninja. Ein schönes sonniges Wochenende wünsche ich Euch.

28. Mai 2014
von mecki
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Sichtbeton mal anders

Dass Sichtbeton für mich ein faszinierendes Material ist, habe ich in diesem Beitrag ja schon einmal erläutert. Dies liegt unter anderem an den unendlich vielfältigen Strukturen, die man in einer Sichtbetonwand findet und die immer wieder die Phantasie anregen. In unserer vorherigen Wohnung hatten wir das Glück ein paar rohe Betonwände zu haben. Dort habe ich immer mal wieder die Chance genutzt und relativ wahllos Betonstrukturen fotografiert. Ich fotografiere gern, aber meine Hauptinteresse gilt eher dem darauf folgenden Prozess – was kann ich in Photoshop aus dem Rohmaterial, das mir die Kamera liefert machen? So entstehen dann zuweilen ganz neue Welten, die mit dem Ursprungsbild nicht mehr viel zu tun haben – wie auch in diesem Fall.

SichtbetonSichtbeton

 

Das Ankerloch einer Betonwand wird durch verschiedene Bearbeitungsschritte (unter anderem Invertierung, Farbüberlagerung, Verrechnungsmethoden) zu etwas ganz Neuem – mich erinnert es immer an einen Sonnenuntergang. Wenn mir ein Bild besonders gefällt, lasse ich es gerne auch mal auf einem hochwertigen Hahnemühlen-Papier drucken. So hat dieses Bild ein Plätzchen an der Wand gefunden – für mich strahlt es etwas ungemein Beruhigendes aus und ich lasse den Blick immer wieder gerne darauf ruhen.

Fotokunst

 

26. Mai 2014
von mecki
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Feine Fundstücke 4 – Vasen

Ich mag Gegenstände mit Charakter und Geschichte – alte Stücke von Flohmärkten, Geschenke, Erbstücke und so weiter. In der Kategorie „Feine Fundstücke“ möchte ich Euch solche Dinge kurz, mit wenig Text und einem Bild vorstellen.

Auch diese Vasen stammen genau wie die Gießkanne, die ich Euch hier bereits gezeigt habe, mitten aus den 60-iger Jahren und wohnten ursprünglich, tief vergraben im Schrank, bei meinen Eltern. Gut, dass sie mittlerweile aus diesem Schattendasein erlöst wurden. Sind sie nicht wunderhübsch?
vasen

24. Mai 2014
von mecki
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Samstagskaffee 6 – Heimwerken 2.0

Heute morgen musste es schnell gehen, daher gab es nur einen kurzen Espresso. Nun bin ich wieder zuhause und habe Zeit für eine kleine Presseschau. Und siehe da, Zeit-online bietet heute einen wirklich spannenden Artikel, der aber sowas von gut zu meiner Woche passt, in der ich Euch das jüngste Ergebnis unserer Werkstatt präsentiert habe. Der Artikel mit dem schönen Namen „Generation Handarbeit“ wirft einen informativen, unterhaltsamen und teilweise auch nachdenklichen Blick auf die aktuelle Entwicklung des Selbermachens – gerade die ganze Bloggerszene spielt dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle. Sehr charmant fand ich die Begriffsfindung „Heimwerken 2.0“ und deshalb hat sie es heute bei mir zur Artikelüberschrift geschafft.

Heimwerken 2.0

Aber lest selbst und habt Spaß. Findet Ihr Euch ein Stück weit wieder im Artikel?

Mehr Kaffee gibts wie immer bei Ninja

22. Mai 2014
von mecki
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Garten selbst planen? – Gartendesign von John Brookes

Die Sonne lacht, die Natur gibt alles und im Garten grünt und blüht es bereits um die Wette. Da bekommt vielleicht der ein oder andere Lust, sich mit dem Thema Gartengestaltung näher auseinanderzusetzen und den eigenen Garten gestalterisch ein wenig zu optimieren.

Über unsere Gartenplanung hatte ich ja schon einmal ausführlich berichtet, auch darüber, dass ich mich in das Thema „wie plane ich einen Garten“ erst rein denken musste. Bei sowas können gute Bücher einem ungemein helfen. Und so habe ich mir damals  viele Bücher angesehen – eins was mir besonders gut gefällt möchte ich Euch heute vorstellen.

John Brooks - Gartendesign

Der Autor

John Brookes ist ein bekannter Gartendesigner der – wie könnte es anders sein – aus dem Mutterland des Gartenbaus, aus England kommt. Neben seiner Tätigkeit als Gartenplaner (sehr bekannt ist zum Beispiel sein eigener Garten Denmans Garden) schreibt er viele Bücher und ist auch als Dozent tätig – mittlerweile kann man bei ihm sogar Online-Kurse zum Thema Gartengestaltung buchen.

Aufbau und Inhalt des Buches

Das Buch ist in 11 Kapitel gegliedert, die sich jeweils mit einem Aspekt der Gartenplanung beschäftigen (z.B. Form, Richtung, Umfriedung, Eingang, Bepflanzung etc.). Alle Kapitel werden mit vielen Bilder und Skizzen ergänzt. Die Bilder zeigen tolle Beispiele von teils wunderschönen Gärten, die Skizzen erläutern oft anschaulich, wie sich eine Planung entwickelt und machen Mut, selbst den Bleistift zur Hand zu nehmen.

Brooks gibt viele spannende Einblicke in die Geschichte des Gartenbaus und viele Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Aspekten der Gartenplanung. Besonders interessant und inspirierend fand ich die Überlegungen, wie ein Garten sich in seine Umgebung einfügt. Damit ist das Buch viel mehr als eine einfache ToDo-Liste für angehende Gartenbesitzer – es regt an, sich mit der Umgebung, den eigenen Gegebenheiten, dem Zusammenspiel von Architektur und Garten, den eigenen Wünschen für den Garten und den Materialien auseinanderzusetzen. Wenn man sich darauf einlässt, merkt man schnell, das die Planung eines Gartens eine wirklich spannende und vielfältige Angelegenheit ist.

John Brooks - Gartendesign

Fazit

Mir hat das Buch sehr geholfen, einen Zugang zum Thema Gartenplanung zu bekommen. Sowohl Text wie auch Bilder machen Lust auf eigene Entwürfe. Was die Bepflanzung angeht, gibt es auch dazu tolles Bildmaterial – ein Nachschlagewerk mit detailierten Informationen, welche Pflanze sich wofür eignet usw. ist diese Buch aber definitiv nicht.Von John Brookes gibt es übrigens ein weiteres Buch: Kleine Gärten – große Wirkung.  Auch dieses hat mich beim Durchblättern überzeugt mit tollen Bildern und sinnvollen Anregungen zum Planen kleiner Gärten.

Allen, die einen Garten ihr eigen nennen wünsche ich viel Spaß bei der Planung und vielleicht kann Euch das Buch von John Brookes, genau wie mir, ja ein wenig Inspiration und Ideen geben. Hier wird es demnächst sicher nochmal ein paar Bilder von unserem Garten, der mittlerweile schon seine erste Relaunch hinter sich hat, geben.

19. Mai 2014
von mecki
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Leuchte für’s Gästezimmer – sie ist fertig!

Letzte Woche habe ich Euch ja schon am Schaffensprozess teilhaben lassen – um so mehr freue ich mich, Euch heute die fertige Leuchte präsentieren zu können. Ins Rollen gekommen ist die ganze Geschichte ja überhaupt erst mit meinem Entschluss, mit meinem Arbeitszimmer auf 5 Quadratmeter umzuziehen. So hatten wir dann plötzlich einen eigenen Raum für ein Gästezimmer frei. Und da im Hause fein & raum ja selten Möbel gekauft werden, wurde kurzerhand das Gästebett aus Birke-Multiplex entworfen und gebaut (wird demnächst hier auch mal gezeigt – versprochen!). Nun hatten wir zum einen noch jede Menge Holzreste (ich hab da schon so ein paar Ideen für weitere Projekte…) und zum anderen keine Lampe für’s Gästezimmer (sieht man mal von der Stativlösung ab – das Stativ brauche ich aber grade zunehmend häufig, um schöne Fotos für diesen Blog zu machen :-). Da lag die Idee ja nahe, beides zu kombinieren.

Leuchte Gästezimmer

Leseleuchte – der Entwurf

Nachdem die Idee, eine Leuchte selbst zu bauen erst einmal geboren war, waren die ersten Skizzen schnell gemacht. Es gibt Entwürfe, wo man immer wieder hin und her probiert und ewig braucht, bis das Ergebnis überzeugt und dann gibt es wiederum Entwürfe wo all das ganz schnell geht und sich die Lösung quasi wie von selbst ergibt – zu letzterem gehört diese Leuchte. Die Idee zur Form: Quader und Kugel – ganz reduziert war schnell geboren. Ein wenig länger haben wir dann noch überlegt, wie man den Lichtschalter schön UND funktional unterbringen kann: Diese ins Kabel integrierten Schalter sind meist weder besonders formschön noch besonders praktisch (wenn man im Dunkeln danach sucht, trifft man selten die richtige Stelle…). Überhaupt sind die meisten Schalter, die man so zu kaufen bekommt nicht gerade eine Augenweide, unsere Lösung: wir machen einen Schalter aus Holz!

Leuchte aus Multiplex

Das Material

Holz war ja wie gesagt ohnehin genug vorhanden. Was brauchten wir sonst noch? Eine Glühbirne, die auch optisch was hermacht. Hier muss ich jetzt mal kurz beichten, dass wir nach längerer Suche eine 60 Watt Glühbirne gekauft haben – mein Öko-Gewissen (ich möchte ja eigentlich dauernd die Welt retten) jault zwar so ein wenig vor sich hin, ich habe mich dann aber damit beruhigt, dass wir sooo oft ja nun auch keine Übernachtungsgäste haben. Und außerdem verbringen diese ja die meiste Zeit mit uns und nicht im Gästezimmer, insofern dürfte sich der Gesamtstromverbrauch durch die Leuchte dann doch eher in Grenzen halten. Gefunden haben wir die Glühbirne (sie musste groß genug sein und matt) dann übrigens bei Manufactum, verkauft werden darf sie nur deshalb, weil sie als besonders stoßfest deklariert ist. Übrigens finde ich, dass nach wie vor kein anderes Leuchtmittel an die Lichtfarbe von Glühbirnen rankommt, höchstens noch Halogenstrahler, die sind aber wiederum vom Energieverbrauch her auch eher nicht so doll. Ich hoffe, da wird sich noch ein bisschen was tun, so dass LED oder Energiesparleuchten künftig nicht mehr so ein trauriges Licht produzieren.

Da ich normales Kabel eher hässlich finde und es sich außerdem immer genau so windet wie man das nicht möchte, haben wir Textilkabel besorgt – gibt es übrigens in unendlich vielen Farben, wir haben uns aber für schlichtes Weiß entschieden.

Der Rest kommt aus dem Baumarkt: eine Fassung für die Birne und ein kleiner unscheinbarer Lichtschalter, der den technischen Part des Ein- und Ausschaltens übernimmt, aber unsichtbar im Innern der Leuchte vor sich hin werkelt. Und zuletzt noch ein kleiner Rundstab aus Buchenholz und ein Stecker.

Leuchte aus Multiplex

Die Umsetzung

Ich sagte schon, dass ich zwei linke Hände habe und eher grobmotorisch veranlagt bin? Zum Glück ist mein Liebster ja nun das genaue Gegenteil, insofern musste ich mir um die Umsetzung keinerlei Gedanken machen. Ich bin selbst ganz hingerissen, mit welcher Präzision er den Leuchtenkörper gebaut hat. Die einzelnen Multiplexplatten sind aufeinander geleimt, im Innern nach Bedarf ausgefräst, mit Bohrungen für Kabel und Schalter versehen und alle Technik entsprechend eingebaut, perfekt! Mir blieb dann nur noch das Mischen von Farben und das Anstreichen der kleinen bunten Holzpinne – das hat übrigens großen Spaß gemacht. Die Pinne werden jetzt in ein Schälchen neben der Lampe gelegt und jeder Gast darf sich dann seine Lieblingsfarbe zum An- und Ausschalten aussuchen :-)

18. Mai 2014
von mecki
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Feine Fundstücke 3 – Resteverwertung

Ich mag Gegenstände mit Charakter und Geschichte – alte Stücke von Flohmärkten, Geschenke, Erbstücke und so weiter. In der Kategorie „Feine Fundstücke“ möchte ich Euch solche Dinge kurz, mit wenig Text und einem Bild vorstellen.

Diese Lederuntersetzer haben wir in einem kleinen Laden für Lederwaren in Harlingen an der holländischen Nordseeküste entdeckt. Nachhaltig mit unseren Ressourcen umzugehen ist für mich ein ganz wichtiges Thema und auch wenn diese Untersetzer sicher nicht die Welt retten  finde ich es eine schöne Idee, die Lederreste, die in der Herstellung anfallen, weiterzuverwenden. Hübsch auch, dass jeder Untersetzer anders aussieht – bei uns sind sie täglich im Einsatz.

Lederuntersetzer

 

17. Mai 2014
von mecki
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Samstagskaffee 5 – nochmal Brot

Nein, nein, das hier wird jetzt nicht zum Brotblog, ganz sicher nicht. Da ich aber zum einen heute Morgen mit super leckeren selbstgebackenen Brötchen verköstigt wurde und zum anderen (wiedermal) auf Zeit-online über diesen Aufruf gestolpert bin, gibt’s zu Ninjas Samstagskaffee statt Kaffee nochmals Backwaren. Ihr habt ja letzten Samstag rege darüber berichtet, wo Ihr Brot und Brötchen her bekommt – vielleicht mag sich der ein oder andere an dem Aufruf von Zeit-online beteiligen. Es geht darum, handwerklich arbeitende Bäckereien zu benennen, daraus wird dann eine Deutschlandkarte erstellt. Ich finde solche Aktionen ja immer klasse – das Wissen um gute Dinge teilen und damit vermehren.

Ein schönes Wochenende allerseits.

selbst gebackene Brötchen
Deutschlandkarte  von Stefan-Xp via Wikimedia Commons