30. April 2014
von mecki
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Leuchten – ganz einfach!

Ich finde ja, es gibt viel zu viele Leuchten auf dieser Welt – da kann sich doch kein Mensch entscheiden. Wart Ihr mal in einem gut sortierten Laden und habt versucht, eine Leuchte auszusuchen? Unmöglich, geht nicht! Und wenn man sich die Entwürfe, die so auf dem Markt landen dann anschaut, stellt man fest, dass die Hälfte auch noch übelste Staubfänger sind. Ich hatte mal einen Chef, der den Bauherren ob ähnlicher Einwände gerne erwiderte. „Ich bau mein Haus doch nicht um einen Putzlappen drumrum“ – da hat er ja grundsätzlich recht, aber ich finde bei Leuchten hört der Spaß dann irgendwann auf. Kennt Ihr dieses Modell, das bevorzugt in Postfilialen hängt? Das mit den vielen filigranen Rippen?. Könnt Ihr Euch vorstellen, wie viel Staub in so einem Ding hängen bleibt? Aber eigentlich wollte ich Euch ja nur zeigen, dass man sich diesem ganzen riesigen Auswahlwahnsinn an Designerleuchten gar nicht ausliefern muss und ganz einfache Lösungen finden kann. Hier eine kleine Auswahl:

Leuchten

  1. Eine ganz einfache Ikea-Leuchte, wir haben sie in 3-er Reihe (Reihung ist immer gut…) über dem Esstisch hängen und mit einer selbstgebauten Aluschienenlösung an der Decke befestigt.
  2. Ein alter Heizstrahler aus den 1920-er Jahren, mein absolutes Lieblingsstück, hängt bei uns in der „Lounge“ (was das ist und wie die aussieht zeig ich Euch ein anderes mal)
  3. Wenn ich das Stativ gerade nicht zum Fotografieren brauche (und ich fotografiere lieber ohne!) wird dieser einfache Strahler dran geklemmt, derzeit im Gästezimmer im Einsatz.
  4. Klassische Kugelleuchte mit schöner Porzellanfassung von Manufactum, schmückt unser Bad
  5. Ja, in meinem Arbeitszimmer ist noch ein wenig Handlungsbedarf ;-)

 

28. April 2014
von mecki
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Philippe Starck – Abschied von einer Stil-Ikone

Kennt Ihr das? Irgendwie sammeln sich immer viel zu viele Dinge an, so Vieles was – oft ungenutzt – in der Ecke steht, Platz weg nimmt und ganz sicher nicht gebraucht wird. Ich finde es ja ungeheuer befreiend, sich von solchen Gegenständen zu trennen. Wie von diesem Fernseher, den ich mit in unseren Haushalt gebracht habe und da Andreas ebenfalls einen Fernseher ins gemeinsame Nest mitbrachte, haben wir seit dem (mindestens) einen zu viel. Bevor er nun hoffentlich bald einen glücklichen Käufer auf Ebay findet und diesem noch ein paar Jahre Freude macht, möchte ich ihm hier aber noch einen letzten Auftritt gewähren – den hat er sich verdient und so hab ich ihn heute mal in den Garten getragen und ein wenig fotografiert :-)

philippe starck - jim nature

Jim Nature – Fernseher mal anders

Was mich damals (1994!) bewogen hat, das Gerät zu kaufen war – natürlich – das Material, erfrischend anders und unkonventionell und weit weg von den monströsen schwarzen Kisten, die Fernseher gemeinhin so sind (oder waren? in Zeiten von Flatscreens halt wenigstens nur noch in 2 Dimensionen), dazu vielleicht noch ein ganz kleines bisschen ökologischer als die großen Plastik-Ungetüme. Ich bin nun gar kein großer Philippe Starck-Fan – was ihn aber auszeichnet ist eine gewisse Unverkrampftheit in seinen Entwürfen. Er hat Design populär gemacht, plötzlich war Design nichts Elitäres mehr sondern etwas, das Menschen im Alltag begleitet (bis hin zu einer gewissen Beliebigkeit, wie ich finde) – es gibt wohl kaum jemand, der nicht irgendwo im Haushalt irgendeinen Gegenstand von P. Starck hat und sei es nur der Wasserhahn im Bad. So omnipräsent wie er ist kein anderer Designer und auch sein Spektrum an Arbeiten ist ungeheuer breit – da findet sich alles vom Café über die Yacht und das Motorrad bis hin zu unzähligen Alltagsgegenständen. Zwei sehr interessante Links zu Philippe Starck findet Ihr hier und hier.

Jetzt muss er weg

Wie ich schon sagte, sind seine Tage bei uns nun gezählt. Der große Bruder – ein guter alter Röhrenfernseher, eben ein solches schwarzes Ungetüm, hat auch schon viele Jahre hinter sich. Bis jetzt funktioniert er noch ganz gut, aber wenn er mal seinen Geist aufgibt, bin ich auch nicht böse – dann wird künftig über den Laptop fern gesehen. Ich finde monströse Fernseher, die unsere Wohnzimmer dominieren, in Zeiten von Hochgeschwindigkeits-Internet und Streaming-Möglichkeiten ja eher anachronistisch. Wie seht Ihr das, braucht Ihr noch einen Fernseher und wenn ja, wo steht er?

26. April 2014
von mecki
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Samstagskaffe 2 – feine Tassen

Es ist Samstag und somit schließe ich mich gerne wieder dem Samstagskaffe von Ninja an. Da mein Barista heute nicht so recht zufrieden war mit seiner Latte Art (geschmeckt hat’s natürlich trotzdem!) hab ich mich beim Fotografieren mal auf die Tassen konzentriert.

Kaffee

Und da im Garten die Kräuter bereits lustig sprießen, gibt’s dazu einen selbstgemachten Kräuterfrischkäse mit 8 Kräutern, als da wären:

  • Pimpinelle
  • Borretsch
  • Dill
  • Estragon
  • Zitronenmelisse
  • Schnittlauch
  • Kerbel
  • Sauerampfer

Ein schönes Wochenende allerseits!

24. April 2014
von mecki
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Arbeitszimmer – Raumwunder auf 5 QM

Heute möchte ich Euch den Ort vorstellen, an dem viele der Ideen, Entwürfe und Skizzen entstehen, die ich Euch hier vorstelle: mein Arbeitszimmer. Mit einer Fläche von 1.70 m x 3.20 m ist es denkbar klein und misst gerade einmal 5.5 qm. Aber solch schwierige Randbedingungen fordern ja geradezu gute Entwürfe heraus und sind damit oftmals viel spannender als große Räume, wo ohnehin alles Platz hat.
arbeitszimmer
Wichtig war mir, den kleinen Raum nicht mit zu vielen Elementen zu überfrachten und so besteht die Möblierung aus 2 einzelnen starken Elementen. Da ist einmal der Schreibtisch (1 in der Skizze). Zwei Multiplexplatten – eine horizontal, eine vertikal bis zur Unterkante des Fensters- die sich über die gesamte Raumlänge erstrecken, verdeckt befestigt sind und somit ein einfaches, gradliniges L bilden. Das zweite Element (2 in der Skizze) ist ein schlichtes weißes Regal, das die komplette Stirnwand einnimmt und das wir genau zwischen die beiden Längswände eingepasst haben. Es ist ebenfalls als L ausgebildet (was konstruktiv gar nicht so einfach zu bewerkstelligen war) und überschneidet sich so (3 in der Skizze) mit dem Tischelement, wodurch eine schöne Dreidimensionalität entsteht. Beim Regal bin ich nach etwas Suchen  bei der Firma Regalraum fündig geworden – die Maße passten für die Wand exakt und mir hat die filigrane Konstruktion gefallen.
Seht selbst wie es fertig gebaut aussieht:

Regale

Dass ein 3.2 m langer Schreibtisch wunderbar viel Platz bietet, muss ich, glaube ich, nicht extra erwähnen – dennoch schaffe ich es immer wieder, die komplette Fläche mit unterschiedlichem Papierkram zu belegen. Etwas disziplinierter geht es da im Regal zu – alles hat seinen Platz und das Zusammenspiel der zurückhaltenden weißen Konstruktion und der vielen unterschiedlichen Bücher sieht einfach gut aus. Weiße Regale, bestückt mit vielen Büchern sind ja ohnehin so ein Klassiker, der einfach immer passt. Irgendjemand hat mein Arbeitszimmer mal mit einem Leseplatz in einer Klosterbibliothek verglichen – das trifft es ganz gut, finde ich. Und gerade diese Ausstrahlung von Konzentriertheit passt natürlich ganz wunderbar für ein Arbeitszimmer.
Aus den Resten dieses Projekts ist übrigens Emil entstanden.

Arbeitszimmer

21. April 2014
von mecki
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Bauhaus an der Wand

bauhaus_1

Jeder der sich für Architektur, Möbel, Gestaltung usw. interessiert wird wohl früher oder später – eher früher – über das Bauhaus stolpern – so vieles in der Architektur der letzten 90 Jahre, im Möbelbau und im Produktdesign hat seine Ursprünge in den Ideen des Bauhauses. Sehr verbreitet ist es ja (besonders unter Immobilienmaklern) vom sogenannten „Bauhausstil“ zu sprechen. Das Bauhaus war aber genau das nie – viel mehr ein umfassenderer Ansatz das Leben und die Umwelt zu gestalten, eine Idee oder viele Ideen, eine spannende Schule für Gestaltung , für Architektur: all das war das Bauhaus aber ganz sicher kein fragwürdiger „Stil“, der sich in der Verwendung von Flachdächern, weißen Wänden und schmalen Fensterbändern erschöpft. Auch mich hat das Bauhaus und seine Ideen während des Studiums und danach geprägt. Das wurde mir diesen Sommer nochmals sehr bewusst, als ich zum ersten Mal die Gelegenheit hatte, das Bauhausgebäude in Dessau live zu erleben. Es ist heute Sitz der Stiftung Bauhaus, die sich der Erforschung und Vermittlung des Bauhauserbes widmet. Wir konnten an einer wunderbaren, sehr lebendigen und sehr informativen Führung durch die beeindruckenden und auch heute noch sehr aktuellen Gebäude teilnehmen.

Ich liebe ja Bücher – und erst recht Bücher, die sich den schönen Dingen widmen. So führte der Weg anschließend natürlich noch in den gut sortierten Museumsshop. Statt Büchern habe ich dann einige sehr schöne Plakate gekauft und ein Memory – dieses sollte eigentlich ein Mitbringsel für einen kleinen Memoryfan sein.

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Zuhause angekommen konnte ich mich dann aber gar nicht von den wirklich schön gemachten Memorykarten, die Gebäude, Möbel, Lampen etc. des Bauhauses zeigen, trennen. Nach ein wenig Überlegung war klar: Das Ding muss an die Wand. Eine Sperrholzplatte in 2 m Länge war schnell gekauft und mit weißer Acrylfarbe gestrichen. Die einzelnen Memorykarten kleben jeweils auf einem kleineren Stückchen Kappa-Platte, so dass sie sich dreidimensional vom Untergrund abheben – das sieht gut aus und gibt einen schönen räumlichen Effekt. Mit Hilfe von ein paar Schablonen war es auch recht einfach, das Ganze hinreichend genau zu fixieren. Und nun kann ich mich täglich an ganz vielen Bauhaus-Details erfreuen.

 

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Ein Besuch in Dessau lohnt wirklich. Sogar übernachten kann man im ehemaligen Ateliergebäude (das werde ich dann das nächste Mal testen). Neben dem eigentlichen Bauhausgebäude kann man auch die Meisterhäuser besichtigen, ein wenig Zeit solltet Ihr also schon einplanen. Wer übrigens nach Dessau fährt: Es gibt ein weiteres Highlight für Architektur-Interessierte: das Gebäude des Bundesumweltamtes ist ebenfalls sehenswert.

19. April 2014
von mecki
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Samstagskaffee 1 – Latte Art

Meine Bloggerkollegin Ninja hat die schöne Idee des Samstagskaffee ins Leben gerufen. Dem schließe ich mich gerne an und nutze die Gelegenheit Euch heute ein wenig Latte Art des vielleicht besten Barista nördlich der Alpen (mit dem ich das Glück habe, verheiratet zu sein ;-) zu zeigen.

Latte Art

Mein Blog hatte gestern 1. (Wochen-) Geburtstag und ich finde es nach wie vor sehr aufregend hier zu schreiben. Ich freue mich über jeden Leser, der in dieser Woche den Weg hierher gefunden hat. Letzten Freitag habe ich Euch ja bereits über unsern Garten berichtet – diese Woche haben wir uns einen Tag Zeit für einen Garten-Relaunch genommen (war mal nötig), so dass Steine und Rasen nun osterfein sind. Alles was grünt oder noch gesät werden will (vor allem viel Essbares) ist dann nächste Woche dran. Und dann gibt es sicher demnächst ein paar aktuelle Bilder.

Ich wünsche Euch allen sonnige Ostern!

18. April 2014
von mecki
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Feine Fundstücke 2 – Oxo Tassen

Ich mag Gegenstände mit Charakter und Geschichte – alte Stücke von Flohmärkten, Geschenke, Erbstücke und so weiter. In der Kategorie „Feine Fundstücke“ möchte ich Euch solche Dinge kurz, mit wenig Text und einem Bild vorstellen.

Diese Tassen habe ich auf dem Flohmarkt in Tongeren/Belgien – einer der schönsten, die ich kenne – gefunden. Oxo ist eine britische Brühwürfelfirma, die unter diesem Namen seit 1899 produziert und im ersten Weltkrieg unter anderem für die Ernährung der Truppen zuständig war. Wir nutzen die Tassen heute eher zum Tee-Trinken. Hübsch sind sie so oder so!

Oxo Tassen